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Ludwigsfelde Wie ein Strausberger mit Softeis den Menschen eine Freude macht
Lokales Teltow-Fläming Ludwigsfelde Wie ein Strausberger mit Softeis den Menschen eine Freude macht
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15:16 01.07.2019
Jens Schubert bedient an Sommertagen einige hundert Menschen mit Softeis. Gerade in Ludwigsfelde sei er dadurch dermaßen bekannt, dass er selbst nicht in der Stadt, sondern in Potsdam wohnt, um auch mal abschalten zu können. Quelle: Fabian Lamster
Ludwigsfelde

 Es brummt an der Ludwigsfelder Festwiese. Nicht, weil dort eine Großveranstaltung wie das W50-Treffen stattfindet oder ein Zirkus Halt macht.

Das leichte Brummen kommt von den Softeismaschinen aus dem Eiswagen von Jens Schubert, der dort zusammen mit einem Mitarbeiter an diesem hochsommerlichen Tag junge Paare, Eltern mit Kindern, Jugendliche oder Gruppen von Bauarbeitern aus seinem Eiswagen begrüßt: Sie alle kommen vorbei, um sich bei 33 Grad im Schatten mit einem Softeis abzukühlen.

Einige davon begrüßt der 36-Jährige wahlweise mit einem humorvollen Spruch oder per Handschlag. Man kennt sich. Nicht nur Ludwigsfelder kommen zu ihm Eis essen, sondern ebenso Menschen aus Teltow, Potsdam, eigentlich von überall her, wie er sagt.

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Bereits seit 2015 steht der gebürtige Strausberger mit seinem Eiswagen auf einem Schotterplatz zwischen L79 und Ringstraße. Die große Softeisnachbildung am Straßenrand und der in Pink und Türkis gefärbte Eiswagen sorgen dafür, dass man die Einfahrt zu „Schubis Eisblock“ nicht verpasst – so der offizielle Name des Eisverkaufs.

Schon von der Straße deutet das große Eis auf den Softeiswagen von Jens Schubert hin. Dieses sei bereits zwei Mal gestohlen worden, sagt der 36-Jährige. 2016 hatten Unbekannte zudem sein Eisauto angezündet, das komplett zerstört wurde. Wer dahintersteckt, ist weiterhin unklar. Quelle: Fabian Lamster

Dabei hat Jens Schubert diverse Berufe probiert, bevor er Eisverkäufer wurde. So hat er bereits als Fensterbauer, Gebäudereiniger und mit einem Imbisswagen sein berufliches Glück gesucht.

„Irgendwann hat mich ein Arbeitskollege gefragt, ob ich mit einem alten Eisanhänger mit Eismaschine etwas anfangen kann. Dann habe ich beide aufgepeppelt – und los ging es“, sagt Jens Schubert.

Was es mit dem „Hurricane-Softeis“ auf sich hat

Für ihn sei Softeis eine Kindheitserinnerung, die er mit seinen Lieblingssorten am Leben hält. Egal ob Softeis mit Buttermilch-Sanddorn, Schoko- oder Apfelgeschmack: Eis essen zählt für ihn zum Beruf dazu.

Zwar gäbe es beim Softeis nicht eine solche breite Auswahl wie beim Kugeleisverkauf, aber trotzdem sei einiges möglich. Neben dem klassischen Softeis in der Waffel serviert er Softeisbecher mit Erdbeeren, Himbeeren oder Heidelbeeren. Auch Knusperflocken, Smarties und weitere Süßigkeiten kombiniert er mit seiner Eismischmaschine zum „Hurricane-Softeis“.

Überraschung am letzten Schultag für Ludwigsfelder Grundschüler

Mit seinem Eiswagen sorgte Jens Schubert am 19. Juni an der Fontane- und Kleeblattgrundschule in Ludwigsfelde für große Augen. Zum letzten Schultag spendierte er den Kindern und Jugendlichen Softeis.

Die Mobbing- und Gewaltvorwürfe, die an beiden Schulen die Runde machten, haben mich geärgert. Kinder sollen nicht leiden, sondern sich vertragen und Spaß haben. Dazu wollte ich mit dem Softeis beitragen“, sagt der gebürtige Strausberger.

Videos von beiden Aktionen zeigen lange Schlangen vor dem Softeisauto von Jens Schubert. Auch immer mehr Firmen melden sich bei ihm, deren Mitarbeiter er in der Mittagspause oder nach Feierabend mit Softeis versorgen soll.

„Eisschubi“ eröffnet Laden in Ludwigsfelde

Ab 1. Juli brummen die Softeismaschinen von Jens Schubert und seinen Mitarbeitern nicht mehr nur im Eiswagen an der Festwiese, sondern ebenso in der Potsdamer Straße, wo er einen kleinen Eisladen eröffnet.

„Ich habe lange darauf gewartet, dass das klappt und bin froh, dort auf zwölf Quadratmetern meinen eigenen Softeisverkauf zu starten“, sagt der 36-Jährige.

Mittlerweile besitze er außerdem ein Eislabor, in dem er mit Kugeleis experimentiert, das künftig mit ins Sortiment soll. Auch Badegäste an Rangsdorfer See, Motzener See und Siethener See können sich freuen: Denn die möchte Jens Schubert mit seinem Softeis demnächst ebenfalls überraschen.

Von Fabian Lamster

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