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Ludwigsfelde Uniform vom Co-Piloten der Interflug
Lokales Teltow-Fläming Ludwigsfelde Uniform vom Co-Piloten der Interflug
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15:17 06.09.2019
Klaus Meysel mit der Mütze des Co-Piloten von der letzten Interflug-Reise. Quelle: Margrit Hahn
Christinendorf

Klaus Meysel aus Christinendorf sammelt seit der Wende Uniformen. Die meisten stammen von Trödelmärkten. Inzwischen hat er so viele, dass sich die Stangen der Kleiderständer biegen. Zu seinem Sammelsurium gehören nicht nur Polizei-, Marine- und Armeeuniformen, sondern auch die der Berliner Verkehrsbetriebe, bei denen Klaus Meysel über Jahre beschäftigt war und die er selbst einmal getragen hat. Sein Lieblingsstück ist allerdings eine Uniform von einem Co-Piloten der ehemaligen DDR-Fluggesellschaft Interflug.

Klaus Meysel posierte im Mai 1991 mit der Uniform vor dem Flughafen Schönefeld. Quelle: Repro: Margrit Hahn

Klaus Meysel und sein Berliner Freund Thomas hatten vom „Take off“ für die Interflug erfahren und sich entschieden, bei der letzten Landung am 30. April 1991 in Berlin- Schönefeld dabei zu sein. Mit der Landung der rustikalen zweistrahligen Tupolew TU 134, die aus Wien kam, endete der Flugbetrieb der DDR-Airline. An Bord war die gesamte Besatzung, unter anderen auch der Co-Pilot Axel Zeiner. Als dieser ausstieg, wurden er und die Crew schon von den Pressevertretern auf dem Rollfeld erwartet. Klaus Meysel und sein Freund, der sich mit mehreren Fotoapparaten ausgestattet hatte, schafften es, sich unter die Presseleute zu mischen und zu fotografieren. „Als ich den Co-Piloten sah, bin ich hinter ihm her und habe ihn gefragt, ob ich seine Uniform haben könnte, weil ich doch Sammler bin“, berichtet Klaus Meysel.

20 Kilo abgespeckt

Da der Co-Pilot nicht gleich vor Ort die Hosen herunterlassen wollte, verabredeten sie, dass Meysel einige Tage später zu ihm nach Hause kommen soll, um sich die Uniform abzuholen. „Am meisten überrascht war ich, dass er dafür nichts haben wollte“, so der 71-Jährige. Er war froh, dass er kurz zuvor 20 Kilogramm abgenommen hatte, um in die Uniform eines Generals der Grenztruppen zu passen. Somit machte er auch in der Interflug-Uniform eine gute Figur.

Zwei Wochen später fuhr er mit seinem Freund Thomas abermals nach Schönefeld. Im Gepäck hatte er die Uniform des Co-Piloten. Im Wald in der Nähe des Flughafens zog er sich das gute Stück an und ließ sich damit vor dem Terminal sowie vor einem Trabant fotografieren. „In dem Moment kam mir eine Crew der Lufthansa entgegen, die sich mehrmals nach mir umschaute und irritiert war, woher der übrig gebliebene Interflug-Pilot kam“, berichtet er.

Die beiden Schaufensterpuppen schauen aus dem Fenster der Veranda des Wohnhauses. Quelle: Margrit Hahn

Für seine ausgefallenen Ideen ist Klaus Meysel bekannt. So hat er für die einzigen beiden Frauen- Uniformen, die von DDR-Grenztruppen stammen, Schaufensterpuppen besorgt, die er ins Fenster seiner Veranda in Christinendorf stellte. Seitdem werfen etliche Autofahrer beim Vorbeifahren einen Blick darauf. Das Wohnhaus in Christendorf hat sich Klaus Meysel, der in Burg bei Magdeburg geboren wurde und später mit seinen Eltern zehn Jahre in Bayern lebte, selbst gebaut. 1968 war er nach Berlin gezogen. Nach der Wende schaute er sich nach einem Grundstück in der Region um und wurde in Christinendorf fündig. Was später einmal aus seiner Uniformen-Sammlung wird, weiß er noch nicht. Sein Sohn hat bisher kein Interesse gezeigt. Um sie vor Staub zu schützen, hat Klaus Meysel sie mit Schutzhüllen versehen. Uniformen sind aber nicht alles, was der Wahl-Christinendorfer sammelt: „Ich habe so allerhand Krimskrams unter anderem auch ein Stück von der Berliner Mauer sowie Stacheldraht“, fügt er hinzu.

Klaus Meysel hat alle sammelt Uniformen gut gegen Staub geschützt. Quelle: Margrit Hahn

Von Margrit Hahn

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