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Luckenwalde Auftakt zum Energiesparprojekt
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde Auftakt zum Energiesparprojekt
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14:20 27.09.2019
Jede Schule erhielt von den städtischen Betriebswerken eine Mitmachprämie in Höhe von 200 Euro. Quelle: Margrit Hahn
Luckenwalde

Mit Beginn der Heizperiode starten die vier städtischen Schulen in Luckenwalde mit dem Energiesparprojekt. Davon erhoffen sich Schulen und Stadtverwaltung dauerhafte Energieeinsparungen sowie ein aufmerksameres Verhalten in Sachen Heizung, Belüftung und Beleuchtung. Die drei Luckenwalder Grundschulen und die Oberschule werden dabei vom Unabhängigen Institut für Umweltfragen (UfU) aus Berlin angeleitet.

Projekt läuft bis Sommer 2021

An der Auftaktveranstaltung am Donnerstag in der Goldenen 33 nahmen die Arndtschule, die Friedrich-Ebert-Schule und die Oberschule teil. Die Friedrich-Ludwig-Jahn-Grundschule war nicht dabei, weil kein Lehrer als Begleitperson zur Verfügung stand.

Christian Buddeweg (l.) überreicht den Scheck an Viert- und Fünftklässer der Luckenwalder Ebert-Grundschule. Quelle: Margrit Hahn

Das Projekt läuft über vier Heizperioden vom Winter 2017 bis zum Sommer 2021. Christian von Faber vom Stadtplanungsamt, der dieses Projekt initiierte, berichtete über die bisher erzielten Ergebnisse: „Zwei Schuljahre liegen jetzt hinter uns, in denen auf Energiesparen geachtet wurde.“

Er ermittelte, dass die Arndtschule im Schnitt so viel Wärme im Jahr verbraucht wie neun bis zehn Einfamilienhäuser. Für ein Haus werden durchschnittlich 24.000 Kilowattstunden im Jahr veranschlagt.

800 Euro eingespart

Im Vergleich zu den Vorjahren sei der Verbrauch an der Arndtschule gestiegen. Dass liege daran, dass es mehr Schüler geworden sind. Christian von Faber hat die Zahlen hochgerechnet und kam dabei zu dem Ergebnis, dass sich der Stromverbrauch pro Kopf um ein Drittel verringert hat.

Das bedeutete im vergangenen Jahr für die Stadt eine Einsparung von 800 Euro. Allerdings hat die Stadt selbst auch einen Anteil daran, denn sie hat in der Arndtschule alte Lampen durch moderne LED-Lampen ersetzt.

Tilman Abresch vom UfU (r.) stellt den Schülern Quizfragen. Quelle: Margrit Hahn

In der Friedrich-Ebert-Schule ist laut von Faber der Stromverbrauch zurückgegangen, ohne dass ein Austausch der Lampen erfolgte. „Es wurde Strom eingespart und die Stadt musste 300 Euro weniger zahlen“, stellt Christian von Faber erfreut fest.

Auch im Schulkomplex Jahnstraße haben sich die Bemühungen gelohnt. Dort wurden fünf Prozent weniger Strom verbraucht.

Umdenken und Umbauen in den Schulen:

Künftig sollen die Schüler die Wärme in den Unterrichtsräumen selbst regulieren können. Während dies in der Arndtschule bereits möglich ist, werden die Voraussetzungen dafür in der Ebert-Grundschule derzeit geschaffen. Im Obergeschoss wurde damit begonnen, die Ventile so zu regeln, dass die Schüler selbst Einfluss nehmen können.

Scheckübergabe an Schüler der Arndtschule. Quelle: Margrit Hahn

Die Städtischen Betriebswerke Luckenwalde unterstützen das Projekt finanziell. Geschäftsführer Christian Buddeweg betonte, wie wichtig es sei, aktiv Energie zu sparen und damit zu den Weltklimazielen beizutragen. 2038 soll es keine Kohlekraftfwerke mehr geben und die Atomkraftwerke werden in den kommenden Jahren ebenfalls außer Betrieb gesetzt.

Deshalb sei es wichtig, auf erneuerbare Energien wie Windkrafträder und Photovoltaikanlagen zu setzen. „Es dürfen keine Ressourcen verschwendet werden, weder zu Hause noch in der Schule“, so Buddeweg. Er lud die Schüler zu einem Besuch in die Stadtwerke ein, damit sie sich vor Ort anschauen können, wie Strom und Wärme produziert werden.

Quiz zum Thema Umwelt

Florian Kliche und Tilmann Abresch vom UfU hatten für die Schüler verschiedene Aktionen vorbereitet. Unter anderem ein Quiz, bei dem sie erraten sollten, wie lange man mit einer Badewannenfüllung duschen könnte oder wie oft man am Tag lüften sollte.

Bei letztgenannter Frage meldete sich Lennert Karger von der Ebert-Schule. Seiner Ansicht nach komme es darauf an, wie groß der Raum ist, wie viele Menschen sich darin aufhalten und ob es draußen warm oder kalt ist. Der Elfjährige findet das Projekt gut. „Ich bin zum ersten Mal dabei und achte auch zu Hause darauf, dass Energie eingespart wird“, sagt Lennert Karger.

Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und ist Bestandteil der Nationalen Klimaschutzinitiative.

Von Margrit Hahn

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