Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ludwigsfelde Ludwigsfelde hat jetzt einen Klima-Schützer
Lokales Teltow-Fläming Ludwigsfelde Ludwigsfelde hat jetzt einen Klima-Schützer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:25 07.09.2018
Die Stadt Ludwigsfelde hat jetzt einen Klimamanager: Stefan Seewald Quelle: Jutta Abromeit
Ludwigsfelde

Stefan Seewald soll dafür sorgen, dass der Kohlendioxid-Ausstoß in der Autowerkerstadt Ludwigsfelde sinkt. Der 33 Jahre alte Diplom-Geograf ist dort seit einem Monat als Klimaschutz-Manager der Mann für bessere Luft. Sein Name sei keineswegs Künstlername eigens für den Job, versichert er. „Aber er könnte tatsächlich Programm sein, ich kümmere mich um Wald und Wasser“, sagt er und lacht. Doch es geht dem Potsdamer an seiner neuen Arbeitsstelle um viel mehr.

Wie berichtet, hatte die Stadt 2016 ein Kommunales Energie- und Klimaschutz-Konzept (KEK) beschlossen. In einem Katalog von 34 Maßnahmen steht ein Klimaschutz-Manager für Ludwigsfelde an erster Stelle. Nun ist er für vorerst drei Jahre eingestellt. Seewald weiß, dass seine Aufgabe in der Industriestadt am Autobahn-Südring ein Spagat ist – ein Spagat zwischen Ökologie, Wirtschaftlichkeit und Akzeptanz.

Er will nicht alles neu erfinden

Erfahrungen für diesen Spagat hat er aus sieben Jahren in der Regionalen Planungsgemeinschaft Havelland-Fläming. Dort war er für das regionale Energiekonzept in 82 Kommunen zuständig.

Im Moment lernt er in Ludwigsfelde Partner kennen und vereinbart den Modus von Zusammenarbeiten. „Stadtwerke, Wohnungsunternehmen, Wasser- und Abfallzweckverband – ich habe mich schon bei Akteuren und potenziellen Partnern vorgestellt“, sagt er. Und meint: „Ich will einfach wissen, was gibt es, wo bin ich besonders gefragt. Man muss ja nicht alles neu erfinden.“

Nun werde es konkret: „Es geht um neue Elektro-Ladesäulen, ums Müllsammeln und Öffentlichkeitsarbeit.“ Damit meint er, Klimaschutz-Denken müsse auch auf der Internetseite der Stadt deutlich werden.

Vor allem im Industriepark Potenzial für Photovoltaik

Zum Ludwigsfelder Klimaschutz-Spagat gehört das Wachstum der Stadt. „Klimaschutz und Wachstum sind an sich kontraproduktiv“, sagt er. In Einklang bringen will er beides zum Beispiel mit dem Werben für nachhaltige Baustoffe und mehr Einsatz erneuerbarer Energien. „Das heißt, ich muss schauen, wo es mehr Flächen für Photovoltaik-Anlagen gibt“, sagt er.

Das sei bisher zu wenig in der Stadt, vor allem im Industriepark sieht Seewald Potenzial. Und er selbst will, wenn es sein Terminplan hergibt, möglichst oft mit dem Rad von Potsdam nach Ludwigsfelde zur Arbeit kommen.

Von Jutta Abromeit

Ludwigsfelde wächst so rasant, dass dort im Moment alles ein bisschen schneller geht als gedacht. Und die Kita „Schwalbennest“ wird mit ihrem Umzug von 80 auf 220 Plätze wachsen.

03.09.2018

Ein schwerer Verkehrsunfall hat sich am Freitagmittag in Ludwigsfelde ereignet. Aus bislang ungeklärter Ursache fuhr in der Straße der Jugend ein Suzuki einen Achtjährigen an. Der Junge wurde schwer verletzt und musste ins Krankenhaus gebracht werden.

31.08.2018

Wegen eines brennenden Pkw ist die A 10 in Fahrtrichtung Dreieck Potsdam gesperrt. Autofahrer müssen sich auf lange Wartezeiten einstellen – aktuell 30 Minuten.

31.08.2018