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14:15 31.08.2019
Die neuen Schulcontainer an der Theodor-Fontane-Grundschule in Ludwigsfelde. Quelle: Jutta Abromeit
Ludwigsfelde

Die Zuzugsstadt Ludwigsfelde sucht nach weiteren Möglichkeiten, Schüler in den Klassenstufen sieben bis zehn, also der Sekunderstufe I, zu unterrichten. Die Einwohnerzahl in Ludwigsfelde wächst so schnell, dass die Kommune nicht nur auf ihre avisierte neue Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe warten kann. Sie kann im günstigsten Fall zum Schuljahr 2021/22 an den Start gehen. Schon vorher werden mehr Klassen in der Sekundarstufe I gebraucht. Deshalb beschlossen die Stadtverordneten in dieser Woche, eine Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben. Damit soll klar werden, welche Schulen in der Stadt baulich erweitert werden und welche außerdem 7. bis 10. Klassen aufnehmen können.

Verwirrung um Beschlussvorschlag

Der Beschlussvorschlag der Verwaltung mit dem Titel „Machbarkeitsstudie zu Potentialen etwaiger baulicher Erweiterungen der Gebrüder-Grimm-Grundschule, der Theodor-Fontane-Grundschule, der Förderschule sowie deren Sport- und Außenanlagen und zur Nachmittagsbetreuung“ hatte für einige Verwirrung gesorgt. Denn zurzeit werden bereits Leichtbau-Module für sechs Klassenräume, ein Lehrerzimmer und Sanitäranlagen neben die Theodor-Fontane-Grundschule für den Schulbetrieb ausgestattet. Nach den Herbstferien sollen sie in Betrieb gehen.

Theodor-Fontane-Grundschule im Dichterviertel von Ludwigsfelde Quelle: Jutta Abromeit

Hinzu kommt: Es gibt die durchaus um einige Klassen erweiterbare Gottlieb-Daimler-Oberschule. Und neben der Gesamtschul-Neugründung gibt es den Beschluss vom Frühjahr, die Kleeblatt-Grundschule zu einem Schulkomplex umzubauen. Dieses Vorhaben war je nach Umsetzung aller Module mit 28 bis 35 Millionen Euro beziffert. Damit ist es die größte Investition der Stadt jemals.

"Kleeblatt"-Grundschule Ludwigsfelde Quelle: Jutta Abromeit

Der Sozialausschuss-Vorsitzende Frank Priefert (SPD) mahnte denn auch, das Ergebnis der Studie zum Kleeblatt-Komplex abzuwarten. Und er sagte: „Wir müssen endlich Nägel mit Köpfen machen und den Willen der Bürger umsetzen.“Das sei vor allem die Gesamtschule mit Abiturstufe, so Priefert.

Bürgermeister Andreas Igel (ebenfalls SPD) hielt dagegen: „Wir haben aber die Bedarfe. Wenn wir nur die Oberschule betrachten, müsste die zehnzügig sein, das wäre ein Schulfabrik, die keiner wollen kann.“ Der ehemalige Schulrat und Vereinte-Fraktionschef Hans-Erwin Baltrusch erklärte: Entweder oder – bei zwei Oberschulen in der Stadt wird eine eine ,Restschule’, das weiß ich aus Erfahrung. Doch das will wohl keiner.“ Er plädierte dafür, das Oberstufen-Zentrum in die Betrachtung einzubeziehen. „Was wir jetzt sicherstellen müssen, ist das Raumprogramm“, so Baltrusch.

Alle Schulstandorte kommen unter die Lupe

Die Stadtverordneten-Vorsitzende Bettina Lugk (SPD) versuchte Ordnung in die Diskussion zu bringen und bat, das Thema Oberschule aus der Raum-Diskussion rauszuhalten. „Dafür hätten auch die Eltern, deren Kinder es betrifft, kein Verständnis“, sagte sie.

Priefert schlug zur Vereinfachung vor, nicht einzelne Schulen im Beschlussvorschlag aufzuzählen, sondern „die Ludwigsfelder Schulstandorte“ untersuchen zu lassen. Mit dieser Änderung wurde der Machbarkeitsstudie zu Schulerweiterungen in Ludwigsfelde bei drei Enthaltungen zugestimmt. Ausdrücklich einbezogen ist die Förderschule in der Allendestraße in Trägerschaft des Kreises, dort gibt es freie Räume, die ohne großen Umbau kommunal nutzbar wären.

Von Jutta Abromeit

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