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Ludwigsfelde Stadrat stimmt für Umbau von „Kleeblatt“-Schulkomplex
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00:20 28.05.2019
Die "Kleeblatt"-Grundschule in Ludwigsfelde. Quelle: Jutta Abromeit
Ludwigsfelde

Eine der letzten Entscheidungen der Stadtverordneten in Ludwigsfelde in dieser Legislaturperiode erlegt der Kommune die größte finanzielle Herausforderung ihrer Stadtgeschichte auf: Mit dem einstimmigen Votum (bei zwei Enthaltungen) für die Sanierung und Erweiterung des „Kleeblatt“-Schulkomplexes am Donnerstagabend steht nun das mit 34 Millionen Euro veranschlagte Vorhaben im Raum.

Bis Oktober, so die Zusatzforderung des bisherigen Stadtrats, sollen nach den Ergebnissen der Machbarkeitsstudie mit diversen Modulen konkrete Vorstellungen auf dem Tisch liegen. Es hatten auch Abriss und Neubau zur Diskussion gestanden. Nun wird so umgebaut, dass die Schule mehr Fachräume hat, eine Mensa bekommt und weitere Klassen aufmachen kann.

Eltern und Lehrer verfolgen die Diskussion

Dutzende Lehrer und Eltern hatten die Diskussion verfolgt, sie verließen den Saal zwar schweigend, aber mit Lachen und Erleichterung. Denn kurz zuvor hatte der Erste Beigeordnete Christian Großmann (SPD) noch erklärt: „Das wird eine Baumaßnahme, die uns alles abverlangt, wir gehen damit an die Grenze unserer Rücklagen.“ Wie die Stadtverordneten wüssten, gebe es mit der Erweiterung der Feuerwehr oder der Sanierung der Steinbaracke am Waldstadion weitere Projekte. Die seien sicher alle für gute Zwecke, so Großmann, doch sie müssten bei Zustimmung zum „Kleeblatt“-Umbau alle noch einmal auf den Prüfstand.

Schule muss die Kinder aus Ludwigsdorf aufnehmen

Reaktion verschiedener Stadtverordneter: Das sei ihnen bewusst, doch das Projekt sei nicht nur eine finanzielle Herausforderung, sondern auch inhaltlich und gesellschaftlich enorm wichtig. Wie berichtet hat die „Kleeblatt“-Grundschule im Stadtgebiet Nord derzeit 560 Schüler. Sie platzt aus allen Nähten, weil dort ein Großteil der Kinder aus Zuzugsfamilien lernen und eingeschult werden, deren neue Heimat der künftige Stadtteil Ludwigsdorf ist.

Der DDR-Typen-Schulbau beherbergt neben der Grundschule auch Kita, Hort und den Juniorclub, er und die dazugehörige Turnhalle sind dringend überholungsbedürftig. Geplant ist auch eine neue Drei-Feld-Sporthalle, damit die „Kleeblatt“-Schüler zum Sportunterricht nicht mehr in andere Hallen der Stadt wandern müssen. Gleichzeitig soll der Judo-Verein, der seit Jahren ein neues Domizil sucht, dort am Anton-Saefkow-Ring eine neue Trainingsstätte bekommen.

Bürgermeister: Es geht der Stadt um das Wohl der Kinder

Bürgermeister Andreas Igel (SPD) erklärte angesichts der finanziellen Herausforderung, es sei in der Stadt immer um das Wohl der Kinder gegangen, das werde auch nach der Wahl so bleiben. Gleichzeitig sagte er: „Wir müssen uns die Module und andere Träger anschauen und vielleicht auch fragen: Ist die Stadt der einzige Finanzierer?“ Vielleicht müsse bei der neuen Drei-Feld-Halle geschaut werden ob es nötig ist, eine Tribüne zu bauen, so Igel.

Für SPD-Fraktionschefin Odette Moll steht eines fest: „Das ist zwar eine Größenordnung, die wir so noch nicht hatten. Aber dieses Projekt ist mit Lehrern und Eltern so entwickelt, dass es ein Beispiel für den Umgang mit Bürgerinteressen ist.“

Von Jutta Abromeit

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