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Ludwigsfelde Ab Mai zwei Stadtverordnete mehr
Lokales Teltow-Fläming Ludwigsfelde Ab Mai zwei Stadtverordnete mehr
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13:10 15.05.2019
Wohnungsbau in Ludwigsfelde, hier die Baustelle des Berliner Investors Laborgh an der Potsdamer Straße. Quelle: Jutta Abromeit
Ludwigsfelde

Die wichtigste Neuerung für Ludwigsfelde zur bevorstehenden Kommunalwahl: Die Bürger der größten Stadt im Kreis wählen zwei Volksvertreter mehr. Bisher werden die Interessen der Autobauerstadt von 28 Stadtverordneten plus Bürgermeister vertreten, jetzt geht es um 30 Mandate. Denn Kommunen mit mehr als 25.000 Einwohnern können bis zu 32 ehrenamtliche Vertreter wählen.

Stadt Ludwigsfelde

Ludwigsfelde ist amtsfreie Stadt im Landkreis Teltow-Fläming.

Einwohner: 26448 (Stand 28. Februar 2019)

Fläche: 110 Quadratkilometer

Ludwigsfelde hat elf Ortsteile. Der größte: Genshagen (knapp 1400 Einwohner), der kleinste: Schiaß (43 Einwohner). Die Kernstadt hat mehrere Stadtgebiete und Stadtteile. Seinen Namen verdankt der Ort Ernst Ludwig von der Gröben, Erb- und Gerichtsherr von Löwenbruch und Ludwigsfelde, Staatsdiener am Hofe Friedrich des Großen.

Internet: www.ludwigsfelde.de  

Diese Grenze hatte Ludwigsfelde im November 2015 überschritten. Im Februar 2018 hatte die Stadt erstmals mehr als 26.000 Einwohner. Das Überschreiten der Grenze von 30.000 Menschen im Ort wird in wenigen Jahren erwartet.

Die Stadtverordneten hatten aus finanziellen Gründen entschieden, nicht die Maximalzahl von 32 Mandaten auszuschöpfen, aber dennoch mehr als die bisherigen 28 Stadtverordneten zu wählen. Damit hat Ludwigsfelde künftig die zweitgrößte Kommunalvertretung im Kreis nach Blankenfelde-Mahlow, der nach Einwohnern größten Gemeinde. Dort gibt es 32 Mandate für ehrenamtliche Politiker plus Bürgermeister.

Wer regiert jetzt?

Bürgermeister: Andreas Igel (SPD)

Stadtverordnete (28 Sitze):

SPD 12

Die Linke/FiLu 8

CDU/FDP 5

Vereinte – Freie Wähler 2

Republikaner 1

Um die nun 30 Ludwigsfelder Mandate bewerben sich 90 Männer und Frauen. Das ist der Wahlbekanntmachung der Stadt zu entnehmen. Außerdem informierte Wahlleiter und Erster Beigeordneter Christian Großmann zur jüngsten Stadtverordnetenversammlung, dass nach Prüfung der eingegangenen Kandidatenlisten zehn Wahlvorschläge zugelassen seien.

Zwei Neue: Afd und EvoLu

Neu sind dabei in Ludwigsfelde die AfD und EvoLu (Engagiert, vereint, organisiert für Ludwigsfelde). Weder Republikaner oder NPD treten dieses Mal an, der fraktionslose Stadtverordnete Heiko Müller (Mandat Republikaner) findet sich auf der AfD-Kandidatenliste. Die wird von einem im Stadtparlament bekannten Namen angeführt: Eberhard Grünert. Der promovierte Verleger hatte zuletzt für die Bürgerinitiative für ein lebenswertes Ludwigsfelde politisch mit gestaltet.

Außerdem wird eine bekannte Fraktion unter geändertem Namen auf der Wählerliste stehen: Die Vereinte – Wir für Ludwigsfelde/Freie Wähler Ludwigsfelde, kurz Vereinte, tritt nun als Vereinte – Wir für Ludwigsfelde an, kurz: Vereinte. Wir für Lu.

