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Ludwigsfelde So erlebte ein Ahrensdorfer die „Wir haben es satt“-Demonstration
Lokales Teltow-Fläming Ludwigsfelde So erlebte ein Ahrensdorfer die „Wir haben es satt“-Demonstration
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15:34 19.01.2020
Jens Wylegalla auf der Demonstration: „Ohne Bienen kein Bier – darum protestieren wir“ steht auf seinem Plakat. Quelle: Dinah Hoffmann
Ahrensdorf

„Es hat Spaß gemacht“ – diese durchaus positive Bilanz der großen „Wir haben es satt“-Demonstration in Berlin zieht Jens Wylegalla, Mitinhaber der Ahrensdorfer Kräuterwelt. Und das trotz eines kleinen Malheurs: Der Anhänger, auf dem er und die anderen Mitglieder des Vereins „Die Gemeinschaft“ im Demonstrationszug mitfahren wollten, hatte einen Platten. „Deswegen haben wir uns entschieden zu laufen“, erzählt Wylegalla am Sonntag, dem Tag nach der Demonstration. Trotzdem sei die Stimmung gut gewesen. Ihre Musikboxen schoben sie in einem Einkaufswagen im Demonstrationszug mit.

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Mit der Demonstration wird für strengere Vorgaben in der Agrarpolitik und eine ökologische und nachhaltige Landwirtschaft demonstriert. Sie fand in diesem Jahr zum zehnten Mal statt, nach Angaben der Veranstalter nahmen 27.000 Menschen daran teil. Darunter auch die beiden Inhaber der Kräuterwelt, als einzige aus Teltow-Fläming, so weit sie wissen. Organisiert wird die Demonstration von einem breiten Bündnis, zu dem unter anderem der Naturschutzverband BUND, der Deutsche Tierschutzbund, die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft oder Brot für die Welt gehören.

Der Verein "Die Gemeinschaft", zu der auch der Ahrensdorfer Jens Wylegalla gehört, vor dem Nobelhart & Schmutzig in Berlin. Quelle: Dinah Hoffmann

„Ohne Bienen kein Bier – darum protestieren wir“

Die Mitglieder der „Gemeinschaft“ hatten sich am Berliner Restaurant Nobelhart & Schmutzig getroffen. Dieses zählt zu den Kunden der Kräuterwelt. Ihre Plakate hatten sie teilweise humorvoll gestaltet: „Ohne Bienen kein Bier – darum protestieren wir“ – diesen Slogan trug Jens Wylegalla samt eines Bierkastens durch die Stadt. Und auch wenn Gerste ein Flugbestäuber sei, wie einige anmerkten, beim Hopfen werde es ohne Bienen wirklich schwierig, so der Ahrensdorfer. Er sieht die Demonstration als Erfolg an. „Wir haben unser Anliegen rübergebracht.“ Auch internationale Teilnehmer, etwa aus Schweden und Lettland, seien dabei gewesen.

Von Carsten Schäfer

Was kann ein kleiner Kräuterbauer im großen Berlin schon bewirken? Gemeinsam eine ganze Menge, finden Jens Wylegalla und Juliane Winkler aus dem Ludwigsfelder Ortsteil Ahrensdorf.

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