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Luckenwalde Die Wirtschaft kürt ihre Besten
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde Die Wirtschaft kürt ihre Besten
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18:16 10.11.2019
pdw2019_6177.jpg Gruppenbild der Sieger 2019 mit der Jury Quelle: Gerald Bornschein
Luckenwalde

Die Bühne war geschmückt, die Präsentatoren feierlich gekleidet, der Saal voll: Die Verleihung des Wirtschaftspreises Teltow-Fläming hatte am Freitagabend einen angemessenen Rahmen gefunden. Und auch das Feld der Nominierten und Ausgezeichneten konnte sich sehen lassen.

Seit April diesen Jahres konnten kleine und mittlere Unternehmen nominiert werden oder sich selbst bewerben. Von 84 Nominierten entschlossen sich 21 Betriebe für eine Bewerbung. Die zehnköpfige Jury besuchte anschließend alle Bewerber und entschied danach über die Preise.

Die wurden am Freitagabend in der neu eingerichteten Präsenzstelle der Brandenburger Hochschulen im Luckenwalder Gewerbehof verliehen. Die Organisatoren Vilma Trempler von der Kreishandwerkerschaft und Katharina Fichtner vom Regionalcenter der IHK hatten die Fabrikhalle festlich umgestaltet. Landrätin Kornelia Wehlan bedankte sich bei ihnen für die „würdevolle und leidenschaftliche Kulisse“ und begrüßte die aus dem polnischen Partnerkreis Gniezno angereisten Gäste.

Autocenter erhält Preis für gelungene Nachfolgeregelung

Als erstes wurde der „Preis der jungen Wirtschaft“ verliehen, er ging an die Auto-Center-Lange GmbH verliehen. Rainer und Birgit Lange nahmen den Pokal aus den Händen von Kreissprecherin Melanie Dahlke und Ressortleiter Robert Weise-Prüß entgegen. Die Laudatoren würdigten die konstante Fachkräftesicherung und eine gelungene Nachfolgeregelung im Unternehmen. Der Preis ist mit einer einjährigen Ehrenmitgliedschaft bei den Wirtschaftsjunioren verbunden, die die neue Generation wahrnehmen wird.

Die Organisatorinnen Katharina Fichtner (links) und Vilma Trempler Quelle: Gerald Bornschein

Über den Sonderpreis „Tradition und Zukunft” freute sich Bäckermeister Stephan Sembritzki von der Merzdorfer Landbrotbäckerei. Laudator Dietmar Koske von der Investitionsbank hob die traditionellen Rezepte und Vertriebswege des Familienunternehmens hervor, die genauso wie die „Investitionen in eine neue energetisch sinnvolle Zukunft“ zum Erfolg beitragen. Stephan Sembritzki hat auch schon neue Ideen: Er will künftig mehr Regionales verarbeiten. Als neues Produkt steht „Baruther Käsekuchen“ auf der Agenda.

Trebbiner Firma für gute Personalpolitik ausgezeichnet

Sieger in der Kategorie „Industrie und Gewerbe“ wurde die Öl und Filter Vertriebsgesellschaft aus Trebbin. Die Laudatoren lobten das Familienunternehmen für seine Weitsicht im Generationenwechsel und in der Personalpolitik sowie für die zukunftsfähigen Investitionen. Erfreut nahmen Geschäftsführer Claus Woywod und Matthias Bauch Glückwünsche, Urkunde und Pokal entgegen. Die Sieger, die vom eigenen Erfolg überrascht wurden, zeigten sich hocherfreut. Es sei ein schönes Gefühl, nicht wie beim Kicker Cup nur Zweiter zu sein, sagte Matthias Bauch.

In der Kategorie „Handwerk“ siegte die ESL Elektroservice Ludwigsfelde. Sie erhielt den Preis unter anderem für ihre ständige Investition in die Mitarbeiter über Aus- und Weiterbildung, für die erfolgreiche Beschäftigung ausländischer Fachkräfte und das weitere Engagement am Standort Ludwigsfelde. Geschäftsführer Gerhard Ritz sagte, der Preis sei eine gute Motivation, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Das Unternehmen war das erste, das den Preis zum zweiten Mal gewann.

Ausbau der Hochschulpräsenzstelle beginnt am Montag

Zum Abschluss wurden alle Bewerber auf die Bühne gebeten, um auch ihnen öffentlich Anerkennung auszusprechen. Beim anschließenden Büffet konnten sich Teilnehmer, Juroren und Gäste austauschen.

Über so viel Geschäftigkeit würde sich die Hochschulpräsenzstelle auch künftig freuen. Luckenwaldes Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide und der Vizepräsident der Technischen Hochschule Wildau, Klaus-Martin Melzer, hoffen darauf. „Es ist ein Glück, dass wir als Kleinstadt eine Hochschulpräsenzstelle haben“, sagte die Bürgermeisterin. Die Stadtverordneten unterstützen das Projekt, in dem sie auf die jährlichen Mieteinnahmen verzichten.

Dank der flexiblen Herangehensweise des Brandenburger Wissenschaftsministeriums sei die unorthodoxe Ausgestaltung möglich. Auch für Klaus-Martin Melzer ist die gemeinsam mit der Stadt und der Fachhochschule Potsdam geplante Plattform eine komplette Neuentwicklung. Er lud alle Interessengruppen ein, neue Dinge auszuprobieren und Technologien erfahrbar zu machen.

Am Montag starten die erforderlichen Umbauten in der Werkhalle, die extra für die Preisverleihung aufgeschoben wurden.

Von Gerald Bornschein

Als Höhepunkt der Wirtschaftswoche Teltow-Fläming ist am Freitagabend der diesjährige Preis der Wirtschaft Teltow-Fläming an Unternehmen aus der Region verliehen worden.

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