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18:54 24.04.2019
Ramon Wittich und Astrid Dunker stehen Am Burgwall in Luckenwalde vor dem Wohnblock Nummer 1 bis 5, der mit Personenaufzügen ausgestattet wurde. Quelle: fotos: Margrit Hahn (2)
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Luckenwalde

Die Mieter Am Burgwall 1, 3 und 5 in Luckenwalde können aufatmen. Seit einigen Wochen müssen sie ihre Einkäufe nicht mehr die Treppen hochschleppen, und auch Familien mit kleinen Kindern haben es leichter. In den drei Aufgängen hat die Luckenwalder Wohnbaugenossenschaft Lifte einbauen lassen. „Mit den nunmehr insgesamt 16 Personenaufzügen, die wir als Genossenschaft bisher in Luckenwalde errichtet haben, sind wir absolute Vorreiter in der Stadt“, freut sich Ramon Wittich, technischer Vorstand bei der Wohnbaugenossenschaft Luckenwalde.

Kosten sind explodiert

Im Vorfeld der Baumaßnahme war eine Mieterversammlung einberaumt worden, um die Mieter zu informieren, was auf sie zukommt. Denn dass mit dem Arbeiten Lärm und Staub verbunden sein würden, stand fest. Pro Aufzug hat die Genossenschaft 200 000 Euro investiert. Vor drei Jahren in der Arndtstraße waren es 150 000 Euro. „Daran sieht man, wie die Kosten angestiegen sind“, fügt Wittich hinzu. Deshalb wurde auch nicht jeder Aufgang des Wohnblocks mit einem Lift ausgestattet. „Für die Mitglieder, die an ihrem Aufgang einen Personenaufzug haben, gab es nur eine sehr geringe Erhöhung der Mieten. Die gesetzliche Modernisierungsumlage, von bisher noch elf Prozent wurde wie bei anderen Aufzuganbauten auch Am Burgwall nur zu einem Bruchteil umgelegt. Damit sind unsere Mieten weiterhin stabil“, sagt Wittich nicht ohne Stolz.

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LED-Beleuchtung

Im Zuge der Bauarbeiten wurden in den Treppenhäusern und Kellerbereichen energiesparende LED-Beleuchtung und neue digitale Informationstafeln installiert. Diese haben sich bereits bewährt und erfreuen sich im Nachbarblock großer Beliebtheit. Mit dem „digitalen Brett“ entfällt die Zettelwirtschaft und bietet eine bessere Kommunikation zwischen Verwaltung und Mitgliedern. Die Monitore können auch für Mitteilungen zwischen den Mietern genutzt werden. „Wir wollen bis Ende Mai das gesamte Wohnviertel mit digitalen Brettern ausstatten“, fügt Wittich hinzu.

Diese Boxen für Rollatoren und Kinderwagen können von den Mietern genutzt werden. Quelle: Margrit Hahn

Die Wohnbaugenossenschaft sieht sich aber nicht nur in puncto Aufzüge als Vorreiter. Bereits im Jahr 2011 wurden in allen Wohnungen Rauchmelder installiert, bevor überhaupt eine Verpflichtung beschlossen wurde. „Auch im Bereich Glasfaseranschlüsse können wir punkten, denn unsere Häuser gehören seit 2016 zu den 2,6 Prozent der Häuser, die in Deutschland über einen Glasfaseranschluss verfügen“, so Wittich.

Kaum Leerstand

Die Wohnbaugenossenschaft unterhält 1743 Wohnungen. Davon stehen weniger als zwei Prozent leer. Und dieser Leerstand sei auch nur durch momentanen Ein- und Auszug bedingt. „Sobald eine Wohnung frei wird, gibt es dafür Bewerber, die schon auf der Warteliste stehen“, sagt Astrid Dunker, kaufmännischer Vorstand. Bei Wohnungen mit Lift sind die begehrtesten Wohnungen in der obersten Etage. Bei Wohnungen ohne Aufzug bevorzugen vor allem ältere Menschen das Erdgeschoss. Beliebt sind die Rollatoren- und Kinderwagenboxen vor den Aufgängen. Während Kinderwagen kostenlos parken dürfen, muss für die Rollatorenbox ein Obolus gezahlt werden. „Die Boxen sind so groß, dass zwei Rollatoren reinpassen und sich Mieter diese auch teilen können. So muss man das Gefährt nicht mit in die Wohnung nehmen“, erklärt Ramon Wittich.

Von Margrit Hahn