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Ludwigsfelde Moskauer Ballett verzaubert mit „Schwanensee“
Lokales Teltow-Fläming Ludwigsfelde Moskauer Ballett verzaubert mit „Schwanensee“
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10:28 31.12.2018
Die Tänzer vom Russischen Ballettfestival Moskau begeisterten mit „Schwanensee“ das Publikum im Klubhaus in Ludwigsfelde. Quelle: Marina Ujlaki
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Ludwigsfelde

Einen schönen Abend erlebten Liebhaber klassischer Ballettkunst zwischen den Jahren im Ludwigsfelder Klubhaus. Das Russische Ballettfestival Moskau präsentierte am Freitag den Klassiker „Schwanensee“, getanzt vom Ensemble des Russischen Staatstheaters für Oper und Ballett Ufa.

Anmutiger Tanz

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Die tiefe Theaterbühne des Ludwigsfelder Hauses bot ideale Bedingungen für die Inszenierung und brachte das märchenhafte Bühnenbild und die Choreographie in zauberhaften Kostümen gut zur Geltung. Wer im Publikum allerdings den anmutigen Tanz der Ballerina und der Schwäne bis hin zu den Spitzenschuhen ganz genau verfolgen wollte, musste in den Zuschauerreihen im Saal schon etwas den Hals recken.

Liebe zum Tanz

Die Ludwigsfelderin Elisabeth Schulz genoss das Ballett-Ereignis mit ihrer Tochter Sandra und Enkelin Sara-Fina aus Klausdorf jedenfalls in vollen Zügen. „Die Liebe zum Tanz liegt bei uns in der Familie. Den Abend gemeinsam zu verbringen und dabei in die Welt des Balletts einzutauchen, das ist schon etwas Besonderes“, sagte Tochter Sandra. „Man gönnt sich viel zu selten was Gutes“, so Jörg und Heike Sebald. Wie viele andere Ballettbesucher, hatten sich die beiden Ludwigsfelder mit diesem Abend selbst eine Freude bereitet.

Inbegriff klassischer Tanzkunst

„Schwanensee“, das erste Ballett aus der Feder des Komponisten Pjotr Iljitsch Tschaikowsky, ist weltweit wohl das bekannteste Ballett überhaupt und für viele Menschen der Inbegriff klassischer Tanzkunst. Nicht umsonst gehört es zum Standardrepertoire vieler klassischer Ballettkompanien. Bereits im Jahr 1876 vollendete der damals 36-jährige Tonkünstler das Meisterwerk. Doch erst Jahre später nach seinem Tod gelang am Mariinski Theater St. in Petersburg eine bis heute richtungweisende Inszenierung. Seither fasziniert das romantische Märchen von der in einen weißen Schwan verzauberten Prinzessin Odette und ihrer diabolischen Gegenspielerin Odile, dem schwarzen Schwan, das Publikum. Wer kennt nicht den Tanz der vier kleinen Schwäne, und auch die unvergleichliche Musik Tschaikowskis? Es ist das Märchen vom Prinzen Siegfried, der sich in Odette verliebt, die vom bösen Zauberer Rotbart in einen weißen Schwan verwandelt wurde. Diese Liebe wird auf die Probe gestellt. Doch am Ende wird die Macht des Zaubers gebrochen, Odette und die anderen Schwäne verwandeln sich zurück zu Mädchen – die Liebe siegt über das Böse.

Prachtvolle und farbenfrohe Kostüme

In der Ludwigsfelder Aufführung wechselten prachtvolle und farbenfrohe Kostüme am Königshof im Kontrast mit den „weißen Bildern“ am verwunschenen See. Die Solisten und das Corps de ballet aus Ufa meisterten die hohen Anforderungen des Stückes an die tänzerische Gestaltung hervorragend. Das Ensemble gehört zur Russischen Staatlichen Ballettakademie Ufa, die nach dem Ballett-Tänzer Rudolf Nurejew benannt wurde. Nicht zufällig trägt die Akademie den Namen des legendären Tänzers; er erhielt in Ufa seine Ballettausbildung. Auch heute fühlen sich die Tänzer der Akademie der Tradition des klassischen russischen Balletts verpflichtet und errangen in vielen Wettbewerben erste Plätze.

Von Marina Ujlaki