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Luckenwalde Nach Fällungen: Wald bekommt Lärmschutz-Funktion
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde Nach Fällungen: Wald bekommt Lärmschutz-Funktion
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09:39 28.06.2019
Baumfällungen sorgten im Lehmhufenweg und im Grünen Weg zuletzt für Ärger. Quelle: Victoria Barnack
Luckenwalde

Die Bäume auf dem ehemaligen Schießplatzgelände zwischen dem Lehmhufenweg und dem Grünen Weg in Luckenwalde werden offiziell zum Klimaschutzwald. Das geht aus einer Anfrage des Kreis- und Landtagsabgeordneten Carsten Preuß (Linke) hervor.

Im März waren auf dem Naturschutzareal Bäume gefällt worden. Anwohner zeigten sich schockiert über das Vorgehen des Besitzers. Denn als die neue B 101 geplant wurde, versprach man den Anwohnern, dass der Wald als Schallschutz auf jeden Fall erhalten bleiben würde.

Im März war ein Harvester im dem Waldgebiet zu Gange. Quelle: Margrit Hahn

Die Anwohner schalteten daraufhin die Untere Naturschutzbehörde ein und sorgten dafür, dass die Abholzung kurzfristig gestoppt wurde.

Vom lokalen Klimaschutzwald zum Lärmschutzwald aufgestuft

Nun erklärte die zuständige Forstbehörde den Wald zwischen Lehmhufenweg und Grünem Weg offiziell zum sogenannten „Lärmschutzwald“.

Die Änderung soll mit der Fortschreibung der Waldfunktionen zum Stichtag 1. Januar 2020 im Geoportal online eingestellt werden, heißt es. Bisher hat die Fläche östlich der neuen Bundesstraße lediglich eine Funktion als lokaler Klima- und Immissionsschutzwald.

Mehr als Sichtschutz: Der Wald den Lärm der B101-Umfahrung vom Wohngebiet fernhalten. Quelle: Victoria Barnack

Die neue Einstufung dürfte für die Anwohner allerdings nur ein Teilerfolg sein. Denn mit ihr sind keine Auflagen für den Besitzer verbunden, sondern lediglich Hinweise, wie der Wald funktionsgerecht bewirtschaftet werden sollte. Bindend sind die Ratschläge vom Brandenburgischen Landesbetrieb Forst allerdings nicht.

Erhaltung des Waldes ist immer „funktionsgerecht“

So steht auch bei der bereits vorhandenen Funktion als lokaler Klimaschutzwald die Erhaltung des Waldes im Vordergrund. Beim Lärmschutzwald sind die Hinweise zur funktionsgerechten Behandlung allerdings wesentlich umfangreicher. Hier wird unter anderen auch der Nutzen vorhandener Sträucher einbezogen, eine Naturverjüngung erwägt oder die Stammzahlen auf dem Gebiet insgesamt betrachtet.

Die Bäume zwischen Lehmhufen- und Grünem Weg dienen offiziell bisher nur als lokaler Klimaschutzwald. Quelle: Victoria Barnack

Wald an der B 101 gehört nicht mehr dem Land

Dennoch: An die Vorschläge halten, muss sich der Besitzer nicht. Nur wenn der Wald dem Land selbst gehört, werden die Arbeiten an den Empfehlungen ausgerichtet. Die Grundstücke zwischen B 101-Umfahrung und Grünem Weg sind aber in privaten Händen.

Und Bäume zu fällen, kann sogar im Sinne einer guten Waldwirtschaft sein. So argumentierte auch der zuständige Privatwaldförster im Fall am Rande der neuen B 101: Seiner Ansicht nach ist der Kiefernbestand überaltert. Die Bäume würden in zehn bis 20 Jahren trocken sein und umfallen.

Von Victoria Barnack

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