Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ludwigsfelde Warum sich ein W 50-Feuerwehrauto im Fuhrpark befindet
Lokales Teltow-Fläming Ludwigsfelde Warum sich ein W 50-Feuerwehrauto im Fuhrpark befindet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:00 14.06.2019
Steffen Selent, seit 2008 Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr in Ludwigsfelde, hat bei einem seiner ersten Einsätze im W 50 gesessen. Das Auto ist in etwa genauso alt wie er. „1987 ist eben ein guter Jahrgang", scherzt er. Quelle: Fabian Lamster
Ludwigsfelde

 Im Fuhrpark der Freiwilligen Feuerwehr Ludwigsfelde befindet sich im Moment ein Löschfahrzeug, das sich von allen anderen unterscheidet: Es ist ein im Jahr 1987 in Ludwigsfelde gebauter Feuerwehr-Lkw der Marke W 50.

Er ersetzt einen Einsatzwagen, der momentan ausfällt. Das bestätigte Stadtwehrführer André Schütky: „Der W 50 befindet sich sowieso in unserem Außenlager. Er ist im Mai durch den Tüv gekommen, und wir warten ihn regelmäßig, damit wir in Situationen wie jetzt auf ihn zurückgreifen können.“ In diesem Monat zum Einsatz gekommen sei der W 50 aber noch nicht.

Während neuere Löschfahrzeuge bis zu 5.000 Liter Wasser fassen, lässt sich W 50 mit 2.000 Litern Wasser befüllen. Quelle: Fabian Lamster

W 50-Feuerwehrauto immer wieder in Ludwigsfelde im Einsatz

Dabei weist das DDR-Löschfahrzeug eine Hand voll Unterschiede zum Einsatzwagen auf, der sich gerade in der Reparatur befindet. Er fasst nur 2.000 Liter Wasser, während das neuere insgesamt 18 Tonnen schwere Gefährt bis zu 5.000 Liter tragen kann.

„Ansonsten ist er technisch aber durchaus auf Augenhöhe“, findet André Schütky. Egal ob Schaumanlage, Dachmonitor oder Sprühdüsen: Er verfügt über alles, was es braucht, um beispielsweise einen Feldbrand zu löschen.

Der W 50 hat im Juni 1987 seine Erstzulassung erhalten, als manche Einsatzkräfte der jetzigen Freiwilligen Feuerwehr von Ludwigsfelde noch nicht einmal geboren waren. Quelle: Fabian Lamster

Dabei sei das W 50-Feuerwehrauto in der Vergangenheit schon häufiger als Reservefahrzeug zum Einsatz gekommen. Steffen Selent, ehrenamtlicher Feuerwehrmann aus Ludwigsfelde und genauso alt wie das Fahrzeug, erinnert sich an einen seiner ersten Einsätze: Als im Winter 2008 in Jütchendorf eine Scheune brannte und er das erste Mal in dem W 50 saß.

„Wir haben ihn auch schon ausgefahren, um den Kommunalservice der Stadt beim Blumen gießen zu unterstützen“, sagt der gebürtige Ludwigsfelder.

Mehr zum Thema

Immer mehr Einsätze für die Freiwillige Feuerwehr Ludwigsfelde

Feuerwache in Ludwigsfelde wird stark vergrößert

Ludwigsfelde: Wiedergeburt eines hässlichen Autos

Ludwigsfelde: DLRG könnte aufs Feuerwehrgelände ziehen

Feuerwehrmänner absolvieren W 50-Schulung

Dass ältere Feuerwehrkollegen ins Schwärmen kommen, wenn sie über den W 50 und die Produktionsgeschichte in Ludwigsfelde erzählen, kann Steffen Selent nachvollziehen.

„Fast jeder Ludwigsfelder hat eine Verbindung zu den Autowerken. Mein Opa hat selbst dort gearbeitet. Deswegen kann ich die Freude darüber verstehen, dass wir solches Fahrzeug in unseren Reihen haben“, sagt der 32-Jährige.

Damit im Falle eines Einsatzes alles glatt geht, hat es vor ein paar Wochen eine Schulung gegeben, in der 18 Einsatzkräfte das Fahrzeug gemeinsam durchgegangen sind.

Der W 50 gehört der Stadt Ludwigsfelde, die das Fahrzeug wiederum der Freiwilligen Feuerwehr als Einsatzwagen zur Verfügung stellt. Quelle: Fabian Lamster

Manche waren jünger als das Fahrzeug selbst: „Wie legt man die Pumpe ein? Wie schaltet man auf Allrad um? Das funktioniert bei einem W 50 doch anders als bei modernen Löschfahrzeugen“, erzählt Stadtwehrführer André Schütky.

„Der macht bestimmt noch zehn Jahre“

Das weiß auch Feuerwehrmann Steffen Selent aus eigener Erfahrung. „Es mag zwar ein Kultauto sein, aber ich freue mich trotzdem, wenn das andere Löschfahrzeug wieder da ist. Es ist einfach ein anderer Fahrkomfort“, sagt Steffen Selent.

Hätte die Freiwillige Feuerwehr Ludwigsfelde den W 50 nicht als Reserve im Außenlager, hätten sie sich alternativ ein Ersatzfahrzeug leihen müssen.

Dementsprechend froh sind die Feuerwehrmänner, dass sie das Löschfahrzeug „Made in GDR“ in ihren Reihen haben: „Es hat keine zwei Stunden gedauert, bis der W 50 wieder einsatzbereit war. Der macht bestimmt noch zehn Jahre. Mindestens“, schätzt André Schütky.

Von Fabian Lamster

Die vierjährige Emily Tepper wird als erstes Kind am Donnerstagmorgen von Sandy Pätsch in der neuen Kita „Schwalbennest“ in Ludwigsfelde begrüßt. In dem neuen Haus haben nun 23o Kinder Platz zum Spielen.

16.06.2019

Dimo Petrov hat einen brütend heißen Arbeitsplatz. Der Kranführer aus Bulgarien sitzt täglich achteinhalb Stunden in einer kleinen Kanzel in 30 Metern Höhe. Petrov arbeitet auf einer Baustelle in Ludwigsfelde.

13.06.2019

Geschäftsführer Torsten Herfert kündigt die deutsche Firmensitz-Verlegung von Berlin nach Ludwigsfelde an. Und er sagt, was für ihn spannend ist an der weltweiten Fertigung von Solar-Modulen.

12.06.2019