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13:21 21.10.2013
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Luckenwalde

Mit dabei waren am Sonnabend Sängerin Jasmin Shaudeen sowie die Pianistin Corinna Söller und Cellist Uwe Christian Müller. Zu hören waren ausdrucksstarke Interpretationen – mal energiegeladen, mal zerbrechlich, aber immer emotional. „Songs of Lemuria“ bauen Brücken zwischen Klassik und Moderne, zwischen der Melancholie des Chansons und der Euphorie der sogenannten Goldenen Zwanzigerjahre. Ihre aktuelle Auftrittsreise widmen die Künstler ihrer in diesem Jahr verstorbenen Bandgründerin Michaela Laubach.

Page, der in Zossen geboren wurde und in Blankenfelde aufwuchs, hatte 1987 mit einem Schulfreund die „Blind Passengers“ gegründet. Ihr Vorbild war „Depeche Mode“. Doch zu DDR-Zeiten war es schwierig, ordentliche Instrumente zu bekommen, sodass das Nachspielen schwerfiel. Nach der Wende änderte sich das. Ihre Single „Walking To Heaven“ wird bis heute im Radio rauf und runter gespielt. Die beiden werden Berufsmusiker. 2005 lösen sie ihre Band auf. Nik Page, geprägt durch die Elektro-Pop-Szene der 1980er Jahre, geht seitdem als Solokünstler auf Tour.

Vor vier Jahren stand er schon einmal auf der Studiobühne des Luckenwalder Stadttheaters. Damals schon standen dieselben roten Sessel auf der Bühne, die gut in einen Science-Fiction-Film passen würden. Für die Mitarbeiter hinter den Kulissen des Stadttheaters bedeutete der Auftritt viel Arbeit in kurzer Zeit. „Noch am Donnerstag stand Stefanie Hertel auf der Bühne. Uns blieb für den Umbau nur ein Tag Zeit“, berichtet Bühnenmeister Peter Migulla. Der Wechsel zwischen dem Volksmusik-Star zum extrovertierten Ensemble um Page war ein Kraftakt – vor allem, weil der schweren Flügel auf die 60 Zentimeter hohe Bühne zu hieven war – und gelang professionell. Die Besucher merkten davon nichts. Sie erlebten einen Abend, der geprägt war von Neuinterpretationen diverser berühmter Titel, die zwar aus Heavy-Metal, Punk, Pop oder Rock stammen, nun aber in einem völlig neuen, eher klassischen Klangkleid daherkamen.

„Mir hat die Sängerin am besten gefallen“, sagte Günther Clausing aus Halle und ergänzte: „Allerdings hatten die Musiker bei den Moll-Tönen trotz ihrer starken Stimmen ganz schön zu kämpfen. Vielleicht habe ich das auch nur so empfunden, weil ich direkt am Lautsprecher saß.“ Jana Koenig aus Luckenwalde war zum ersten Mal auf der Studiobühne – abgetrennt vom Hauptsaal – und begeistert. „Ich bin ja öfter mal im Stadttheater. Aber die Studiobühne gefällt mir noch besser. Es ist ein tolles Ambiente“, lobte sie. Helga Thiel besucht sonst vor allem Klassikkonzerte. „Ich wusste, was mich erwartet und wurde nicht enttäuscht“, so die Luckenwalderin. Andreas Kubasch hat sich hingegen überraschen lassen. „Einige Titel haben mir sehr gut gefallen. Meiner Ansicht nach sollte die Studiobühne viel öfter genutzt werden“, lautete sein Fazit.

Von Margrit Hahn

Termine im Stadttheater Luckenwalde

26. Oktober: Der Popchor TF präsentiert „Back to the Roots!“ um 15 und 20 Uhr. Der Chor konzentriert sich dieses Mal voll auf Chorgesang, ohne Tänzer, Pyrotechnik und anderen Schnickschnack. Karten dafür sind noch erhältlich.

8. November: Mit dem Buch „Mit dir möchte ich nicht verheiratet sein“ tritt das Duo „Herbert & Herbert“ um 19 Uhr auf. Die beiden Herberts alias Jaecki Schwarz und Wolfgang Winkler sind als Schauspieler aus 50 „Polizeirufen“ bekannt und werden einiges in ihrer freundlich-frozzeligen Art zum Besten geben.

12. November: „Loriot – Best of“ heißt es um 19 Uhr im Theatersaal. Die Uckermärkischen Bühnen Schwedt zeigen das Beste aus den heiteren Werken von Vicco von Bülow. Dazu gehört auch die Begegnung zweier nackter Herren in der Badewanne.

Das Programm finden Sie hier.

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