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Ludwigsfelde Das denken die Ludwigsfelder über die Wildwiesen
Lokales Teltow-Fläming Ludwigsfelde Das denken die Ludwigsfelder über die Wildwiesen
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16:57 02.07.2019
Max Götz, hier mit seinem Hund Thor auf der Wildwiese in Ahrensdorf, findet solche Wiesen gut. Quelle: Frank Nerlich
Ludwigsfelde

Ausgewählte Rasenflächen in der Stadt Ludwigsfelde werden seit etwa 20 Jahren abwechselnd immer wieder von der Mahd ausgenommen. Sie sollen für die Insekten und Bienen zur Verbesserung der Artenvielfalt vorgehalten werden, so Ines Kohl vom Grünflächenmanagement der Stadt. Siebzehn Flächen werden derzeit in der Kernstadt in dieser Weise extensiv bewirtschaftet. Dazu kommen weitere in den Ortsteilen, wie in Ahrensdorf und Groß Schulzendorf. Ein weiterer Grund ist Ressourcen aufzusparen, so Kohl. Die Flächen werden ein bis zwei Mal im Jahr abwechselnd und teilweise gemäht.

Verständnis in den Ortsteilen fehlt

„Oft fehlt das Verständnis der älteren Bürger in den Ortsteilen“, sagt Ines Kohl, „gerade eben musste ich mich wieder beschimpfen lassen von Bürgern, die ein anderes Verständnis vom Ortsbild haben“. In der Kernstadt ist die Akzeptanz allgemein besser.

Geteilte Meinung in Ahrensdorf

In Ahrensdorf ist man geteilter Meinung. Ein Hundebesitzer, der anonym bleiben möchte, findet die Wildwiese nicht so ansprechend. Zum einen sieht er den Nutzen für die Bienen, „zum anderen entledigt sich die Stadt der Ordnung in den Ortschaften“ stellt er fest. Für eine Bienenwiese seien es zu wenig Blüten. Er räumt ein, dass es sicher geteilte Meinungen gibt und man das Jahr abwarten sollte. Max Götz aus Ahrensdorf findet die Wildwiese gut. „Man sollte heutzutage mehr auf die Natur achten“ sagt er und meint, dass hier ein positives Zeichen gesetzt wird.

Viel Zuspruch auf Facebook

Kevin Senft vom Stadtmarketing kann von großem Zuspruch berichten. Seine Information über die Ludwigsfelder Wildwiesen erreichte in Facebook Ende Juni 4700 Personen mit 351 Likes. Die Kommentare zu dieser Veröffentlichung waren durchweg positiv. „Die jungen Leute sind etwas aufgeschlossener, für die Älteren müssen wir noch mehr Aufklärungsarbeit leisten“, kommentiert Ines Kohl das Ergebnis aus dem sozialen Netzwerk.

Stadt wünscht sich grünen Druck

Mehr „grünen Druck“ wünscht sie sich aus den Ortsbeiräten und von der Stadtverordnetenversammlung selbst. Entscheidungsträger mit Umweltverständnis aus diesen Gremien wären sehr hilfreich. Gerade finden die konstituierenden Sitzungen der Ortsbeiräte statt. Ab September will der Bürgermeister das Thema dann weiterverfolgen, so Kohl.

Von Frank Nerlich