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Ludwigsfelde Quartierzentrum soll Dorfplatz-Charakter haben
Lokales Teltow-Fläming Ludwigsfelde Quartierzentrum soll Dorfplatz-Charakter haben
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05:53 25.08.2018
Quartierzentrum im Rousseau Park Ludwigsdorf, dem neu entstehenden Stadtteil von Ludwigsfelde.
Quartierzentrum im Rousseau Park Ludwigsdorf, dem neu entstehenden Stadtteil von Ludwigsfelde. Quelle: Foto: Abromeit
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Ludwigsfelde

Für die 5000 Neu-Ludwigsfelder, die im künftigen Stadtteil Ludwigsdorf mal wohnen, gibt es ein Quartierzentrum. Das ist für die Anwohner nicht nur Anlaufpunkt während der Bauphase, dort gibt es auch Informationen rund um den neuen Stadtteil und dort wächst ein Dorfzentrum. Allerdings achteten die Stadtverordneten von Ludwigsfelde stets darauf, dass es keine Konkurrenz zum neuen Stadtzentrum mit den Ludwig-Arkaden wird.

Geplant sind ab 2019 etwa 140 bis 180 Wohnungen in Staffelgeschossen mit der Option im Parterre für Geschäftsräume. Ob die tatsächlich genutzt werden, ergebe der Bedarf. „Auf keinen Fall gibt es dort Großboutiquen“, hatte Wolfgang Kleiner, Geschäftsführer der Investorenfirma Callidus, jüngst bei einer Bürgerbeteiligung erklärt.

Täglich werden neue Eigenheime im entstehenden Ludwigsfelder Stadtteil Ludwigsdorf in der Ahrensdorfer Heide fertig; hier ein Blick auf den Bauabschnitt Rousseau Park Nord. Insgesamt werden dort in wenigen Jahren rund 5000 Menschen wohnen. Quelle: Jutta Abromeit

Und er sagte, es werde über einen Supermarkt verhandelt, „ein Vertrag ist aber noch nicht unterschrieben“. In der Stadt hieß es lange, Edeka Specht eröffne neben dem neuen Supermarkt im Stadtzentrum dort einen zweiten Markt. „Das ist vom Tisch“, so Edeka-Chef Hans Hermann Specht. „Die Konditionen sind andere, als uns in Aussicht gestellt wurden, so dass wir raus sind“, sagte er.

Andere Vermutungen dagegen bestätigen sich: Die mit 220 Plätzen geplante Ludwigsdorf-Kita wird der Trägerverein „Schwalbennest“ betreiben. So kann dessen sanierungsbedürftiges Gebäude Geschwister-Scholl-Straße grundlegend instand gesetzt werden. Diese Woche befürworteten der Sozial- und der Hauptausschuss den Umzug. Endgültig befinden die Stadtverordneten am 11. September darüber.

Die erste von drei Streuobstwiesen im entstehenden Rousseau Park Nord (Ludwigsfelder Stadtteil Ludwigsdorf) ist an die Nutzer übergeben; hier spielt Toni Woyach mit seinem Sohn Enrique Fußball Quelle: Jutta Abromeit

Im Quartierzentrum geht der Investor neue Wege: Mieter der Geschosswohnungen können Fahrräder mit in die Aufzüge und Wohnungen nehmen. Außerdem will der international agierende Manager Kleiner Co-Working Spaces etablieren, gemütliche Arbeitsplätze im Café mit Internetzugang. Er sagt: „Man kann heute außerhalb fester Büros arbeiten.“

Während Homeoffice für manche ein Gewinn ist, sei es für andere ein Riesenproblem. „Das erfordert Platz, Ruhe, Disziplin und es fehlt die Kommunikation mit anderen“, so der Geschäftsmann. Dafür seien Co-Working Spaces, entstanden aus der Wiener Kaffeehaus-Kultur, ideal, sagt Kleiner, deshalb soll es sie in Ludwigsdorf geben.

Von Jutta Abromeit