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Luckenwalde Anteil ausländischer Babys in Luckenwalde gestiegen
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00:22 27.10.2018
192 neue Erdenbürger wurden im vergangenen Jahr in Luckenwalde registriert.
192 neue Erdenbürger wurden im vergangenen Jahr in Luckenwalde registriert. Quelle: Waltraud Grubitzsch, dpa-Zentralbild
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Luckenwalde

Die Zahl der neu geborenen Erdenbürger in der Stadt Luckenwalde ist seit zehn Jahren konstant bis steigend, der Anteil der ausländischen Babys höher geworden. Das geht aus einer Präsentation hervor, die Christian von Faber aus dem Stadtplanungsamt auf Anfrage des CDU-Stadtverordneten Sven Petke erstellt hat.

Sven Petke wollte wissen, wie viele Geburten in Luckenwalde seit dem Jahr 2008 jährlich registriert wurden und welche Staatsbürgerschaft die Mädchen und Jungen jeweils hatten. „Im Luckenwalder Standesamt werden viele Geburten aus der Region bis Jüterbog und Luckau registriert, weil Kinder aus der ganzen Region im Luckenwalder Krankenhaus geboren werden, die dann aber oftmals nicht mehr hier wohnen“, gab von Faber zu bedenken.

127 neue Erdenbürger im Jahr 2008

Deshalb wurden für die Luckenwalder Statistik jeweils zum Jahresende die Kleinkinder im Alter unter einem Jahr herangezogen, die mit Hauptwohnsitz in Luckenwalde gemeldet sind.

Lebten in der Stadt Luckenwalde im Jahr 2008 insgesamt 127 Babys, so waren es zwei Jahre später 122 und im Jahr 2014 schon 166.

2015 wurden 161 Neugeborene registriert, 207 Babys im Jahr 2016 und 192 im vergangenen Jahr. Nach einer Hochrechnung der bisher geborenen Kinder schätzt man zum Ende dieses Jahres die Zahl auf 163.

Viele aus Syrien oder der Russischen Föderation

Der Anteil internationaler Geburten ist laut von Faber im Vergleich zum vorigen Jahrzehnt deutlich gestiegen. War der Anteil der in Luckenwalde gemeldeten nichtdeutschen Neugeborenen in den Jahren 2008 und 2009 mit 0,8 Prozent noch verschwindend gering, so lag er im Jahr 2013 bei 6,5 Prozent.

144 deutschen Neugeborenen standen damals zehn ausländische gegenüber – davon fünf aus der Russischen Föderation, jeweils zwei aus Afghanistan und Vietnam und eins aus Somalia.

Im Jahr 2014 machten nichtdeutsche Nationalitäten 4,2 Prozent der Gesamtgeburten aus und im Jahr 2015 schon 8,7 Prozent. Die meisten von ihnen, jeweils vier, haben die syrische oder russische Nationalität.

38 internationale Geburten

Am höchsten war der Ausländeranteil im Jahr 2016. 18,4 Prozent, also fast jedes fünfte Baby, stammte nicht aus Deutschland. Das waren 38 Geburten (zu 169 deutschen). Allein 13 Babys hatten syrische Eltern. Weiterhin waren unter anderem die Russische Föderation, Somalia und Eritrea vertreten.

192 neugeborene Luckenwalder wurden im vergangenen Jahr registriert, davon 167 deutsche. Die Eltern der 25 fremdländischen Babys stammen unter anderem aus Syrien (16) und der Russischen Föderation (3), aber auch aus Afghanistan, Bosnien, Kenia und Somalia. Bei zwei Geburten ist das Heimatland ungeklärt.

Die ausländischen Babys machen insgesamt für das vergangene Jahr einen Anteil von 13 Prozent der Mädchen und Jungen aus. Für dieses Jahr wird ein ähnlich hoher Anteil an anderen Nationalitäten prognostiziert.

Mädchen in der Überzahl

Auffällig in der Statistik: Das „schwache“ Geschlecht in der jüngsten Generation ist eindeutig in der Überzahl. „Unter allen Kindern sind 1,7 Prozent mehr Mädchen als Jungen gemeldet“, teilt Christian von Faber mit. Unter den deutschen Kindern waren es rund ein Prozent mehr weibliche als männliche Geburten. „Bei den ausländischen Kindern waren 10,08 Prozent mehr Mädchen als Jungen registriert“, erklärte von Faber.

Von Elinor Wenke