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Ludwigsfelde Resümee der Feuerwehr
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21:11 12.01.2020
Marco Peter wurde als stellvertretender Stadtwehrführer verabschiedet. Quelle: Andrea von Fournier
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Ludwigsfelde

Die vielen Einsatzfahrzeuge der Ludwigsfelder Freiwilligen Feuerwehr (FFW) auf dem Rathausplatz parkten aus erfreulichem Grund: Jahresdienstversammlung der Kameradinnen und Kameraden im Klubhaus. Über 200 Uniformierte und interessierte Bürger waren gekommen, dazu Bürgermeister Andreas Igel (SPD), Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung (SVV) und Landtagsabgeordneter Helmut Barthel (SPD). Über 270 aktive Feuerwehrleute aus elf Ortswehren sowie die Rettungshundestaffel sind in sechs Löschzügen organisiert.

Weniger Einsätze in 2019

Uwe Hagen übernahm als Stellvertreter für den erkrankten Stadtwehrführer André Schütky Begrüßung und Jahresbericht: Strukturänderungen und eine Verringerung der Mitglieder in den Wehren nach intensiver „Durchforstung der Karteien“ kennzeichneten 2019, aber auch weniger Einsätze. Die meisten schulterten die 78 Kameradinnen und Kameraden der Ludwigsfelder Ortswehr – 512 waren es 2019, 577 im Jahr zuvor. Am angenehmsten sei natürlich die Absicherung von Festen. Brände und Unfälle auf der Autobahn wären der harte Dienstalltag. Uwe Hagen benannte Einsätze bei großen Waldbränden wie in Treuenbrietzen als neue Herausforderung durch steigende Trockenheit, die zur Normalität werden könnte. „Wir müssen dafür gerüstet sein!“, forderte er und verwies auf die von der Stadt in Auftrag gegebene neue Gefahren- und Risikoanalyse.

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Neue Einsatzkleidung präsentiert

Bürgermeister Andreas Igel dankte allen Mitgliedern der FFW für ihren verantwortungsvollen, zeitintensiven und gefahrvollen Dienst. „Sie schützen ein hohes Gut!“, sagte er und betonte, dass man nicht vergesse, dass es eine ehrenamtliche Tätigkeit sei. In der SVV bestehe Konsens, dass Ausgaben und Aufwandsentschädigungen für die FFW nicht gekürzt würden. Er verlas die kommunalen Ausgaben 2019 für die verschiedenen Bereiche der Feuerwehr. Zur Überraschung der Mitglieder kündigte er an, dass die Stadt eine Rechtsschutzversicherung für alle Aktiven abschließt, die jeden persönlich von Gefahren freistellen wird: „Es kann nicht sein, dass Sie für ihre Einsatzbereitschaft auch noch haften müssen.“ Der Rathauschef ließ es sich nicht nehmen, die neue Einsatzkleidung auf der Bühne unter Applaus selbst vorzustellen.

Bürgermeister Andreas Igel führte die neue Einsatzkleidung vor, die die Ludwigsfelder Feuerwehrleute dieser Tage erhalten. Quelle: Andrea von Fournier

Emotionaler Höhepunkt war die Verabschiedung des stellvertretenden Stadtwehrführers Marco Peter, der aus persönlichen Gründen ausscheidet. 34 Jahre Dienstzeit resümierte Bettina Lugk (SPD), Vorsitzende der SVV, und dankte ihm. Die Feuerwehrleute applaudierten stehend.

Beförderungen und Auszeichnungen folgten, Peter Kullack wurde für 50 Jahre treue Pflichterfüllung geehrt. Für die Weiterentwicklung der FFW und Nachwuchsförderung bekam Kinderwart Tom Kohlisch das Ehrenabzeichen der Landesjugendfeuerwehr in Bronze. Die Arbeit der Kinder- und Jugendwehren stand 2019 unter dem Motto „Öffentlichkeitsarbeit“. Vielfältige Veranstaltungen, so die Fahrt der Genshagener Erstklässler mit der Feuerwehr zur Einschulung nach Ludwigsfelde, fanden positives Presseecho. 83 Jungen und 59 Mädchen sind zurzeit in den Kinder- und Jugendfeuerwehren organisiert, „eine positive Prognose, um die aktiven Einsatzkräfte zu stärken“, hofft Uwe Hagen.

Von Andrea von Fournier

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