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Ludwigsfelde Schülerflut mit Containern bewältigen
Lokales Teltow-Fläming Ludwigsfelde Schülerflut mit Containern bewältigen
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06:42 09.12.2018
Die Kleeblatt-Grundschule im Ludwigsfelder Stadtteil Nord. Quelle: Foto: jutta Abromeit
Ludwigsfelde

Trotz rasant steigender Schülerzahlen will die Stadt Ludwigsfelde an allen Grundschulen einen geordneten Schulbetrieb gewährleisten. Dazu soll der Bürgermeister prüfen, wo Schulcontainer stehen können. Das beschloss der Stadtrat in dieser Woche.

Konkret soll Rathauschef Andreas Igel (SPD) herausfinden, an welchen der zurzeit drei Grundschulen für das nächste Schuljahr Mietcontainer aufgestellt werden können. Das Ergebnis soll den Stadtverordneten im Detail vorgestellt werden. Und es ist ausdrücklich festgehalten, dass das als zeitlich begrenztes Provisorium zu sehen ist. Darüber hinaus soll der Bürgermeister mit dem Fachbereich in der Verwaltung schnellstmöglich dauerhafte Lösungen finden und im Stadtrat vorlegen.

Neun 1. Klassen im kommenden Schuljahr

In der Begründung zu diesem Beschluss heißt es zu der „Flut“ an neuen Schülern im Grundschulalter: Für das Schuljahr 2019/20 könnten es kapazitätsmäßig sieben und mit Einschränkungen im Schul- oder Hortbetrieb maximal neun Klassen mehr werden, damit sei die räumliche Kapazität an den Grundschulen ausgereizt.

Eingeschult werden nach den kommenden Sommerferien neun bis zehn erste Klassen, im Schuljahr 2020/21 wird „nach vorsichtiger Prognose“, wie es heißt, mit zehn ersten Klassen gerechnet. Außerdem könne es in den darauffolgenden fünf Schuljahren eine stetige Steigerung auf bis zu 14 Einschulungsklassen geben. Deshalb seien an allen drei Grundschulstandorten Mietcontainer für vier bis sechs Klassenräume nötig.

Großes Schul-Schließen nach dem Mauerfall

Die Einwohnerzahl von Ludwigsfelde hatte Ende Februar 26 000 überschritten. Derzeit gibt es in der Stadt in Trägerschaft des Kreises neben dem OSZ eine Förderschule und das Marie-Curie-Gymnasium. Unter kommunaler Regie führt Ludwigsfelde drei Grundschulen und die Gottlieb-Daimler-Oberschule – beim Mauerfall waren es sieben Polytechnische Oberschulen.

Dach der "Zwiebelturmschule" Ludwigsfelde, heute 1. bzw. Gebrüder-Grimm-Grundschule Quelle: privat

Wegen des damaligen Wegzugs und dem folgenden sogenannten Wendeknick bei den Geburten in den 1990er Jahren wurde dann in der Autobauerstadt eine Schule nach der anderen geschlossen. Seit einigen Jahren ist der Trend wieder entgegengesetzt, es fehlt in Größenordnungen an Wohnungen, Kita-Plätzen und Schulen.

Stadt will keine ewigen Provisorien

Fachbereichsleiter Paul Niepalla (SPD) erklärt, die Stadt müsse den Container-Zwischenschritt jetzt gehen, damit es nicht zu unnötigen Provisorien mit unzumutbaren Bedingungen komme. „Denn unser Ziel ist es, allen Ludwigsfelder Kindern eine Grundschulklasse anbieten zu können“, so der Fachbereichsleiter.

Und er sagt: „Sicher müssen wir über eine vierte Grundschule nachdenken, aber jetzt brauchen wir erst mal ein wenig Luft.“

Von Jutta Abromeit

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