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Ludwigsfelde Kind im Dunkeln stehen gelassen
Lokales Teltow-Fläming Ludwigsfelde Kind im Dunkeln stehen gelassen
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20:21 23.11.2018
An der Bushaltestelle im Wald bei Kerzendorf wünschen sich viele endlich eine Beleuchtung.
An der Bushaltestelle im Wald bei Kerzendorf wünschen sich viele endlich eine Beleuchtung. Quelle: Foto: Jutta Abromeit
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Kerzendorf

Wann wird die Wald-Bushaltestelle an der Kreuzung Landesstraße 79 in Ludwigsfelde beleuchtet? Das wollte die Kerzendorfer Ortsvorsteherin Christiane Dunkel jüngst von der Stadtverwaltung Ludwigsfelde wissen. Für diesen Ortsteil gehört die einige 100 Meter vom Dorf entfernte Haltestelle zum Schulweg etlicher Kinder; nicht jeder Bus fährt in den Ort hinein. Dunkel fragte vor der Stadtverordnetenversammlung: „Muss erst was passieren, bevor gehandelt wird? Der Bus ist dort schon vorbei gefahren, weil ein Kind übersehen wurde.“

Dunkel erwähnte aus dem Stadt-Etat 40 000 Euro für vier Bushaltestellen in einem anderen Ortsteil und 30 000 Euro für Public Viewing zur Fußball-WM. „Aber hier geht es um unsere Kinder“, so die Ortsvorsteherin. Fachbereichsleiter Torsten Klaehn antwortete, dass auf Initiative der Stadt die Haltestelle bereits befestigt und mit einem Unterstand und Fahrradständer versehen wurde.

Verwaltung: Keine separate Lösung für kurze Zeit

Auch Solarzellen seien als Beleuchtungsvariante probiert worden, doch wegen der Bäume dort habe das nicht funktioniert. „Ein Kosten-Angebot von 65 000 Euro für eine Leuchte waren uns dann doch zuviel“, so Klaehn. Bürgermeister Andreas Igel (SPD) ergänzte, die Verwaltung sei dabei, Beleuchtung und Straßenbeleuchtung in der Stadt grundsätzlich neu zu organisieren. Dabei habe man die Chance, an Erdkabel anzudocken. „Deshalb haben wir dort nicht für ein Jahr nach einer separaten Lösung gesucht“, so Igel.

„Am Strom kann es nicht liegen; dort gab es ja eine Lichtsignalanlage an der Kreuzung“, hält Ortsvorsteherin Dunkel dagegen. Das sei geprüft worden und gehe nicht, so Klaehn. Bürgermeister Igel verwies auf die Plus-Bus-Verlängerung Potsdam-Ludwigsfelde, die Zossen anstrebt: „Kommt dieser Bus, dann hält er ja auch dort. Wenn darüber Klarheit herrscht, dann sprechen wir weiter.“

Von Jutta Abromeit