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Ludwigsfelde Zeit für ein Goldenes Buch
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10:04 03.11.2018
Medizinalrat Horst Becke ist erster und bisher einziger Ehrenbürger der Stadt. Quelle: Mike Jentsch
Ludwigsfelde

Genau 20 Jahre ist es her, dass Medizinalrat Horst Becke Ehrenbürger von Ludwigsfelde wurde. Damals hatte er sich gewünscht, mit dieser Anerkennung seines Lebenswerks nicht lange allein zu bleiben. Doch er ist es bis heute.

Der Gynäkologe und Katholik half in seinen 27 Jahren am Kreiskrankenhaus Zossen in der Ludwigsfelder Klinik mehr als 10000 Kindern auf die Welt. Internationale Anerkennung erwarb der spätere Chefarzt mit Neuraltherapie und Akupunktur; die machte der 1930 Geborene in der DDR überhaupt erst salonfähig.

Stadtverordnete erwägen derzeit keine weitere Ehrenbürgerschaft

Weit und breit ist bis heute in Ludwigsfelde keine Persönlichkeit in Sicht, für die die Stadtverordneten ebenfalls die Ehrenbürgerschaft erwägen und beschließen würden. Mit dem promovierten Werner Kohl hatte es noch einen weiteren Anlauf gegeben, um dessen Verdienste beim Aufbau des Autowerks und in der Industriegeschichte der Stadt zu würdigen; doch es fehlte die politische Einmütigkeit, so dass der Vorschlag letztlich unterblieb. Der langjährige Stadtverordnete Werner Kohl (Linke) wurde 2016 für sein Lebenswerk mit dem Bürgerpreis der Stadt geehrt. Diese Auszeichnung verleiht die Stadt seit 2009 alle zwei Jahre in den vier Kategorien Junior, Alltagsheld, aktiver Mittelstand und Lebenswerk.

Für Andreas Igel (SPD), den früheren Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung und heutigen Bürgermeister, muss ein Ehrenbürger jemand sein, „der mit seinem Wirken besonders eng mit der Stadt verbunden ist und dessen Arbeit der Stadt zugute kommt“. Für berühmte Menschen aus Ludwigsfelde wie Schauspielerin und Politikerin Barbara Rütting, Box-Legende Henry Maske, Deutschlands erste Judo-Olympiasiegerin Yvonne Bönisch oder Radsport-Weltmeister und -Olympiasieger Robert Bartko oder für berühmte Besucher sei eine andere Ehrung angemessen, findet Igel: „Für solche Persönlichkeiten fehlt uns eigentlich ein Goldenes Buch, das wäre geeignet und gleichzeitig wäre jeder Band ein schönes Stück Stadtgeschichte.“

Von Jutta Abromeit

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