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Luckenwalde Das sind die Folgen des neuen Schülerverkehrs
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde Das sind die Folgen des neuen Schülerverkehrs
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20:41 15.02.2019
Mehr als 2600 Schüler wären bei der geplanten Satzungsänderung mehr zu transportieren als bisher. Quelle: Franziska Kraufmann/dpa
Luckenwalde

Zwölf Mal um die Erde: So weit ist die Strecke, die Busse in Teltow-Fläming jedes Jahr zusätzlich fahren müssten, wenn die Satzung über die Schülerbeförderung geändert würde. Die Verkehrsgesellschaft Teltow-Fläming (VTF) hat in dieser Woche auf die Diskussion im Kreis reagiert.

Eine Wertung über die angestrebte Verringerung der Mindestentfernungen zwischen Wohn- und Schulort erlaubte sich VTF-Verkehrsplaner Dirk Müller zwar nicht – doch die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Wohl über 2600 Schüler mehr hätten mit den vorgeschlagenen neuen Mindestentfernung einen Anspruch auf kostenlose Beförderung.

Dirk Müller ist beim VTF für die Verkehrsplanung zuständig. Quelle: Margrit Hahn

„Wir gehen davon aus, dass wir 400 Schüler durch bestehende Fahrten aufnehmen können“, sagte Müller. Darüber hinaus müssten neue Busse angeschafft werden. Die Kosten: knapp acht Millionen Euro für 18 neue Standard- und zehn neue Gelenkbusse.

Die viele neue Busfahrer dafür nötig wären, lässt Müller außen vor. Die VTF hat ohnehin seit mehreren Jahren Probleme bei der Suche nach neuem Personal. „Wir schätzen außerdem, dass wir rund 500.000 Kilometer mehr im Jahr fahren würden“, sagte Dirk Müller. Die Betriebskosten dafür schätzt er auf über eine Million Euro pro Jahr.

Landrätin warnt: „Keine Schnellschüsse“

Die Kreisverwaltung empfiehlt deshalb zunächst eine Machbarkeitsstudie zum Thema Schülerbeförderung in Teltow-Fläming (die MAZ berichtete). Sie soll unter anderen verschiedene neue Mindestentfernungen prüfen. Sie soll auch klären, welche Auswirkungen das auf die Anpassung der Fahrpläne, auf die Vereinbarkeit mit den Unterrichtszeiten und das vorhandene Netz an Haltestellen haben würde.

„Bei einem so komplexen Thema sollten wir keine Schnellschüsse machen“, sagte Landrätin Kornelia Wehlan (Die Linke).

Städte müssten Schulbezirkssatzungen ändern

Wie komplex das Thema ist, zeigen Beispiele der Grundschulen: „Würde der Radius von zwei auf einen Kilometer herabgesetzt, müssten plötzlich alle Schüler aus dem gesamten Ortskern von Zossen transportiert werden“, sagte Müller.

Weil sich die Einzugsgebiete der Grundschulen überschneiden, müssten dann auch die kommunalen Satzungen der Schulbezirke überarbeitet werden. „Denn die Kinder aus den betroffenen Bereichen könnten dann sowohl in die eine als auch in die andere Schule befördert werden“, erklärt Müller. Auch Ludwigsfelde und Luckenwalde würde dasselbe Problem erwarten.

Von Victoria Barnack

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