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Ludwigsfelde Erfolgreicher erster Blutspende-Tag der Feuerwehr
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19:32 20.10.2019
FW-Genshagens Ortswehrführer Jan Schindler spendet einen halben Liter Blut Quelle: Marlene Schmidt
Genshagen

Sie wollte zum ersten Mal in ihrem Leben Blut spenden. Die Ökologie-Studentin Monika Pfau (22) kam zusammen mit ihrer Schwester Ulrike (19) und Freundin Natalie Strüwer (18) zum gemeinsamen Blutspende-Tag des Deutschen Rotes Kreuzes (DRK) und der Freiwilligen Feuerwehr Genshagen. Doch schon bei der Anmeldung war für Monika Pfau, die auch bei der Freiwilligen Feuerwehr Ahrensdorf Mitglied ist, bereits Schluss. Sie durfte kein Blut spenden und war damit eine von vieren, die an diesem Tag vom DRK abgewiesen wurden.

Kamen zu dritt zur ihrer ersten Blutspende: Monika Pfau (li.), Schwester Ulrike Pfau und Natalie Strüwer (re.) Quelle: Marlene Schmidt

Zum ersten Mal fand bei der Freiwilligen Feuerwehr in Genshagen ein DRK-Blutspende-Tag statt. Fast 60 freiwillige Spender aus Genshagen und Umgebung kamen am Sonnabend in die Räumlichkeiten der Freiwilligen Feuerwehr in die Dorfstraße 57. „Das sind doppelt so viele Spender als bei einem sonstigen, normalen Blutspende-Tag“, freute sich ein DRK-Mitarbeiter. Die Schlangen an der Anmeldung und vor dem Arztzimmer waren enorm. Manche warteten über zwei Stunden, bis sie an die Reihe kamen, um ihre Ader auf einem der vier Liegen bei den beiden DRK-Krankenschwestern zu lassen.

Fünf Euro pro Spender sind für die Jugendfeuerwehr

Unter den Blutspendern ist auch der Ortswehrführer der Genshagener Feuerwehr Jan Schindler (54). Er hat diese Aktion erst möglich gemacht. „Ein Tag der offenen Tür und Jugendtage bei der Feuerwehr haben kaum noch Resonanz gezeigt. Also dachte ich, machen wir mal einen Blutspende-Tag. Ich hab Kontakt mit dem DRK aufgebaut und die umliegenden Ortswehren kontaktiert,“ so Schindler, der in Genshagen wohnt und beruflich Bauleiter bei der Märkischen Heimat in Ludwigsfelde ist. „Fünf Euro pro Spender kommen dafür auch unserer örtlichen Jugendfeuerwehr zu Gute.“

Riesen-Andrang: Bis zu zwei Stunden warteten die Blutspender beim DRK Blutspende-Tag bei der Feuerwehr Genshagen. Quelle: Marlene Schmidt

Fünf Stationen musste ein Spender durchlaufen. Los ging es mit einer kurzen mündlichen Anmeldung und dem Ausfüllen eines ausführlichen ärztlichen Fragebogens. Als die Studentin Monika Pfau angab, vor kurzem aus Kenia von einem Praktikum zurück gekommen zu sein, wurde sie abgewiesen. Ein DRK-Mitarbeiter: „Ein halbes Jahr nach einem Auslandsaufenthalt darf erst Blut gespendet werden, wegen einer möglichen Ansteckung. Eine Frist, die aus Sicherheitsgründen eingehalten werden muss“. Drei anderen willigen Spendern ging es genauso. Monika Pfaus kleine Schwester Ulrike durfte weiter. Es folgte die Station des Labors, wo durch einen Piks in den Finger der Hämoglobinwert im Blut und auch Fieber gemessen wurde. Es folgte eine ärztliche Beratung und schließlich wurde ihr, wie jedem anderen Spender, ein halber Liter Blut abgenommen.

Blutspenden ist eine “Win-win Situation“

Stärken konnten sich die Spender hinterher an einer reich gedeckten Tafel bei belegten Brötchen, einer Soljanka, Obst, Kuchen, Schokolade, Kaffee und diversen Getränken, die die DRK-Mitarbeiterinnen und Feuerwehrfrauen reichlich zubereitet hatten. DRK-Mitarbeiterin Hannelore Billig erklärt die Hilfsbereitschaft der vielen Spender so: „Jeder Spender bekommt regelmäßig ein Feedback vom DRK über die Blutwerte. Wer wird sonst so gut untersucht? Es ist eine Win-Win-Situation.“ Auch Marie-Luise Kober (68) aus Großbeeren kam deshalb zum Blutspenden: „Ich spende regelmäßig, um zu helfen und um eine regelmäßige Blutuntersuchung zu haben, damit ich weiß, dass ich gesund bin. Das ist schon das 66. Mal.“

Erster Blutspendetag bei der freiwilligen Feuerwehr in Genshagen. Quelle: Marlene Schmidt

Und deshalb taten es diese Menschen. Polizist Silvio Dörrwald spendete zum 17.Mal Blut: „Aus alter Tradition. Mein Vater hat schon immer Blut gespendet. Es tut nicht weh, das Blut wird neu gebildet, man kann helfen und wird untersucht.“ Feuerwehrfrau Anne Kietz (35) aus Genshagen: „Das ist mein viertes Mal. Helfen ist immer schon wichtig und unsere Jugend bekommt davon was ab, deshalb geh ich mit gutem Beispiel voran.“

Industriekauffrau Anke Tralles (38) aus Genshagen ist Erstspenderin: „Ich fuhr täglich an dem Flyer vorbei. Ich wollte schon immer mal Blut spenden aber sonst war ja immer nur in Ludwigsfelde ein Blutspende Tag, da hat es sich für mich zeitlich nie ergeben.“ So erging es auch Speditionskauffrau Bianca Tiede (51): „Man will ja oft nicht extra irgendwo hinfahren. Jetzt in der Nähe ist es kein Problem. Ich würde es sofort wieder machen.“

Industriekauffrau Anke Tralles spendete zum ersten Mal Blut. Quelle: Marlene Schmidt

Fazit: Der Tag war ein voller Erfolg. 30 Liter Blut kamen zusammen. DRK-Mitarbeiterin Hannelore Billig: „Es war super besucht, wir staunen über den hohen Andrang. Darunter viele Erstspender.“ Toll: Jeder Spender hat von der Therme Ludwigsfelde eine Eintrittskarte geschenkt bekommen und das DRK verlost unter den Spendern E-Bikes in einer Sonderaktion.

Von Marlene Schmidt

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