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18:29 13.01.2020
Die grundhafte Instandsetzung wie hier in der Rudolf-Breitscheid-Straße in Ludwigsfelde rührt der Haushaltsansatz nicht an. Quelle: Jutta Abromeit
Ludwigsfelde

500.000 Euro will die Stadt Ludwigsfelde im Haushalt 2020 beim Unterhalt von Gebäuden und Straßen einsparen. Nach Abschluss des vergangenen Jahres sei das lediglich eine Orientierung an der Realität sagte die Pressestelle der Stadt auf Nachfrage.

Sparen an Gebäuden und Straßen

Auf der Suche nach Einsparmöglichkeiten hatte Christian Großmann, Erster Beigeordneter von Bürgermeister Andreas Igel, in der vergangenen Woche dem Hauptausschuss ein Konzept vorgeschlagen, dem zufolge rund 1,6 Millionen Euro eingespart werden können. Damit sollte das zu erwartende Defizit von 4,7 Millionen Euro reduziert werden. Eine halbe Million Euro, so der Beigeordnete, sollte beim Unterhalt von Straßen und Gebäuden eingespart werden.

Realistische Reduzierung

Auf Nachfrage der MAZ antwortete Ludwigsfeldes Pressesprecherin Liza Ruschin, dass es dabei nicht um Einsparungen bei konkreten Maßnahmen, sondern um die Reduzierung von eher abstrakten Haushaltsansätzen gehe. In den planmäßigen Mitteln für die Unterhaltung von Gebäuden und Straßen seien sowohl Kosten für geplante Instandhaltungsmaßnahmen als auch Gelder für unvorhersehbare Reparaturarbeiten enthalten.

Dabei sei im vergangenen Jahr für die Unterhaltung von 140 Kilometern Gemeindestraßen ein Betrag von 936.000 Euro im Haushalt vorgesehen gewesen. Tatsächlich gebraucht habe die Stadt aber lediglich 350.000 Euro. Da sich dieses Ergebnis bereits abgezeichnet habe, wurde der ursprüngliche Haushaltsansatz im Oktober bereits auf 850.000 Euro reduziert.

Nach Abschluss des Haushaltsjahres 2019 sei nun das weitere Einsparpotenzial deutlich geworden. „Somit ist eine Reduzierung des Ansatzes für das Jahr 2020 auf 600.000 Euro realistisch“, schlussfolgerte Ruschin.

Ausreichend Sicherheit

Ähnlich verhalte es sich im Bereich der Gebäudeunterhaltung. Von den ursprünglich geplanten 1,9 Millionen Euro wurden nur 1,1 Millionen Euro benötigt. Dem entsprechend biete auch dieser Haushaltsansatz mit 1,4 Millionen Euro noch ausreichend Sicherheit, um notwendige Instandhaltungs- und Reparaturarbeiten durchzuführen. Ausgaben für Neubauten oder die grundhafte Instandsetzung von Gemeindestraßen würden ohnehin an anderer Stelle geplant, wie zu erfahren war.

Für Bürgermeister Andreas Igel (SPD) ist die Suche nach Einsparmöglichkeiten längst nicht abgeschlossen. „Wir haben die Planungen für das Haushaltsjahr 2020 mit einem Defizit von fast fünf Millionen begonnen und sind nun bei der Hälfte gelandet“, hatte das Stadtoberhaupt bei der dritten Lesung zum Haushalt geäußert.

Von Udo Böhlefeld

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