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Ludwigsfelde Märkisches Kinderdorf: Grundstein für eine Höhle gelegt
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20:07 27.03.2019
Bei der Grundsteinlegung: Matthias Ruge (Bauunternehmer), Hans-Erwin Baltrusch ( Vereinsvorsitzender), Andreas Igel (SPD; Bürgermeister), Iris Wassermann Geschäftsführerin und Leiterin des Kinderdorfes) Quelle: Marina Ujlaki
Ludwigsfelde

Eine „Höhle“ in einem Rodelberg entsteht gegenwärtig auf dem Gelände des Märkischen Kinderdorfs in Ludwigsfelde. Für das Bauvorhaben des Vereins, der Kinder und Jugendliche in akuten Not- und Gefahrensituationen vorübergehend in Obhut nimmt, erfolgte am Mittwoch die Grundsteinlegung.

Begegnungsstätte wird zum Sommerfest fertig

Bis zum Sommerfest im August wird hier eine Begegnungsstätte gebaut, die zu vielerlei Anlässen genutzt werden kann. Für Jugendliche, die auch mal für sich sein wollen, soll die „Höhle“ ein Rückzugsort werden, für Mädchen und Jungen, die sich außerhalb ihrer Wohngruppen treffen wollen, soll sie ein Ort der Begegnung sein. Aber auch für größere Veranstaltungen, für Treffen mit Sponsoren, Schulungen und Versammlungen will der Verein das neue Gebäude mit Leben erfüllen.

Erste Überlegungen vor zwei Jahren

Erste Überlegungen zum Bau eines multifunktionalen Baus gab es vor mehr als zwei Jahren. Vorstand und Vereinsmitglieder waren sich damals einig, der Neubau müsste sich in das vorhandene Umfeld auf dem Gelände des Kinderdorfes integrieren. Seitdem nahm das Projekt schrittweise Gestalt an, vor allem nachdem Caroline Rauhöft, damals noch Architekturstudentin, ihre Idee für die „Höhle“ entwickelte und im Kinderdorf vorstellte.

Architektin Caroline Rauhöft und Vereinschef Hans-Erwin Baltrusch (re) Quelle: Marina Ujlaki

Idee: Höhle im Rodelberg

„Ich bin geborene Ludwigsfelderin und kenne das Kinderdorf. Der Rodelberg erfreut sich außerordentlicher Beliebtheit“, sagte sie. „Warum diesen dann nicht gleich nutzen, um den Kindern und Jugendlichen noch mehr Freude zu bereiten!?“ Die Höhle vervollständig städtebaulich das bestehende Dorf als stiller Nachbar. „Außerdem lieben alle Kinder Buden und Höhlen“, beschreibt die junge Architektin ihre Idee, die sie im Rahmen eines Studienprojektes für das Kinderdorf geplant und entwickelt hat. Das neue Haus mit 80 Quadratmetern Nutzfläche wird tatsächlich in den vorhandenen Rodelberg integriert. Verschiebbare Funktionskästen dienen als Schlafmöglichkeiten, Arbeitsplätze und kleine Tribünen. Glasfronten, Oberlichter ermöglichen für natürliches Licht. Eine Absturzsicherung auf dem Dach sichert das Rodeln der Jüngsten.

Architektin kommt zum Sommerfest

Für die Umsetzung sorgen Simona Morawski vom Ludwigsfelder Ingenieurbüro für Bauplanung und das Siethener Bauunternehmen Matthias Ruge. „Ich bin echt gespannt, wie mein erstes Projekt Form annimmt. Zum Sommerfest bin ich auf jeden Fall dabei“, sagte Architektin Caroline Rauhöft. Drei Wünsche verknüpfte Vereinsvorsitzender Baltrusch mit den traditionellen Hammerschlägen: „Wir hoffen, es wird Begegnungsstätte des gelebten Miteinanders, Haus der Gastfreundschaft und Partnerschaft sowie Stolz und Heimstatt des Vereins.“

Von Marina Ujlaki

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