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Luckenwalde Umtrunk an der Bushaltestelle
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde Umtrunk an der Bushaltestelle
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15:32 06.01.2019
Hoch die Tassen! Die Ahrensdorfer trafen sich wieder zum Neujahrspunsch an der Bushaltestelle mitten im Ort. Quelle: Hartmut F. Reck
Ahrensdorf

Pünktlich um 10 Uhr trafen sich am Sonntagmorgen rund 30 Ahrensdorfer an der Bushaltestelle mitten in ihrem Ort. Es ging aber nicht darum, dass sie den Bus nicht verpassen wollten, sondern darum, gemeinsam auf das Neue Jahr anzustoßen. Seit 23 Jahren ist es guter Brauch, dass sich die Dorfbewohner zum Neujahrspunsch treffen. Anfangs war es immer am Luch, dem kleinen See am Ortsrand. Dort traf man sich am Neujahrstag ebenfalls schon um 10 Uhr. Das hatte den Vorteil, dass man bei klirrender Kälte dort Eisstockschießen spielen konnte, aber den Nachteil, dass der Wind zu stark pfiff.

Also wechselte man ins Ortszentrum. Am Rande des Angers steht die Bushaltestelle. Sie bietet für die Kochplatten eine Überdachung. Zudem schützt sie etwas vor dem Wind, und Strom gibt es auch. „Außerdem steht dort der Weihnachtsbaum“, sagte der ehemalige Ortsvorsteher und inzwischen zum Bürgermeister von Nuthe-Urstromtal gewählte Stefan Scheddin (parteilos). Und nicht nur der! Auch zwei als Weihnachtsmann dekorierte Heuballen verzieren die Ortsmitte.

Ausklang und Übergang zum Alltag

Scheddin war es auch, der vor vier Jahren das traditionelle Treffen auf den ersten Sonntag nach dem Jahreswechsel verlegte. Denn oft lagen um diese Tageszeit noch viele im Bett und ruhten sich noch von der vorangegangenen Silvesterparty aus, erinnert sich Manuel Jähring, der diesen Neujahrspunsch seinerzeit ins Leben gerufen hatte. So ist es nun ein Ausklang der Weihnachts- und Silvesterfeiern und ein beschaulicher Übergang in den Alltag.

So auch für Ina Hahn. Die gebürtige Ahrensdorferin wohnt und arbeitet inzwischen in Friedrichshafen, verbringt aber den Jahreswechsel immer bei ihren Eltern. „Ich wohne zwar am Bodensee“, sagt sie, „aber Weihnachten verbringe ich bei der Familie und lasse mir auch nie den Neujahrspunsch entgehen. Heute Abend geht es zurück nach Friedrichshafen.“ So trifft sie auch alle ihre Freunde und Bekannten wieder, ohne an jede Haustür klopfen zu müssen.

Alte und neue Bekanntschaften

Das Treffen an der Bushaltestelle ist nicht nur dazu geeignet, alte Bekanntschaften zu pflegen, sondern auch neue zu machen. So wärmt sich auch Wolfgang Eitel an der warmen Punschtasse. Er ist erst im September nach Ahrensdorf gezogen und fühlt sich schon von der Dorfgemeinschaft gut aufgenommen.

Zugleich ist der Neujahrspunsch der Abschluss eines ereignisreichen Wochenendes in dem Dorf. Am Freitagabend ließ sich die Frauenrunde von einer Gitarristin in die Geschichte der Gitarre einführen, und am Sonnabend wurde bei der Treibjagd der Jagdgenossen und der Jäger ein Keiler geschossen, berichtete Ines Kornack von der Frauenrunde.

Sascha Schmidt (Mitte) verteilt den Neujahrspunsch kellenweise an die Dorfbewohner. Quelle: Hartmut F. Reck

Währenddessen füllte Sascha Schmidt den Kochtopf wieder mit Glühwein, Kirschen, Heidelbeeren und Zimt auf, der dem Punsch die besondere Note gibt. Man konnte den Punsch pur trinken, oder mit einem Schuss Rum oder Amaretto strecken. Aber auch der süße Kakao erfreute sich großer Beliebtheit. Denn auch er ist mit oder ohne Schuss zu genießen.

Von Hartmut F. Reck

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