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Luckenwalde Beim Finanzamt wird mehr von zu Hause aus gearbeitet
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde Beim Finanzamt wird mehr von zu Hause aus gearbeitet
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19:42 06.03.2019
Brandenburgs Finanzminister Christian Görke (Linke) mit Finanzamt-Vorsteherin Sabine Rothe. Quelle: Victoria Barnack
Luckenwalde

Von der guten wirtschaftlichen Entwicklung Teltow-Flämings profitiert auch das Luckenwalder Finanzamt: „Das Steueraufkommen ist abermals in allen Bereichen gestiegen“, berichtete Brandenburgs Finanzminister Christian Görke (Linke) am Mittwoch während eines Arbeitsbesuchs vor Ort.

Fast 725 Millionen Euro hat das Finanzamt für den Landkreis Teltow-Fläming in 2018 eingenommen – das sind fast 20 Prozent mehr als noch vor zwei Jahren.

Luckenwalde ist Pilot-Finanzamt für Telearbeit

Im Mittelpunkt der Stippvisite des Ministers im Luckenwalder Finanzamt standen allerdings Gespräche mit den Mitarbeitern. In den vergangenen Monaten habe man an der Verbesserung der Arbeitsbedingungen gearbeitet. „Wir testen in Luckenwalde und an drei weiteren Standorten sehr intensiv die Möglichkeit der Telearbeit“, erklärte Görke.

Sabine Rothe ist Vorsteherin des Finanzamtes in Luckenwalde. Quelle: Victoria Barnack

Seit Oktober 2018 nimmt das Finanzamt am landesweiten Pilotprojekt zum Arbeiten von zu Hause aus teil. Vier der rund 190 Beschäftigten in Luckenwalde dürfen an bis zu drei Tagen in der Woche vom heimischen Schreibtisch aus arbeiten. Jeder zehnte Finanzamt-Mitarbeiter hat sein Interesse an dem Modell angemeldet.

Viele wollen aber nicht jeder darf von zu Hause aus arbeiten

Das sei auch den zum Teil weiten Arbeitswegen geschuldet, erklärt die Vorsteherin des Luckenwalder Finanzamtes, Sabine Rothe. „Mehrere Beschäftigte kommen täglich aus dem südlichen Elbe-Elster-Kreis und sogar aus Sachsen und Sachsen-Anhalt“, sagte sie. Strecken von bis zu einer Stunde seien keine Seltenheit.

Bedingung für die Arbeit von zu Hause aus sei allerdings, dass es pflegebedürftige Familienmitglieder oder kleine Kinder daheim gibt.

Brandenburgs Finanzminister Christian Görke (Linke) kam während seines Besuchs im Luckenwalder Finanzamt auch mit Mitarbeitern ins Gespräch. Quelle: Victoria Barnack

Ende 2019 soll die Pilotphase ausgewertet werden. „Unsere Beschäftigten sind schon jetzt sehr zufrieden“, sagte Rothe am Mittwoch. „Sie heben vor allem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf hervor. Deswegen gehen wir davon aus, dass sich die Telearbeit auch in anderen Finanzämtern bewähren wird“, erklärte sie.

Um das Modell auszuweiten, habe man beim Land bereits finanzielle Mittel bereitgestellt, ergänzte Görke.

Einarbeitung im Home Office läuft problemlos

Die Mitarbeiter müssen dafür unter anderen mit mobilen Geräten ausgestattet werden. „Sie arbeiten zu Hause mit Laptops“, erklärt Rothe, „was sie dort sehen, entspricht Eins-zu-Eins dem normalen Arbeitsbildschirm.“

Auch deshalb sei das Projekt in Luckenwalde bisher so erfolgreich: „Bis auf ein bis zwei Wochen der Eingewöhnung gibt es quasi gar keine Einarbeitungszeit für unsere Beschäftigten“, erläuterte die Vorsteherin des Finanzamtes.

Von Victoria Barnack

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