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Ludwigsfelde Ministerin verspricht mehr Züge für Anhalter Bahn
Lokales Teltow-Fläming Ludwigsfelde Ministerin verspricht mehr Züge für Anhalter Bahn
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20:33 12.04.2019
Ein Zug der Linie RE4 auf der Anhalter Bahn. Quelle: Jutta Abromeit
Ludwigsfelde

Ein zusätzlicher, dritter Zug pro Stunde zwischen Berlin und Ludwigsfelde und die Prüfung weiterer Verbesserungen auf der Anhalter Bahn – das verspricht die Infrastrukturministerin des Landes, Kathrin Schneider (SPD), den Bürgermeistern an der Bahnstrecke. Das geht aus dem Antwortschreiben Schneiders auf einen Brandbrief der Stadt- und Gemeindeoberhäupter von Luckenwalde, Ludwigsfelde, Trebbin, Jüterbog, Großbeeren und Nuthe-Urstromtal hervor. Die Stadt Ludwigsfelde machte den auf den 4. April datierten Brief am Freitag öffentlich.

Fernverkehr wird zum Teil auf die Dresdner Bahn verlagert

Mit der Inbetriebnahme der Dresdner Bahn (der Bahnstrecke von Berlin über Zossen und Baruth Richtung Süden) würden einige bisher auf der Anhalter Bahn fahrende Fernverkehrszüge dorthin verlagert. Das ermögliche mit der Inbetriebnahme des neuen Nord-Süd-Netzes den dritten Zug pro Stunde zwischen Berlin-Südkreuz und Ludwigsfelde. Voraussichtlich im Dezember 2026 werde es soweit sein. Da es bei diesen Planungen unter anderem um eine leistungsfähige Anbindung der Wirtschaftsstandorte gehe, werde dieser Zug auch in Großbeeren halten. Zudem verweist sie auf die neue RB 32, die 2022 den Betrieb aufnehmen soll. Sie wird von Ludwigsfelde zum BER und von dort als Flughafenexpress nach Berlin-Ostkreuz, später bis nach Oranienburg fahren. Damit verbessere sich auch die Anbindung der Gemeinden an der Anhalter Bahn in die östlichen Stadtbezirke von Berlin

Schneider sieht Handlungsbedarf

Schneider gesteht aber ein, dass auch der Ausbau der Strecke nötig sein könnte: „Ich stimme mit Ihnen überein, dass auch auf der Anhalter Bahn Handlungsbedarf im Zusammenhang mit dem wachsenden Fernverkehrsangebot besteht“, heißt es in dem Schreiben der Ministerin. Auch ein im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums erstelltes Gutachten zu den Planungen für den sogenannten Deutschland-Takt habe einen Ausbaubedarf zwischen Berlin und Ludwigsfelde festgestellt. Berlin und Brandenburg würden sich bei der Abstimmung zur Umsetzung des Taktes dafür einsetzen. „Es liegt im Interesse beider Länder, einen guten Ausgleich zwischen Fern- und Regionalverkehr zu sichern.“ Schneider lädt die Bürgermeister zu einem Gespräch über das weitere Vorgehen ein.

Beschwerde über fehlende Berücksichtigung bei Verkehrskonzept

Die Bürgermeister hatten sich Mitte Februar darüber beschwert, dass in dem Verkehrskonzept „i2030“ die Anhalter Bahn nicht als einer der zu verbessernden Korridore gekennzeichnet war. Sie verwiesen dabei auf die steigenden Passagierzahlen nach der BER-Eröffnung, das Bevölkerungswachstum und die jetzt schon existierende Überlastung der Strecke.

Von Carsten Schäfer

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