Gröben fehlen Kandidaten für den Ortsbeirat

Besonderheiten gibt es auch bei den Wahlen zur den Ortsbeiräten: Die Wahl für die Gröbener ist vorerst abgesagt. „Es gibt dort bisher nur einen Kandidaten, das reicht nicht“, sagt Großmann, es hätten für den dreiköpfigen Ortsbeirat wenigstens zwei sein müssen. Und der Wahlleiter sagte, aus Vernunftgründen sei für eine Nachwahl der Termin am 1. September vorgemerkt, der Tag der Landtagswahl; „vorausgesetzt, es finden sich bis dahin genug Kandidaten.“

Auch die Siethener wählen am 26. Mai keinen neuen Ortsbeirat – sie hatten nach mehreren Rücktritten und langem Suchen mit Steffi Lässig und Mario Fred Jähnichen erst im Mai 2018 einen neuen Ortsbeirat gewählt. „Der bleibt nun bis 2024“, so der Wahlleiter im Rathaussaal.

Wachstumsschmerzen

Zurzeit hat die Stadt Ludwigsfelde zu tun, ihre sogenannten Wachstumsschmerzen im Griff zu behalten, Kitas und Schulen, Sportstätten und Vereine sind zu klein und reichen vorn und hinten nicht. Da kommen auf die neuen Stadtverordneten Zeiten zu, in denen sie pragmatisch und teils schnell zu entscheiden haben.

Bettina Lugk (SPD), die 37 Jahre alte Stadtrat-Vorsitzende, sagt: „Wir müssen im Interesse der vielen Pendler am Bahnhof unbedingt Parkplatz-Lösungen finden, der Ausbau von W-Lan- und Breitband-Netz muss für den Industrie-Standort erste Priorität haben und wir müssen vor dem Hintergrund von E-Bikes und E-Scootern unser Radwege-Konzept überdenken.“

Wer tritt an?

SPD: Odette Moll, Marcel Penquitt, Karin Marquard, Bettina Lugk, Hans-Dieter Kühlewind, Angelika Österreicher, Mario Foth, Christina Bauermeister, Wilhelm Graf, Ilona Lehmberg,. Wilfried Köppen, Christopher Lars Riemann, Dietmar Lorberg, Christian Quade, Frank Priefert, Iven Kühlewind, Marianne Such, Steffen Hölscher, Sven Thielicke, Olaf Jahnke, Friederike Weider, Toni Breuer, Tile Betzhold, Tobias, Brosig, Siegfried Plettner.

Die Linke: Peter Dunkel, Angelika Linke, Sarah Feggeler, Silvio Pape, Cornelia Hafenmayer, Dirk Krause, Heidrun Heinrich, Bert Semmler, Ingrid Falke, Tobias Lübbert, Marina Khan, Klaus Hubrig, Erika Dahlke, Uwe Wodtke, Monika Seidel, Michael Schilke, Rosemarie Pätsch, Rocco Parlow, Ronald Finke, Peter Kliemank, André Kolloch, Joachim Brußies, Alexander Nicolaus, Abdul Carimo.

CDU: Detlef Helgert, Rosemarie Kleinfeld, Martino Persky, Katja Wuscher, Benno Bleifuhs, Bodo Zühlke, Matthias Müller, Detlef Laubinger, Gregor Lutz, Joachim Lichtblau.

AfD: Eberhard Grünert, Marco Jung, Michael Decker, Heidrun Giese, Mario Kuwald, Hendricus Albrecht, Heiko Müller, Detlef Wolf.

B’90/Die Grünen: Daniela Felsch, David Felsch, Michael Fritzsch, Lars Wendlandt.

Vereinte. Wir für Lu: Niels Laag, Hans-Erwin Baltrusch, Silvana Gericke, Helmut Zwanzig, Arndt Hofmann, Evelyn Koepke, Nicky Kuhle, Roland Klugmann.

FiLu: Angelika Wodtke, Monika Kollert, Gudrun Krüger, Susann Motsch, Ilona Franke, Doris Peter

Engagiert Vereint Organisiert für Ludwigsfelde: Jens Wylegalla, Peter Kramer, Uwe John

Die Partei: Rudolph Nagel

Einzelwahlvorschlag: Kirsten Flenker

 

Von Jutta Abromeit

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