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Teltow-Fläming Stadt soll Schulkomplex „Kleeblatt“ in Angriff nehmen
Lokales Teltow-Fläming Stadt soll Schulkomplex „Kleeblatt“ in Angriff nehmen
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05:09 11.05.2019
Die Ludwigsfelder Kita "Kleeblatt" ist Hort und Vorschule Quelle: Jutta Abromeit
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Ludwigsfelde

Jetzt wird in Ludwigsfelde über konkrete Vorschläge für den Umbau und die Erweiterung der „Kleeblatt“-Grundschule mit dem Neubau einer Dreifeld-Sporthalle plus Parkdeck diskutiert: Auf den letzten Sitzungen des Sozial-, des Bau- und des Hauptausschusses dieser Legislaturperiode stellte das Königs Wusterhausener Architektur-Büro Sta an drei Abenden dieser Woche das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie vor.

Typenbau genügt heutigem Lernen nicht mehr

Den Auftrag dazu hatte die Stadtverwaltung erteilt. Wie berichtet platzt auch diese Grundschule am Anton-Saefkow-Ring aus allen Nähten, zudem ist der DDR-Typenbau für heutiges Lernen nicht mehr zeitgemäß. Je nach dem, für welche Variante und welche Details sich die neue Stadtverordnetenversammlung entschließt, kann dieser Um- und Ausbau bis zu 34 Millionen Euro kosten.

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"Kleeblatt"-Grundschule Ludwigsfelde vom Sport- und Spielpark aus gesehen. Quelle: Jutta Abromeit

Alle drei jetzigen Fachgremien empfehlen den Stadtverordneten, am 23. Mai auf der letzten Sitzung vor der Kommunalwahl dem Maßnahmebeginn- und Grundsatzbeschluss zur Sanierung und Erweiterung dieses Schulkomplexes mit Grundschule, Kita, Hort und Juniorclub zuzustimmen.

Kernpunkte sind etliche Neubauten

Die Kernpunkte darin sind die Sanierung des jetzigen Schulgebäudes einschließlich der Turnhalle, der Neubau einer Turnhalle mit drei Feldern auf einem mehrstöckigen Parkdeck, die Neugestaltung der Außenanlagen einschließlich eines Schulvorhofs, zwei Schulhofneubauten und neue Stellplatzbereiche, gegebenenfalls mit Schulbus-Haltestelle. Beide Ausschüsse empfehlen die Annahme dieses Vorschlags.

Um sich die Präsentation und die Diskussion der Stadtverordneten dazu anzuhören, waren an jedem Abend mehrere Dutzend Eltern, Lehrer und Interessierte gekommen. Derzeit hat die „Kleeblatt“-Grundschule 560 Schüler, mit der Erweiterung wäre das Lernen für bis zu 720 Kinder möglich.

Vielleicht größte Investition der Stadgeschichte

Das werde jedoch nicht passieren, so der zuständige Fachbereichsleiter Paul Niepalla: „Die Schule ist auf 26 Klassen mit jeweils 28 Kindern angelegt. Wir wollen familiäres Lernen ermöglichen und die Räume nicht maximal vollstopfen.“

"Kleeblatt"-Grundschule Ludwigsfelde Quelle: Jutta Abromeit

Der Zustand jetzt sei sehr beengt; künftig habe man einige Räume über Bedarf, so Niepalla, um bestimmte Schüler fördern zu können und auch für etwaige Gesetzesänderungen gewappnet zu sein, was in der Vergangenheit ja immer wieder zu erleben gewesen sei. Auch Schulleiter Dennis Lindemann erklärt: „Wir werden maximal 600 Schüler haben.“

Stimmen die Stadtverordneten dem Mammutprojekt zu, kann es finanziell das größte Vorhaben der Stadt nach dem Mauerbau werden.

Von Jutta Abromeit