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Ludwigsfelde Entscheidung zur Ludwigsfelder „Kleeblatt“-Schule soll 2019 fallen
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00:16 01.01.2019
Die aus allen Nähten platzende „Kleeblatt"-Grundschule Ludwigsfelde am Anton-Saefkow-Ring im Stadtteil Nord. Quelle: Fotos: Jutta Abromeit (3)
Ludwigsfelde

Wird das Gebäude der „Kleeblatt“-Grundschule in Ludwigsfelde saniert oder abgerissen, komplett umgebaut oder erweitert? Vor dieser Frage stehen die Verantwortlichen im Rathaus der Zuzugsstadt und die Stadtverordneten. Damit es darüber schnell Klarheit gibt, wurde jetzt eine Machbarkeitsstudie auf den Weg gebracht. Im April werde das Ergebnis erwartet, erklärt Paul Niepalla (SPD), im Rathaus als Fachbereichsleiter verantwortlich für die Bereiche Soziales, Familien, Sport und Kultur.

Richtig große Aufgaben für die Stadt

Zuerst müsse dabei geklärt werden, ob das Haus überhaupt sanierbar ist. „Dann muss für eine Entscheidung auch die Turnhallen-Frage mit gestellt werden, um rundrum optimale Lern- und Arbeitsbedingungen für Schüler und Lehrer zu schaffen“, so der Mann aus der Chefetage der Ludwigsfelder Verwaltung. Und er sagt: „Da kommen schon richtig große Aufgaben und Herausforderungen auf uns zu, da darf man keine Illusionen haben.“ Es gehe dabei nicht nur um die Optik des früheren DDR-Serienbaus für Schulen, sondern auch um Lärmschutz und Raumaufteilungen.

 Zurzeit hat die „Kleeblatt“-Schule am Anton-Saefkow-Ring 25 Klassen mit deutlich mehr als 500 Schülern, vorwiegend aus dem Stadtteil Nord und Ludwigsdorf. Nach den jüngsten Zahlen geht man in Ludwigsfelde wie berichtet davon aus, dass es statt der jährlich neun 1. Klassen künftig 14 werden. Sollte die Kleeblatt-Grundschule nicht erweitert werden, müssten die „Gebrüder-Grimm“- und die „Theodor-Fontane“-Grundschule aufgestockt oder eine vierte Grundschule im Ort eingerichtet werden. Bis zum Mauerfall hatte Ludwigsfelde sieben Grundschulen.

Grundschulzeit nur mit Baustelle – ein Unding

Bürgermeister Andreas Igel (SPD) erklärt auf der Internetseite der Stadt, es gehe bei der Lösung solcher Fragen nicht allein um die „Kleeblatt“-Grundschule, sondern auch um den Sportunterricht und darum, dass auch diese Schulkinder vernünftig essen gehen können. Verwaltung und Stadtverordnete waren bei der Suche nach einem neuen Domizil für den Judoverein so verblieben, dass die Judoka als Anbieter von Freizeitangeboten an der „Kleeblatt“-Schule aktiv werden.

Die Ludwigsfelder Kita "Kleeblatt" ist Hort und Vorschule Quelle: Jutta Abromeit

Mit Blick auf die Kapazitätsgrenze sagt Igel: „Unter diesen Bedingungen eine Schule umzubauen bedeutet, dass manche Kinder ihre gesamte Grundschulzeit nur als Baustelle erlebten, das halte ich für nicht hinnehmbar.“

Auch wenn ein Studien-Ergebnis im April vorliegt, gibt es 2019 sicher noch keinen Baubeginn, sagt Paul Niepalla. Dazu seien dann die Planung, Vorarbeiten und Entscheidungen der Stadtverordneten nötig und eine enge Abstimmung mit dem Gebäudemanagement im Haus, damit alles geordnet zugehe. „Aber Klarheit über die nächsten Meilensteine muss es nächstes Jahr geben.“

Von Jutta Abromeit

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