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Luckenwalde Dokumentarfilm über den Boulevard
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15:02 16.07.2019
Die Journalisten Ulrich Stewen (l.) und Barbara Geier beim Interview auf dem Luckenwalder Boulevard. Quelle: Elinor Wenke
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Luckenwalde

Luckenwalde. Wann immer in der Luckenwalder Fußgängerzone gebuddelt und gewerkelt oder etwas Neues installiert wird, sind zwei Leute mit Kamera und Mikrofon unterwegs, um alles in Bild und Ton festzuhalten. Ulrich Stewen und Barbara Geier aus Hennickendorf drehen im Auftrag der Stadt einen Dokumentarfilm über die Sanierung des Luckenwalder Boulevards.

Und die ist ziemlich langwierig. „Seit 2015 sind wir dafür in Aktion“, sagt Ulrich Stewen. Da wurde mit dem ersten Bauabschnitt am nördlichen Ende des Boulevards begonnen. Die Fußgängerzone wird für mehr als zwei Millionen Euro saniert. Die Arbeiten waren äußerst aufwendig, da unterirdisch sämtliche Leitungen erneuert wurden.

Jahrelang als Journalisten tätig

Die beiden Hennickendorfer waren jahrelang als Journalisten für Print, Hörfunk und Fernsehen tätig und genießen jetzt ihren Ruhestand, der eher ein kreativer Unruhestand ist. „Wir sind gern dabei, wenn etwas Neues entsteht“, sagt Barbara Geier, „neben der professionellen Arbeit lernen wir auch immer noch was dazu und neue Leute kennen.“ Während Ulrich Stewen die Kamera zurechtrückt und die Interviewfragen stellt, postiert sich seine Frau mit dem Teleskop-Mikrofon. Stewen hatte vor Jahren noch eine Kameramann-Ausbildung absolviert.

Die beiden nahmen an Baustellenbesprechungen teil und wurden von Planer Markus Blümner und dem Stadtplanungsamt immer auf dem Laufenden gehalten. So beleuchtete das Ehepaar Baugruben und neue Leitungen, Baumfällungen und Baumpflanzungen, Abriss und Neubau.

Kariedeljungs begleitet

Sie waren dabei, als die beliebten, restaurierten Kariedeljungs wieder auf ihren Sockel gehievt wurden, als der alte Büchsenbrunnen frisch poliert an Ort und Stelle kam und die einst lädierte Murmelbahn unter Aufsicht der Potsdamer Künstlerin Alice Bahra wieder installiert wurde.

Und auch, als der 80-jährige Künstler Manfred Stenzel kürzlich nach Luckenwalde kam, als sein restauriertes drehbares Figuren-Puzzle aus dem Jahr 1988 wieder aufgebaut wurde, waren Barbara Geier und Ulrich Stewen als Drehstab zur Stelle.

Zeitaufwendige Arbeit

Die Filmaufnahmen sind oftmals aufwendig und langwierig und werden am Ende zu wenigen Minuten zusammengeschnitten. „Nach dem ersten Bauabschnitt gab es den ersten Zwischenfilm; nach dem Sanierungsende gibt es einen Abschlussfilm“, sagt Stewen. Und so viel sei verraten: Auch das neue Domizil der MAZ auf dem Boulevard spielt dabei im wahrsten Sinne eine Rolle.

Wenn der sanierte Boulevard am 17. August der Öffentlichkeit übergeben wird, werden die Filme in einer Dauerschleife in einem der leer stehenden Geschäfte in der Fußgängerzone laufen.

Von Elinor Wenke

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