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Luckenwalde Wünsche der Kinder werden Wirklichkeit
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11:32 25.12.2019
Die Sterntaler-Familie Hatscher in Luckenwalde: Melanie Hatscher, Lennardt, Luis, Katie, Jannik, Justin und Volker Sorge (v.l.). Quelle: Elinor Wenke
Luckenwalde

Ganz brav und wie die Orgelpfeifen saßen die Kinder der Luckenwalder Sterntaler-Familie Hatscher einen Tag vor Heiligabend vor ihrem Weihnachtsbaum und warteten auf die Weihnachts-Bescherung, die die MAZ angekündigt hatte. Papa Volker Sorge und Justin (18), der älteste Sohn, halfen indes noch beim Reintragen der verpackten Geschenke.

Vor dem Weihnachtsbaum: Justin, Luis, Katie, Lennardt und Jannik (vl.l.). Quelle: Elinor Wenke

Ohne die Sterntaler-Aktion hätte der Gabentisch recht dürftig ausgesehen, denn das Einkommen der siebenköpfigen Familie, zu der auch behinderte Kinder gehören, reicht nur für das Nötigste; an große Geschenke ist da nicht zu denken. Dass Träume ihrer Wunschliste erfüllt werden, wussten die Kinder. Dass dabei kein Wunsch offen blieb, konnten sie nicht ahnen. Staunend reihten sie die großen und kleinen Päckchen aneinander. Als dann das Signal zum Auspacken kam, gab es kein Halten mehr.

Die Sterntaler-Familie Hatscher beim Auspacken. Quelle: Elinor Wenke

Justin konnte es kaum fassen, dass er seine gewünschte Playstation bekam. Der Koch-Azubi im dritten Lehrjahr muss die Hälfte seines Lehrlingsgeldes für ein Mietzimmer in Wildenbruch berappen. „Niemals hätten wir uns diese Technik leisten können“, sagte er und freut sich auf die willkommene Abwechslung für die Freizeit.

Wie ein Schneekönig freute sich die vierjährige Katie über ein Puzzle der „Eiskönigin“ und ein wieherndes Steckenpferd, während Luis, der Fünfjährige, seine Winterjacke mit dem Feuerwehrmann „Sam“ anprobierte. Die Polizeistation und weitere Spielsachen von Playmobil waren die Renner für die Zwillinge Jannik und Lennardt. Jannik schraubte gemeinsam mit Patchwork-Papa Volker Sorge das Polizeiauto zusammen.

Offenbar als Protest gegen den Polizeieinsatz beim G20-Treffen in Hamburg haben Unbekannte in der Nacht zu Montag Farbe vor eine Außenstelle des Polizeireviers Dresden-West in Pieschen gekippt. Quelle: Roland Halkasch

Auch die Erwachsenen gingen nicht leer aus. Das schwerste Geschenk war eine Mikrowelle, die das alte Gerät ablösen soll, das nur noch mit Ach und Krach funktioniert. Geliefert wird in den nächsten Tagen noch ein nagelneuer Wäschetrockner, den die Familie dringend gebrauchen kann. „Fünf mal in der Woche wasche ich mindestens zwei Maschinen voll“, berichtet die fünffache Mutter Melanie Hatscher. Gerade in der nassen Jahreszeit war das Trocknen bisher ein Problem.

Die Kinder beim Auspacken. Quelle: Elinor Wenke

Auf seinen voll ausgestatteten Werkstattwagen darf sich Volker Sorge noch freuen. „Dann kann ich endlich anfangen zu bauen“, sagt der 31-Jährige. Den alten, geräumigen Familien-Transporter will er dann mit etwas mehr Komfort ausstatten.

Auch der Weihnachtsbaum ist eine Spende – von der Luckenwalder Firma Bär und Ollenroth, bei der Volker Sorge als ehrenamtlicher DRK-Helfer im Einsatz war. Geschmückt haben ihn die Kinder zwei Tage vor Heiligabend ganz allein – und kunterbunt bestückt.

Von Elinor Wenke

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