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Ludwigsfelde Peter Knitter erwägt Kegelbahn-Verkauf
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18:36 15.04.2019
Heidemarie Berking und ihre Mitstreiter von der Herzsportgruppe des Vereins Turn- und Gymnastik-Club Ludwigsfelde in der Kegelbahn Ludwigsfelde.
Ludwigsfelde

Rundherum wird abgerissen oder neu gebaut – und was wird aus der Kegelbahn in Ludwigsfelde? Das wollten wie schon andere in der Stadt diese Woche am MAZ-Lesertelefon auch Bernd und Gerlind Michael wissen.

Horst Schollmeyer ist seit 19 Jahren Kellner in der Kegelbahn Ludwigsfelde Quelle: Jutta Abromeit

Jeden Monat zwei Mal kommen sie mit Gleichgesinnten von der Akademie 2. Lebenshälfte zum Bowling an die Potsdamer Straße. Dort in der Gaststätte aus DDR-Zeiten haben sie gehört, dass Besitzer und Betreiber Peter Knitter die Kegelbahn verkauft hätte. Gerlind Michael fragt nun: „Stimmt das?“

Die MAZ wollte es vom inzwischen 75 Jahre alten Gastronomen selbst wissen: „Was ist dran an diesem Gerücht?“ Peter Knitter sagt, verkauft sei die Kegelbahn nicht. Doch er überlege tatsächlich, ob das eine Option für ihn ist. „Ich werde ja auch nicht jünger...“, meint er. Das Lächeln fällt ihm schwer bei diesem Thema. Denn seit 60 Jahren, also bereits seit seiner Lehre, ist er in der Gastronomie unterwegs.

Kegeln in der Kegelbahn an der Potsdamer Straße in Ludwigsfelde, später wurde auf Bowling umgerüstet. Quelle: Archiv Stadt Ludwigsfelde

In den Jahren vor dem Mauerfall war er HO-Chef im Altkreis Zossen. Bereits damals pflegte er engen Kontakt zur Tageszeitung vor Ort: Gemeinsam mit dem MAZ-Vorgänger Märkische Volksstimme und mit dem Konsum im damaligen Kreis Zossen wurden jedes Jahr die Sieger im MAZ-Gaststätten-Wettbewerb gesucht.

Die heute 40 Jahre alte Kegelbahn in Ludwigsfelde ist ein DDR-Bau mit „Hongkong“-Dach. Diese markanten, ursprünglich aus der Wasserwirtschaft stammenden Beton-Elemente wurden auch für Dächer von Eigenheimen verwendet und firmierten unter der Bezeichnung „Typ Luckenwalde“.

Der alte Fußgänger-Überweg Potsdamer Straße zwischen Schwimmhalle und Hochhaus, rechts die Kegelbahn. Quelle: Archiv Stadt Ludwigsfelde

Den Kegelbahn-Flachbau betreibt Knitter inzwischen die längste Zeit – seit 29 Jahren gehört sie ihm. Beim Blick vor die Haustür und zu den Kränen auf der Baustelle nebenan, wo derzeit neue Mehrgeschosser für 119 Mietwohnungen entstehen, sagt er grübelnd: „Ich weiß wirklich noch nicht genau, ob ich schon loslassen kann.“

Das Haus ist in die Jahre gekommen

Zurzeit steht der Unternehmer an jedem Öffnungstag entweder in der Küche oder hinter dem Tresen, manchmal macht er auch beides. An Schließtagen kauft er ein und erledigt den bürokratischen Teil seines Jobs. Da hat er selten die Muße, mit Stammkunden zu schwatzen.

Auch er weiß, dass sein Haus in die Jahre gekommen ist und manch einer seiner Gäste findet, es wäre Zeit für etwas Neues, wenigstens bei der Innenausstattung. Seine Gegenfrage: „In meinem Alter noch investieren?“

Vielleicht ein neuer Betreiber

Er belässt es bei der Ankündigung, dass er einen Verkauf erwägt. Es sei wirklich offen, ob er ganz verkauft mit ungewisser Zukunft für die Kegelbahn oder ob es mit einem Eigentümer-Wechsel auch einen neuen Kegel- beziehungsweise Bowlingbahn-Betreiber geben wird.

Von Jutta Abromeit

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