Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ludwigsfelde Krankenhaus Ludwigsfelde nimmt neues Bettenhaus in Betrieb
Lokales Teltow-Fläming Ludwigsfelde Krankenhaus Ludwigsfelde nimmt neues Bettenhaus in Betrieb
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:25 29.04.2020
Joachim Knoll ist der erste Patient, der im Neubau begrüßt wird Quelle: Evangelisches Krankenhaus Ludwigsfelde
Anzeige
Ludwigsfelde

Das neue Chirurgie-Bettenhaus des Evangelischen Krankenhauses Ludwigsfelde hat am Mittwoch offiziell seinen Betrieb teilweise aufgenommen. Der erste Patient wurde in den Neubau verlegt, teilte das Krankenhaus mit. Nach Abschluss der letzten Arbeiten werden später dann auch Radiologie und Notaufnahme in den Neubau umziehen.

Auf eine feierliche Eröffnung müsse zum Schutz von Patientinnen und Patienten, Mitarbeitenden und Gästen verzichtet werden, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Sie soll aber nachgeholt werden, sobald größere Veranstaltungen wieder möglich sind.

Anzeige

Neubau hat 99 Betten

Der Neubau an der Südwestseite des Krankenhauses beherbergt auf drei Ebenen insgesamt 99 Betten. Er ersetzt das alte, in den 1980er-Jahren errichtete chirurgische Bettenhaus. Die Ein- und Zweibettzimmer sind ringförmig um den zentralen Kern des Gebäudes angeordnet. Dies ermögliche eine zeitgemäße und effiziente medizinische und pflegerische Versorgung der Patienten. Die Baukosten sind mit 16,25 Millionen Euro veranschlagt.

Mit der Inbetriebnahme des neuen Bettenhauses entspannt sich die räumliche Situation im Ludwigsfelder Krankenhaus, das die Behandlung derzeit in drei streng voneinander getrennten Bereichen organisieren muss. Neben der Station für Covid-19-Patienten gibt es eine Verdachtsstation sowie die Normalstationen.

Krankenhaus behandelt Covid-19-Patienten

Zurzeit seien die Mitarbeiter im Evangelischen Krankenhaus Ludwigsfelde-Teltow besonders herausgefordert, darauf weist der Krankenhausbetreiber, hin. Als Teil der Versorgungsregion Havelland-Fläming leistet das Krankenhaus seinen Beitrag zur Behandlung von Covid-19-Patienten. Besonders belastet ist dieser Verbund durch die Covid-19-Situation im Ernst-von-Bergmann-Klinikum in Potsdam. „Dies erfordert hohen persönlichen Einsatz von den Kolleginnen und Kollegen, die sich auf veränderte Abläufe, erschwerte Bedingungen durch die Verwendung von Schutzausrüstung und längere Dienste einstellen mussten“, heißt es in der Pressemitteilung. „Sie erhalten mit ihrem Einsatz wichtige Funktionen der öffentlichen Daseinsvorsorge und tragen so zum Erhalt des gesellschaftlichen Miteinanders bei.“

Die Versorgung von Covid-19-Patienten bildet daher derzeit den Schwerpunkt des Geschehens im Krankenhaus. Die Betreibergesellschaft betont aber, dass selbstverständlich die Behandlung von Notfällen weiterhin gewährleistet sei. Auch notwendige medizinische Behandlungen und Geburten seien weiterhin möglich.

Lesen Sie auch:

Von MAZonline