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Ludwigsfelde MAZ-Stammtisch im Gasthof „Zum Löwen“
Lokales Teltow-Fläming Ludwigsfelde MAZ-Stammtisch im Gasthof „Zum Löwen“
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01:15 25.02.2019
Zwei Dutzend Leser diskutieren beim MAZ-Stammtisch im Ludwigsfelder Ortsteil Löwenbruch im Gasthof "Zum Löwen" mit MAZ-Chefredakteurin Hannah Suppa und MAZ-Redakteuren aus dem Regionalverlag Dahmeland-Fläming Quelle: Jutta Abromeit
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Löwenbruch

Digitale Zeitung und thematische Denkanstöße. Darüber wurde lebhaft am MAZ-Stammtisch in Löwenbruch diskutiert. Chefredakteurin Hannah Suppa lud interessierte Bürger in den Gasthof „Zum Löwen“ ein.

Natürlich ging es auch um die Zossener MAZ-Ausgabe vom Donnerstag und es gab lokale Schlüsselanhänger mit Einkaufs-Chip. Quelle: Jutta Abromeit

„Das ist eine sehr männlich geprägte Runde“, begrüßte Suppa Donnerstagabend 20 Gäste, davon vier Frauen. Mit am Stammtisch saßen Ekkehard Freytag, Geschäftsführer des Regionalverlages Dahmeland-Fläming, und die Lokalredakteure Jutta Abromeit und Frank Pechhold. „Wir möchten erfahren, was Ihnen wichtig ist“, eröffnete Suppa die Diskussion. Schließlich machten die Redakteure die Zeitung nicht für sich, sondern für die Leser.

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Zwei Stunden angeregte Diskussion über lokale Themen und die Zeitung im digitalen Zeitalter. Das war der MAZ-Stammtisch mit Chefredakteurin Hannah Suppa im Gasthof „Zum Löwen“.

„Mich interessiert das Geschehen vor Ort und im Land Brandenburg“, sagte Lothar Zahn. Der Ludwigsfelder liest die MAZ als E-Paper. Er wünscht sich noch mehr kommunale Beiträge: „Ludwigsfelde ist so groß.“ In der Stadt und deren Ortsteilen passiere so viel. „Damit könnte man jeden Tag gut und gerne eine ganze Seite füllen.“ Weniger Fußball, mehr Beiträge über Schwimmen und Judo. Das möchte Karl-Heinz Breitkopf aus Löwenbruch lesen. Obwohl er selbst 55 Jahre lang Fußball gespielt habe, gefielen ihm die großen Berichte über den Fußball-Bundesligisten Hertha BSC nicht. „Andere Sportarten kommen zu kurz.“

Lesegewohnheiten ändern sich  

Dem pflichtete Horst Steinicke aus Ludwigsfelde bei. Er sei zehn Jahre lang Vorsitzender eines Tischtennis-Vereins gewesen. „In der MAZ sollten hin und wieder auch aus solchen Vereinen Spielberichte vorkommen.“ „Das kriege ich häufig zu hören“, entgegnete Chefredakteurin Suppa. „Wir bieten im Sportteil etwas an und hoffen, dass es möglichst viele Leser interessiert.“

Dirk Steinhausen aus Diedersdorf schilderte, wie sich seine Lesegewohnheiten verändert hätten. „Früher bin ich früh um fünf Uhr im Schlafanzug rausgegangen, um die Zeitung aus dem Briefkasten zu holen. Heute lese ich sie um 22 Uhr digital auf meinem Tablet“. Er wünsche sich mehr Kommunales und Porträts von aktiven Ehrenamtlern. Schließlich könne man über jeden froh sein, der sich ehrenamtlich engagiert, so der Großbeerener Gemeindevertreter und Kreistagsabgeordnete. Er sei zwar nicht immer einer Meinung mit den Autoren – „aber das ist für mich noch lange kein Grund, die Zeitung zu kündigen.“

Zugriff auf die digitale MAZ

Gabi Walter aus Ludwigsfelde braucht die Zeitung zum Anfassen. „Das entschleunigt mich ein bisschen.“ Astrid Hustan aus Großbeeren liest die MAZ abends als E-Paper. „Da kann ich meinem Mann am Frühstückstisch sagen, dass er dies oder das mal lesen sollte“. „Die Papierzeitung lese ich sehr selten“, sagte die Löwenbrucher Ortsvorsteherin Ilona Lehmberg. Meist greife sie auf die MAZ digital zurück. „So wie meine Schüler im Oberstufenzentrum Ludwigsfelde“, sagte die Englisch-Lehrerin.

Lothar Heinrich aus Groß Schulzendorf kritisierte, dass die MAZ in seinen Augen einseitig über den russischen Präsidenten Putin und die Ereignisse in Russland berichte. „Der Blick im Osten auf diese Geschehnisse ist schon anders als im Westen“, sagte Hannah Suppa. Das habe sie auch erst lernen müssen. Matthias Diezemann outete sich als leidenschaftlicher MAZ-Leser. „Ich lese die Zeitung von hinten bis vorn“, so der Großbeerener. Es sei an der Zeit, wieder einmal über die Beitragserhöhungen in Pflegeheimen zu berichten. „Dieses Problem ist noch nicht ausgestanden“.

Igel: „Die MAZ ist auf einem guten Weg“

Ohne die Papier-Zeitung könne er nicht leben, meinte der Rangsdorfer Clemens Wudel. Viele ehemalige Rangsdorfer kämen im Alter zurück, weil sie woanders nicht sesshaft geworden seien. „Das wäre doch ein Thema“, schlug er vor.

„Die MAZ ist auf einem guten Weg“, sagte Ludwigsfeldes Bürgermeister Andreas Igel. Immer öfter fänden sich die Ludwigsfelder in der Zeitung wieder. Oft sei sogar ein bisschen viel Boom-Town im Blatt. Igel zufolge habe die MAZ Einfluss auf die Meinungsbildung in der Stadt. Dieser Verantwortung würden die Redakteure gut gerecht.

Dank für die lebhafte Diskussion

Hannah Suppa dankte den Stammtisch-Gästen für die lebhafte Diskussion. „Und für das Interesse an der MAZ, auch wenn sie einige von ihnen nicht abonniert haben. Noch nicht.“

Von Jutta Abromeit