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Luckenwalde Schüler nutzen Zukunftstag bei der Polizei
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde Schüler nutzen Zukunftstag bei der Polizei
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18:46 28.03.2019
Zukunftstag bei der Polizeiinspektion Teltow-Fläming. Quelle: Elinor Wenke
Luckenwalde

Polizeiarbeit ist mehr als Uniform tragen, Anzeigen aufnehmen und Temposünder aus dem Verkehr ziehen. Davon konnten sich am Donnerstag knapp 50 Schüler beim Zukunftstag überzeugen. Sie hatten sich bei der Polizeiinspektion Teltow-Fläming in Luckenwalde angemeldet, um einen Vormittag lang den Ordnungshütern über die Schulter zu schauen.

Diensthundeführer Thomas Heise mit Blacky. Quelle: Elinor Wenke

220 Beamte und Mitarbeiter sind dort tätig. „Wir haben zahlreiche Stationen für euch vorbereitet“, begrüßte Inspektionsleiterin Solweig Bohn die Jugendlichen, „und vielleicht sehen wir uns ja in drei bis vier Jahren zum Auswahlgespräch wieder.“ Denn die Polizei ihrerseits hofft, dass sie den Nachwuchs für ihren Dienst begeistern kann.

Zunächst ging es tierisch zur Sache. Diensthundeführer Thomas Heise demonstrierte mit Rauschgift-Spürhund Blacky, wie die Vierbeiner bei der Drogenfahndung helfen können. „Blacky ist natürlich nicht süchtig, sondern will nur spielen und als Belohnung sein Spielzeug haben“, erklärte Heise. „Die Grundausbildung für den Hund dauert etwa ein Jahr“, antwortete er auf die Frage eines Schülers.

Zukunftstag bei der Polizeiinspektion Teltow-Fläming. Quelle: Elinor Wenke

Polizeiobermeister Daniel Braune erklärte den jungen Leuten das Einsatzfahrzeug, die Absicherung eines Unfallortes und wie Geschwindigkeitsmessungen funktionieren. „Ihr dürft ruhig mal an das Lasergerät ran“, ermuntert er die wissbegierigen Gäste.

Kriminalobermeister Michael Scholtz lud zum Crashkurs in Sachen Kriminaltechnik ein. „Wir sind die Spurensicherer an einem Tatort“, erklärte er. „Nicht ganz so wie im Film, aber so ähnlich“, sagte er und schmunzelte. Buchstäblich hautnah konnten die Mädchen und Jungen verfolgen, wie Fingerabdrücke und DNA-Spuren genommen und Reifen- und Schuhspuren gesichert werden. „Wir müssen natürlich aufpassen, dass wir nicht unsere eigene DNA mit hinterlassen“, erklärte Scholtz.

Michael Scholtz sichert Fingerabdrücke. Quelle: Elinor Wenke

Die Schüler tauschten gern ihren Unterrichtstag mit einem Vormittag bei der Polizei. „Ich würde später gern zur Kripo gehen“, sagte Aljona aus Felgentreu. Die 15-Jährige absolviert derzeit auch ihr Schülerpraktikum in der Polizeiinspektion und assistierte bei den Führungen. Sean aus Rangsdorf interessiert sich vor allem für Technik. „Mir haben die Erklärungen am Fahrzeug am besten gefallen und ich will vielleicht mal zur Motorradstaffel der Polizei“, sagte er.

Einen nicht alltäglichen Einblick erhielten die Schüler vor der Wache. Die Polizeitaucher Bastian Maaß und Gunnar Schwab aus Potsdam hatten ihre Tauchbasis neben der Nuthe aufgebaut. Nur acht Einsatztaucher gibt es im Land Brandenburg. Unter Wasser suchen sie nach Menschen, aber auch Tatwerkzeug, Beweismaterial oder Dokumenten.

Polizeitaucher Bastian Maaß mit den Schülern. Quelle: Elinor Wenke

Während Bastian Maaß sich zur Anschauung in seinen Taucheranzug manövrierte, beantwortete Gunnar Schwab jede Menge Fragen. „Je nach Jahreszeit und Temperatur kann ein Tauchgang bis zu anderthalb Stunden dauern, manchmal aber auch nur wenige Minuten“, sagte er. Und Entfernungen auf dem Wasser seien schwierig einzuschätzen, weshalb Zeugen über Ertrunkene manchmal sehr ungenaue Ortsangaben machen würden.

Von Elinor Wenke

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