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Ludwigsfelde Klubhaus-Konzept lässt auf sich warten
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11:35 11.01.2020
Ursprünglich hatte man schon im vergangenen Jahr zum 60. Geburtstag mit dem neuen Konzept gerechnet. Quelle: Jutta Abromeit
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Ludwigsfelde

Bürgermeister Andreas Igel (SPD) hat die Vorlage zur neuen Konzeption des Ludwigsfelder Klubhauses kurzfristig zurückgezogen. Im nunmehr 61. Jahr seines Bestehens sollte das überarbeitete Klubhaus-Konzept eigentlich umgesetzt werden. Es ist noch offen, wie es weiter geht.

Mehr Veranstaltungen bedeutete höhere Kosten

Vor allem der hohe Zuschussbedarf wird von manch einem der Ludwigsfelder Stadtverordneten kritisch gesehen. Rund 700 000 Euro musste die Stadt Ludwigsfelde im letzten Jahr zuschießen, um die Existenz des Kulturhauses im Herzen der Stadt zu sichern.

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Bei zahlreichen Veranstaltungen seit der Sanierung des Klubhauses konnten praktische Erfahrungen im Veranstaltungsbereich gesammelt werden. Die immer größere Zahl von Veranstaltungen sorgte jedoch auch für höhere Kosten.

Steigende Besucherzahlen

Fanden 2016 noch 149 Veranstaltungen im Klubhaus statt, stieg deren Zahl in den Jahren 2017 und 2018 auf 211 Veranstaltungen. Seit der Sanierung wird das Klubhaus quer durch alle Bevölkerungsschichten gerne angenommen, das zeigen auch die Zahlen in den unterschiedlichen Veranstaltungsbereichen. So fanden 2018 etwa 41 Kinderveranstaltungen statt und 66 Tanz-, Show- und Konzertveranstaltungen. Zu Kino oder Theater konnte man 33 mal ins Klubhaus gehen, und die Zahl von Veranstaltungen für Senioren stieg von zwölf im Jahr 2016 auf zuletzt 23 im vergangenen Jahr. Die Besucherzahlen stiegen im gleichen Zeitraum von gut 30 000 auf über 51 000 Gäste.

Weniger Zuschüsse

Mit dem Auftrag für eine Neukonzeption sollte die Rathausspitze nun verschiedene Aspekte im Blick haben. Dazu zählten unter anderem eine verbesserte Auslastung, eine Schärfung des kulturellen Angebots und der Zielgruppen sowie der städtische Zuschussbedarf. Zwar spricht der erste Entwurf der Neukonzeption erst einmal von einer „Stabilisierung des städtischen Zuschussbedarfs“, angesichts der Haushaltssituation der Stadt muss man aber mittel- bis längerfristig davon ausgehen, dass die Zuschüsse für das Klubhaus reduziert werden sollen.

Zentrum der städtischen Kultur für alle Bürger

In mehreren Bürgerforen und Beratungen wurde seit 2018 unter Mitwirkung des Berliner Instituts für Public Management über das Klubhauskonzept „für die nächsten 15 Jahre“ beraten. Dementsprechend sollte es mit der Einbringung des Konzeptes in die städtischen Gremien demnächst an die Umsetzung gehen. Doch den Abgeordneten im Hauptausschuss war das vorliegende Konzept nun nicht ausreichend: „Das Kulturkonzept muss für die gesamte Stadt entstehen“ oder „das Klubhaus ist zwar ein Juwel, aber es läuft ja nicht“ hieß es in der Debatte über das vom Fachbereichsleiter Paul Niepalla vorgetragene Konzept. Es soll jetzt noch einmal an die Bewohner und Kulturschaffenden in Ludwigsfeld zurückgegeben und beraten werden. In welcher Form das geschieht, blieb zunächst einmal offen.

Von Udo Böhlefeld

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