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Luckenwalde Zwei Löschwasserbrunnen für Luckenwalde
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde Zwei Löschwasserbrunnen für Luckenwalde
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12:19 26.11.2019
Im Zapfholzweg in Luckenwalde werden Löschwasserbrunnen gebohrt. Quelle: Margrit Hahn
Luckenwalde

Im neu entstehenden Luckenwalder Gewerbe- und Industriegebiet Zapfholzweg an der B 101 werden derzeit zwei Löschbrunnen gebohrt. Die Stadt hatte die Fläche erworben, geräumt und mit Hilfe von Fördergeld die Voraussetzungen für die Nutzung als Gewerbe- und Industriegebiet geschaffen.

Die beiden Unternehmen Merete und Aristotech, die bereits im Biotechnologiepark ansässig sind, wollen sich erweitern. Zudem hat das Unternehmen MIT Metallbau und Instandsetzungsservice Treuenbrietzen GmbH eine Fläche von 4000 Quadratmetern erworben, das Unternehmen Heinz Meßwiderstände GmbH will sich auf einer Fläche von 7000 Quadratmetern niederlassen. Die Gewerbeflächen befinden sich neben der neuen Stichstraße in der Nähe des Bioparks.

Straßenname steht noch nicht fest

Für diese Straße, die bisher noch namenlos ist, hatte die Stadt Luckenwalde einen Aufruf gestartet und die Bürger um Vorschläge gebeten. Inzwischen sind verschiedene Namensideen eingegangen, unter anderem Hermann Koebe und Gustav Rindt. Die endgültige Entscheidung, wie die Straße künftig heißen wird, treffen die Stadtverordneten. Für die Erschließung des Gewerbegebietes forderte die Feuerwehr Löschbrunnen. Da sich das Gelände in waldreicher Umgebung befindet und die Trinkwasserversorgung im Falle eines Waldbrandes nicht ausreichen würde, werden von der Firma Bartolain Brunnen aus Werder (Havel) zwei Brunnen gebohrt.

Firmenchef Stephan Bartolain steuert die Anlage. Quelle: Margrit Hahn

Vor zwei Wochen starteten die Arbeiten, der erste Brunnen ist bereits fertiggestellt. „Dafür mussten wir 33 Meter tief bohren“, berichtet Firmenchef Stephan Bartolain, der das Unternehmen seit 2010 führt.

Er geht davon aus, dass es bei dem zweiten Brunnen ebenso sein wird, da es zwischen beiden Brunnen, die sich im Umkreis von 500 Metern befinden, keine Höhenunterschiede gibt. Bis in vier Meter Tiefe stoßen Stephan Bartolain und seine beiden Mitarbeiter beim Bohren im Zapfholzweg auf Lehmboden. Bis in knapp acht Meter Tiefe folgt Tonboden – dann wird es sandig. Zu den wichtigsten Arbeitsgeräten gehört die vollhydraulische Bohranlage „Bomag 300“.

Damit die Bohrwand nicht zusammenbricht, wird dem Wasser Tonmehl hinzugegeben. Eingebaut wird ein Filterrohr aus Edelstahl, das eine lange Lebensdauer verspricht.

Die Vor- und Nacharbeit kosten die meiste Zeit. Quelle: Margrit Hahn

Die direkte Bohrung dauert nur einen Tag. Das Aufwendigste sind Vor- und Nachbereitung. „Zum Glück hat das Wetter mitgespielt. Wenn der Boden gefroren wäre, hätten wir nicht arbeiten können“, so Bartolain. Wenn die Männer ihre Arbeit beendet haben, ist außer einer Schachtabdeckung und einem Feuerlöschkopf nichts mehr zu sehen.

Beide Brunnen inklusive der kompletten Ausstattung kosten 90 000 Euro. „Die Brunnen fördern 96 Kubikmeter Wasser in der Stunde, das sind mehrere Wassereimer pro Sekunde“, berichtet der Leiter des Straßenamts Jürgen Schmeier. Er war mit seinen Mitarbeitern am Montag unterwegs, um sich die Baustellen der Stadt anzuschauen. Dazu gehören auch die Bohrungen im Zapfholzweg.

Wie Michaela Hoffmann vom Grünflächenamt berichtete, wird im Herbst kommenden Jahres das Areal bepflanzt.

Das ist der bereits fertiggestellte Brunnen. Es fehlt nur noch die Abdeckung. Quelle: Margrit Hahn
Mitarbeiter Peter Dudzinsky setzt dem Wasser Tonmehl bei. Quelle: Margrit Hahn

Von Margrit Hahn

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