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18:30 10.03.2019
Die Stadtsporthalle an der Potsdamer Straße in Ludwigsfelde gehört zu den Anlagen, die Vereine kostenfrei nutzen können. Quelle: Foto: Abromeit
Ludwigsfelde

Es scheint widersinnig: In Ludwigsfelde soll es für Vereine in puncto kostenfreier Sportstätten-Nutzung gerechter zugehen als bisher, darüber sind sich alle Stadtrat-Fraktionen einig. Doch genau deshalb lehnten sie einen Vorschlag der Fraktion CDU/FDP nach ausführlicher Diskussion im Sozial- und Sportausschuss nun einhellig ab – also mit den Stimmen der Antragsteller – und vertagten das Thema.

Für Hallen anderer Träger zahlen Vereine

Hintergrund: Ludwigsfelder Sportvereine können städtische Anlagen kostenfrei nutzen. Vereine, die keine Hallenzeiten in stadteigenen Sporthallen bekommen, müssen auf Sportstätten anderer Träger ausweichen, dafür fallen jedoch Gebühren an.

Für die kreiseigene Sporthalle am Curie-Gymnasium sind sieben Euro pro Stunde zu zahlen. Das macht für den Volleyball-Sportverein Freeball 574 Euro im Jahr, erklärte Vereinspräsident Holger Kaiser den Stadtverordneten. Der MAZ sagt er: „Trotz des Zuzugs in der Stadt können wir keine neuen Mitglieder aufnehmen, wir bekommen gar keine Hallenzeiten mehr.“

Schüler können nicht mehr Beitrag zahlen

Höhere Mitgliedsbeiträge könne der Verein nicht beschließen, das Geld hätten Schüler wie zwei 16-Jährigen im Verein nicht, erklärte Holger Kaiser den Kommunalpolitikern.

Das Problem ist wie bei so vielem in Ludwigsfelde derzeit nicht das Geld, sondern der Personalmangel im Rathaus, um diese relativ kleinen Summen zu ermitteln.

Ludwigsfelder Sorgen haben sich umgekehrt

Im Sozialausschuss sagte Bürgermeister Andreas Igel (SPD) jüngst: „Wir haben zurzeit in allen Bereichen zu wenig Leute. Wollen Sie uns das auch noch antun?“ Und: „Wir sind hier ein sozialer Leuchtturm wie nur wenige im Land. Wir diskutieren hier um fünf- oder sechstausend Euro.“

In der Stadt gehe es bei Schulen und Kitas zurzeit um Investitionen von 50 Millionen Euro, so Igel. Er verwies auf das Sportstätten-Konzept. Das ist von 2014 und konstatiert noch eine sinkende Einwohnerzahl. Jetzt aber wird die Stadt des Zuzugs kaum noch Herr.

Stadt debattiert beim Haushaltsentwurf 2020 weiter

Der für Kitas und Schulen zuständige Fachbereichsleiter Paul Niepalla schlug vor: „Es wäre gut, wenn die Verwaltung Zeit hätte, damit 2020 zu starten. Im Moment reicht die Man-Power im Rathaus dafür eigentlich nicht.“

Das sah die CDU/FDP-Fraktion ein, sie änderte ihr Vorhaben auf 2020. Ihr Mitglied Detlef Helgert sagte, es sei vor allem Sinn und Zweck gewesen, diese Debatte zur Gleichbehandlung aller Vereine in der Stadt anzuschieben.

Odette Moll: Trainingszeiten-Vergabe überdenken

SPD-Fraktionschefin Odette Moll sieht noch ein anderes Problem: „Ich glaube, wir müssen vielleicht auch das Vergabe-Prozedere für die Trainingszeiten überdenken.“

Bettina Lugk, Stadtratsvorsitzende und SPD-Kreistagsmitglied, stellte gemeinsam mit SPD-Kollegen inzwischen die Anfrage an die Kreisverwaltung, wie hoch der Verwaltungsaufwand gegenüber dem Ertrag aus der Fremdnutzung kreiseigener Sportstätten ist.

Von Jutta Abromeit

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