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Ludwigsfelde Die Stadt Ludwigsfelde lässt Blitzertechnik erneuern
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15:48 25.09.2018
Die Stadt Ludwigsfelde lässt die stationäre Blitzertechnik erneuern, auch diesen Traffi Tower an der Potsdamer Straße. Quelle: FotoS: Abromeit
Ludwigsfelde

Ludwigsfelde bleibt Rasern auf der Spur – mit dem Jahreswechsel wird neue Blitzertechnik aufgebaut. Die bisherigen stationären schwarzen Säulen, die sogenannten Traffi Tower, in den Ortsteilen Jütchendorf, Siethen, Genshagen und Gröben sowie an der Potsdamer Straße in der Kernstadt würden abgebaut ersetzt. Das sagte Bürgermeister Andreas Igel (SPD) zur jüngsten Sitzung der Stadtverordneten.

Ordnungsamtsleiter Henry Nottrott und Revierpolizistin Simone Kaminski kontrollieren Fahrradständer am Bahnhof Ludwigsfelde. Quelle: Jutta Abromeit/MAZ

Hintergrund ist, dass der städtische Mietvertrag mit der Technikfirma am Jahresende ausläuft. „Deshalb beginnt jetzt der Rückbau noch stehender alter Blitzersäulen“, erklärt Henry Nottrott, Sachgebietsleiter Ordnung und Sicherheit in der Stadtverwaltung. Bei dieser Gelegenheit rüste die Stadt alle festen Blitzer auf neue Technik um, wie sie bereits in Wietstock, Groß Schulzendorf und an der Ludwigsfelder Thälmannstraße installiert ist.

Nottrott erklärt: „Die alten Säulen sind teils von 2007. Sie haben eine Kamera und brauchten zum Registrieren der Geschwindigkeit drei Optoelektronik-Streifen in der Fahrbahn.“ Das hieße, beim Sanieren der Potsdamer Straße müsste auch diese Technik raus und neu gelegt werden. „Das wollen wir uns mit der neuen Säule sparen“, so der Amtsleiter.

Laser erwischen alle

Die neuen Blitzer würden außerdem auch installiert, weil sie ausschließlich mit Lasertechnik funktionieren: „Die ist viel sicherer, hat also eine deutlich geringere Fehlerquote als die alte Technik.“ Und es kommt hinzu: Mit dieser Technik hat es für Raser keinen Zweck mehr, an Blitzern auf die andere Straßenseite auszuweichen; „die neuen Laser decken die gesamte Fahrbahn-Breite ab“, erklärt Nottrott.

Mit dem neuen Vertrag für die kommenden fünf Jahre mietet die Stadt insgesamt acht Säulen mit vier Kameras für eine jährliche Summe von 140.000 Euro. Die Säule in Genshagen war wie berichtet im vergangenen Jahr bei einem Unfall umgefahren worden, dort werden die Reste noch entfernt. „Diesen Standort geben wir für einen neuen an der Ludwigsallee Höhe Spielplatz in Ludwigsdorf auf“, so Nottrott.

In Genshagen wird weiter geblitzt

Die Genshagener bräuchten jedoch keineswegs zu befürchten, dass Verkehrssünder nun ungebremst durch ihren Ort rasen könnten. „Die alte Stelle bleibt als Standort für unseren städtischen mobilen Blitzer auf jeden Fall erhalten“, sagt der Mann aus dem Rathaus. Die Blitzersäule auf der Südseite der Potsdamer Straße ist bereits abgebaut. „Dort steht künftig nur noch eine Säule für beide Richtungen“, so Notrott

Zur der Effektivität der Säulen erklärt Henry Nottrott: „Der Blitzer an der Potsdamer Straße war nur die ersten beiden Monate interessant– dann konnten selbst Fremde nicht mehr zu schnell fahren, weil die Ludwigsfelder dort bremsten und Überholen kaum möglich ist.“

Reich wird die Stadt nicht

Zum Schluss seien dort noch ganze 35 Raser pro Woche erwischt worden. „Und davon sind die Hälfte Rettungswagen....“ Doch der gewünschte Effekt sei erreicht, die Geschwindigkeits-Disziplinierung mitten in der Stadt.

Energisch sagt Nottrott: „Natürlich bringt das Geld in die Stadtkasse, aber reich wird Ludwigsfelde davon nicht. Es geht wirklich vor allem um vorschriftsmäßig schnelles Fahren zur Sicherheit aller.“

Die meisten Raser erfasst der Siethener Blitzer. Dort können es je nach Wetter oder Verkehrslage mit Staus oder Unfällen auf der Autobahnbahn schon mal 150 Geblitzte pro Woche sein. „Dort fahren ja auch viele Fremde durch“, sagt Nottrott.

Von Jutta Abromeit

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