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Ludwigsfelde Ahrensdorfer Kräuterwelt demonstriert bei „Wir haben es satt“
Lokales Teltow-Fläming Ludwigsfelde Ahrensdorfer Kräuterwelt demonstriert bei „Wir haben es satt“
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19:06 17.01.2020
Jens Wylegalla. Quelle: Jutta Abromeit
Ahrensdorf

Die beiden „Kräuterwelt“-Bauern Jens Wylegalla und Juliane Winkler aus dem Ludwigsfelder Ortsteil Ahrensdorf demonstrieren am Samstag gemeinsam mit anderen Landwirten in Berlin „für gutes Essen und gute Landwirtschaft“, wie das Aktionsbündnis das wichtigste Ziel auf seiner Internetseite nennt. Als Mitglieder im Verein Die Gemeinschaft wollen Wylegalla und Winkler mit dafür sorgen, dass sich Verbraucherverhalten sowohl beim Essen als auch beim Einkaufen vom Billigwahn hin zu Qualität ändert. Der Verein erklärt auf seiner Webseite: „Wir verändern etwas. Auf dem Feld, in der Küche und in den Köpfen.“ Dazu veröffentlicht er ein Manifest und veranstaltet Symposien für eine neue Esskultur.

Fokus auf Lebensmittel-Erzeugung lenken

Dem Verein gehören Erzeuger und Restaurants an. Sie wollen als großes Aktionsbündnis deutschlandweit erreichen, dass Verbraucher bewusster auswählen, was sie konsumieren und damit Agrarindustrie und Politik zwingen, entsprechende Entscheidungen zu treffen. Dabei haben sich sowohl konventionelle als auch Bio-Bauern und -Landwirte zusammengetan mit Lebensmittelhandwerkern, Umwelt- und Naturschützern, um diesen Willen vor dem Riesenpublikum der Grünen Woche zu demonstrieren.

Die beiden Ahrensdorfer sehen die Demonstration auch als einen wichtigen Impuls für die Landwirtschaft in Teltow-Fläming, sie wollen so die Erzeugung von Lebensmitteln in den Fokus der Öffentlichkeit rücken, wie der 41-Jährige erklärt. „Es geht dabei um die Verantwortung sowohl gegenüber der Natur als auch gegenüber dem Menschen“, sagt er; dafür wollten sie mit gutem Beispiel vorangehen.

Ahrensdorfer setzen auf traditionelle Tomatensorten

Eine Spezialität des Ahrensdorfer Kräuterwelt-Paares sind Tomaten. Die bauen sie mit größtenteils ungewöhnlichen Sorten an. Deshalb werden ihre Produkte inzwischen auch von Berliner Gourmet-Restaurants gekauft. Wylegalla erklärt: „Bei uns wachsen Tomaten zum Beispiel nicht unter Folie, sie werden nicht chemisch gedüngt oder mit Pestiziden vor Schädlingen geschützt.“ Sie setzten auf traditionelle oder vergessene Sorten und deren Resistenzstärke. „Das wird von guten Köchen offenbar geschätzt. Und deswegen werden unsere Produkte inzwischen seit zwei Jahren zum Beispiel vom Kreuzberger Speiselokal Nobelhart & Schmutzig gekauft“, erklärt er.

Jährlich veranstalten die beiden Ahrensdorfer auf den kleinen Feldern ihres bio-dynamisch geführten Landbaus ein Tomatenfest oder sie präsentieren auf Messen zu kleinen Gemüsekörbchen mit Kräutern und Tomaten ihre Erfahrungen aus dem erklärtermaßen rein biologischen Anbau.

Von Jutta Abromeit

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