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Luckenwalde Offene Türen im E-Werk
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16:04 14.07.2019
Viele Gäste zog es am Samstag ins E-Werk, in dem ab dem 14. September die erste Ausstellung gezeigt wird. Quelle: Angelina-Juliett Tenschert
Luckenwalde

Am Samstag öffnete das alte E-Werk in Luckenwalde seine Türen für die Öffentlichkeit. Was einst ein Kohlekraftwerk gewesen war, wird schon bald in einem ganz neuen Glanz erstrahlen. Die beiden Inhaber Pablo Wendel und Helen Turner, die dort bereits seit eineinhalb Jahren renovieren und restaurieren, haben große Pläne, die sie am Wochenende vielen interessierten Gästen vorstellten. Die Vision der beiden ist es, das Kohlekraftwerk als nachhaltiges Kunststromkraftwerk zu reaktivieren. Außerdem soll sich das E-Werk als Ort für transdisziplinäre Projektarbeit und zeitgenössische Kunst etablieren.

Erdgeschoss soll Galerie werden

Geplant ist, das Erdgeschoss als Galerie zu nutzen und dort internationale Kunst auszustellen. „Da Helen aus England kommt und der Brexit ein sehr aktuelles Thema ist, setzten wir auf diese Art unser Statement“, sagt Pablo Wendel. „Deswegen fokussieren wir uns mehr auf internationalen Kunstaustausch als auf einen lokalen Austausch. Kunst bringt uns international zusammen, und zusammen kommen wir weiter.“ Auch seine Partnerin und Kuratorin Helen Turner sieht einen wichtigen Auftrag in ihrer für verschiedene Länder geöffneten Arbeit: „Wir wollen Internationales nach Luckenwalde bringen.“

Der Keller des geschichtsträchtigen Gebäudes ist für Werkstätten vorgesehen, im ersten und zweiten Stock sollen Ateliers für Künstler untergebracht werden.

Helen Turner und Pablo Wendel haben große Pläne mit dem E-Werk. Quelle: Angelina-Juliett Tenschert

Eine Führung für die Gäste am Samstag startete in einem der zukünftigen Ausstellungsräume. „Ich freue mich, dass Sie so zahlreich erschienen sind“, betonte Wendel und übergab dann das Wort an Turner. Diese bedankte sich bei allen Unterstützern, die bei dem staatenübergreifenden Programm zur Renovierung und zum Aufbau geholfen hatten.

Eröffnung ist am 14. September

Der Höhepunkt des Rundgangs war die Reaktivierung der Braunkohlemaschinen. In den vergangenen eineinhalb Jahren wurde intensiv und mühevoll daran gearbeitet, die seit über 30 Jahren nicht mehr aktiven Maschinen wiederherzustellen und wieder zum Laufen zu bringen. Hierbei hatte das Team Hilfe von Zeitzeugen und ehemaligen Arbeitern des Kraftwerks, von denen sich auch einige unter den Besuchern wiederfanden.

Das erste halbjährige Kunstprojekt, mit dem das neue E-Werk am 14. September eröffnet, trägt den Titel „Kunststrom“ und ist bis März 2020 zu sehen. Sie beinhaltet die Erzeugung und Bereitstellung von Kunststrom, eine Soloausstellung des Künstlers Nicolas Deshayes mit funktionalen Heizkörperskulpturen, eine Auftragsarbeit von Lucy Joyce, welche sich mit der Geschichte und Zukunft des Gebäudes auseinandersetzt sowie architektonische Arbeiten von Masterstudenten der Universität der Künste Berlin. Geplant ist außerdem ein Live – Performance – Programm in Zusammenarbeit mit dem Londoner „Festival Block Universe“.

„Ich finde es cool, dass es solche Aktionen in Luckenwalde gibt, bei dem Leute aus aller Welt zusammenkommen.“, sagt der kunstinteressierte Christian Schulze, der sich schon auf die offizielle Eröffnung freut.

Von Angelina-Juliett Tenschert

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