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Teltow-Fläming Zurück vom Hilfseinsatz aus Moldawien
Lokales Teltow-Fläming Zurück vom Hilfseinsatz aus Moldawien
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00:24 07.06.2019
Zwei Männer vom THW-Ortsverband Luckenwalde waren zum Hilfseinsatz in Moldawien: der Siethener Ike Blauhuth und Christian Galuba aus Zülichendorf. Quelle: privat
Siethen

Der Siethener Ike Blauhuth ist von seinem ersten Hilfseinsatz in Moldawien ist zurück. Gemeinsam mit seinem Kollegen Christian Galuba aus Zülichendorf (Gemeinde Nuthe-Urstromtal und zwei Hamburgern brachte er für das Technische Hilfswerk (THW) medizinische Geräte und Krankenhaus-Ausstattung nach Chisinau und Telenesti in die ehemalige Sowjetrepublik zwischen Rumänien und der Ukraine.

Die vier Fahrer brachten mit zwei der dunkelblau THW-Trucks Rollatoren, Gehhilfen, Beatmungsgeräte, Krankenhaus-Betten oder Chirurgie-Bedarf zu sechs Kliniken, Pflegeeinrichtungen, Kindergärten und Waisenhäusern, jedes Fahrzeug mit aufgeklebter Deutschland-Flagge. „Wir hatten 8,5 Tonnen an Bord, Rollstühle, Orthesen, Behandlungsliegen oder auch 40 Matratzen“, so der 37-Jährige.

Quelle: Björn Guericke (THW Ortsverband Itzehoe)

Er erklärt: „Das alles sind Geräte, die noch voll funktionsfähig sind. Doch in Deutschland genügen sie den Anforderungen nicht mehr oder sind von moderneren Geräten ersetzt worden. Aber dort sind solche Sachen Goldstaub und werden sehnlich erwartet.“

Am meisten hätten ihn die Begegnungen in den Kindergärten und Waisenhäusern berührt, erzählt der Siethener, selbst Vater einer Tochter. Bei den Hilfsgütern waren auch sogenannte Wichtelpäckchen dabei: Geschenke mit Spielzeug und der Aufschrift, ob für einen Jungen oder ein Mädchen bestimmt. „Und wenn dann ein Kind ein Puzzle mit Anna und Elsa gefunden hat, waren die Überraschung und die Freude groß.“

Ice-Flower achtet auf Verwendung

Der in Hamburg ansässige Verein Iceflower sammelt solche medizinischen Hilfsgüter und fährt einmal im Jahr in die Republik Moldau. Gegründet worden war der Verein 1992, als abzusehen war, dass sich die Lage in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion zu einer wirtschaftlichen Katastrophe entwickelte: Viele deutsche Gruppen brachten unkonventionell Hilfe zu verschiedensten Adressen in die damaligen GUS-Staaten. Aus der Initiative für medizinisch-technische Hilfe wurde nach eigener Angabe „eine moderne Non-Profit-Hilfsorganisation“, die sich als gemeinnütziger Verein in Osteuropa engagiert.

Für Transporte arbeitet sie vor allem mit dem THW zusammen. Ausdrücklich wird auf der Iceflower-Internetseite betont, dass sich die belieferten Einrichtungen verpflichten, die Hilfsgüter kostenfrei an sozial schwache Personen abzugeben und die gelieferten Geräte zur Absicherung des Gesundheitssystems einzusetzen. Geschehe das nicht, werde der Empfänger bei nachgewiesenen Unregelmäßigkeiten von der Liste des Hilfsprogramms gestrichen, heißt es.

Ehrenamtliche Helfer nehmen Urlaub

Zum Ablauf seines gerade beendeten Hilfstransports erzählt der im Broterwerb als Triebwerksmechaniker beschäftigte Blauhuth: „Die Fahrt selbst ist zwar eine Dienstreise der Bundesanstalt THW. Aber weil das ja kein akuter Einsatz mit Gefahr im Verzug ist, nehmen natürlich alle Fahrer Urlaub oder bummeln wie in meinem Fall Mehrarbeit ab.“ In diesem Sinne sei diese Hilfe mit Material und Zeit der Ehrenamtler praktisch eine doppelte Spende. Der THW-Ortsverband hat in Luckenwalde neben seiner 20-köpfigen Jugendabteilung 25 aktive ehrenamtliche Kameraden und ist bei örtlichen Einsätzen für den gesamten Landkreis Teltow-Fläming zuständig.

Ike Blauhuth sagt, er würde jederzeit wieder fahren: „Überall, wo wir hinkamen, wurden wir schon erwartet.“ In einem Krankenhaus zum Beispiel seien die Deutschen hinterher von den Chefs zum Mittagessen eingeladen worden. „Diesen reich gedeckten Tisch abzulehnen, das hätte man uns übel genommen. Denn womit können sich die Leute sonst bedanken?“

Von Jutta Abromeit

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