Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ludwigsfelde Sputendorf feiert Baustart für den Struveshof-Radweg
Lokales Teltow-Fläming Ludwigsfelde Sputendorf feiert Baustart für den Struveshof-Radweg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:38 22.09.2018
Spatenstich mit Michael Kortz (SPD-Gemeinderat Stahnsdorf), Andreas Igel (SPD-Bürgermeister Ludwigsfelde), Ortsvorsteher Rolf-Denis Kupsch, Stahnsdorfs Bürgermeister Bernd Albers (BfB), dem Schenkenhorster Ortsvorsteher Sven Püstow (WV) und dem Stahnsdorfer Bauausschussvorsitzenden Thomas Michel (B’90/Grüne(v.l.n.r.). Quelle: Foto: Abromeit
Sputendorf

Die Sputendorfer sehnen den 1,7 Kilometer langen Radweg übers Feld zum Ludwigsfelder Stadtteil Struveshof herbei: Dutzende Dorfbewohner wollten am Freitagmittag den ersten Spatenstich für diese Verbindung über die Kreisgrenze Potsdam Mittelmark/ Teltow-Fläming miterleben.

Künftig in zehn Minuten zum Bahnhof

Ist der 3,50 Meter breite Asphaltweg am Jahresende fertig, sparen Sputendorfer einige Kilometer Umweg zu den nächsten Supermärkten und Ärzten. Zum Bahnhof Struveshof sind es dann per Rad oder E-Bike zehn Minuten zu den Zügen von und nach Potsdam oder Schönefeld. Die rund 350.000 Euro Baukosten zahlen nach Gemarkungsanteil Stahnsdorf zu zwei Dritteln, Ludwigsfelde ein Drittel davon.

Bisher bleibt für Radfahrer zwischen den Siedlungen nur der Feldweg mit tiefen Sandfurchen. Die 75 Jahre alte Sputendorferin Brigitte Kretschmann sagte: „Ich kenne Rentner ohne Führerschein und Pkw, die freuen sich schon genauso auf diesen Weg wie junge Leute mit Kinderwagen. Bisher gibt’s ja hier vor allem Kopfsteinpflaster und Sandwege.“ Und sie wundert sich: Der Feldweg ist bereits gesperrt, die Bauarbeiten beginnen nächste Woche. „Wir wollten mit dem Fahrrad kommen, das ging schon nicht mehr“, sagte sie.

Die Sputendorfer und Ludwigsfelder feiern den Baustart für den 1,7 Kilometer langen Radweg vom Stahnsdorfer Ortsteil Sputendorf zum Ludwigsfelder Stadtteil Struveshof; hier freuen sich der Schenkenhorster Ortsvorsteher Sven Püstow (WV) und die 75-jährige Sputendorferin Brigitte Kretschnmann. Quelle: Jutta Abromeit

Stahnsdorfs Bürgermeister Bernd Albers (BfB) sprach von der Aussicht, mit diesem Radweg gebe es wieder ein Stück mehr für die durchgehende Verbindung von Zehlendorf über die Gaststätte „Stahnsdorfer Hof“, Markgraffshof und Sputendorf bis Ludwigsfelde; „dann fehlt nur noch ein Stück bei Markgraffshof.“ Dass so viel bereits geschafft wurde, freute vor allem den Ortsbeirat Sputendorf.

Die Sputendorfer und Ludwigsfelder feiern den Baustart für den 1,7 Kilometer langen Radweg vom Stahnsdorfer Ortsteil Sputendorf zum Ludwigsfelder Stadtteil Struveshof Quelle: Jutta Abromeit

„Wir als 500-Einwohner-Ort haben das mit mehr als 350 Unterschriften über den Bürgerhaushalt Stahnsdorf erreicht und sind bisher die einzigen, deren Projekt auch wirklich umgesetzt wird“, sagte Ortsvorsteher Rolf-Denis Kupsch (Wir 4).

Für den Ludwigsfelder Bürgermeister Andreas Igel (SPD) ist dieser Radweg ein Beispiel für Bauvorhaben über Kreisgrenzen hinweg. „Für uns geht’s jetzt weiter Richtung Süden, um den Radweg bei Gröben zu schaffen und Berlin und Potsdam mit der Fläming-Skate anzubinden“, sagte Igel.

Die Sputendorfer und Ludwigsfelder feiern den Baustart für den 1,7 Kilometer langen Radweg vom Stahnsdorfer Ortsteil Sputendorf zum Ludwigsfelder Stadtteil Struveshof Quelle: Jutta Abromeit

Das sei nicht nur verkehrstechnisch nötig, um von täglich 18.000 Pendlern mehr Leute weg vom Auto und aufs Rad zu bekommen. „Das ist außerdem touristisch wichtig, damit mehr Berliner und Potsdamer hier bei uns ihr Geld ausgeben, wenn sie das südliche Umland erkunden“, so der Bürgermeister.

Und SPD-Landtagsmitglied Helmuth Barthel erklärt: „Als begeisterter Radfahrer begrüße ich dieses Vorhaben außerordentlich. Damit wird ein weiterer Schritt in Richtung besseres Radverkehrswege-Netz getan.“

Die Sputendorfer und Ludwigsfelder feiern den Baustart für den 1,7 Kilometer langen Radweg vom Stahnsdorfer Ortsteil Sputendorf zum Ludwigsfelder Stadtteil Struveshof Quelle: Jutta Abromeit

Für ihn ist dieser erste Spatenstich symbolisch, denn am Freitag endeten die bundesweiten Aktionstage „Stadtradeln“. Und der Großbeerener hofft, „dass nun auch zwischen Großbeeren und Ludwigsfelde der Ausbau der Radverbindung in Angriff genommen wird“.

 

Von Jutta Abromeit

Nina Jenk heißt die neue Chefin des Abfüllwerks Genshagen. Damit steht bei dem berühmten Getränkehersteller erstmals eine Frau in einer solchen Position.

24.09.2018

Abba-Fieber beim Oktober-„Kaffeeklatsch“ in Ludwigsfelde.

22.09.2018

Eine Bürgerinitiative hält ihn für Kerosin-Rückstände, die nur bei Regen sichtbar sind, andere bestreiten seine Existenz, das Landesumweltamt stellte eine Mess-Tonne auf

18.09.2018