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Ludwigsfelde Großes Straßenfußballturnier an der Autobahnbrücke
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17:07 26.05.2019
Die Spieler beim Straßenfußballturnier
Die Spieler beim Straßenfußballturnier Quelle: Marina Ujlaki
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Ludwigsfelde

Ungewohnte Töne hallten am Sonntag durch die bunt besprühten Säulenreihen unter der A 10 in Ludwigsfelde. Laute Anfeuerungsrufe, knappe Spielkommandos und dumpfes Knallen, wenn der Ball gegen die Banden prallte, waren weithin zu hören. Auf dem Edeka-Parkplatz neben der Autobahnbrücke kämpften Jugendliche der Region gestern um den Siegespokal im Straßenfußball sowie um den Fair-Play-Pokal. Die Teams mit Fantasienamen wie Red Devils, FC Liverpool, Team Risiko und 1. FC Tortenheber traten gegeneinander an.

Viele Mannschaften spielten beim Straßenfußballturnier um den Pokal.

Zwar ging es vor allem um den Spaß, allerdings hatten sich die Organisatoren als Anreiz neben dem Pokal eine zusätzliche Siegestrophäe ausgedacht. „Die Gewinner erhalten ein Ticket für das Brandenburg-Finale am 15. Juni am Tropical Islands“, berichtete DRK-Jugendsozialarbeiter Patrick Walter. „Erst spielen, dann Badespaß im Freizeitpark mit allem drum und dran genießen. Das ist schon ein verlockender Anreiz, denn viele unserer Kids können sich das sonst nicht leisten“, erklärte Walter.

Es geht auch um Fairplay

Die DRK-Jugendarbeit veranstaltete das Turnier gemeinsam mit Jugendlichen vom DRK-Jugendzentrum im Citytreff, mit dem Verein Straßenfußball und Vertretern der Jugendsozialarbeit an der Gottlieb-Daimler-Oberschule. „Beim Straßenfußball geht es nicht nur um Tore, sondern um das Fairplay“, erläuterte Organisatorin Isabell Linge vom Verein Straßenfußball einem Projekt des Landesprogramms „Integration durch Sport“. So werten die Spieler gegnerischer Mannschaften nach jedem Spiel gemeinsam mit dem Teamer aus, wie es gelaufen ist. Dabei bringen Mädchentore und das Einhalten der Fair-Play-Regeln weitere Punkte.

Mannschaft traf sich im Citytreff

Tom Seidel, der Kapitän vom „Team Risiko“, meldete seine Mannschaft als Erste für das Turnier an. Wie er kamen auch seine Mitspieler von der Daimler-Schule. In ihrer Freizeit treffen sie sich oft im Jugendzentrum. Dem Schulalter sind die Sportler des „FC Tortenheber“ schon einige Zeit entwachsen. Fabiano, Julian, Mario und Mustafa machen eine Ausbildung oder gehen schon arbeiten. Alesia Chilange, das Mädchen im Team „Tortenheber“, lernt gerade für ihr Fachabitur am Ludwigsfelder Oberstufenzentrum: „Ich bin es gewohnt, mit Jungs in einer Mannschaft Fußball zu spielen und selbst nicht zaghaft. Klar vergisst man es im Eifer manchmal, aber eigentlich geht es immer fair zu“, meinte die Sportlerin. Wie der Name schon ahnen lässt, geht es bei den „Tortenhebern“ vor allem um den Spaß. Früher haben sie im Jugendtreff regelmäßig für den Straßenfußball trainiert. Jetzt haben sie durch Zufall von dem Termin erfahren und wollten es spontan noch einmal wissen.

Den Titel holte am Ende das Team „FC Liverpool“.

Von Marina Ujlaki