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Ludwigsfelde Ludwigsfelder Bürgermeister sucht Unterstützung für Gesamtschule
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10:17 16.05.2019
Andreas Igel (SPD) zum Neujahrsempfang der Stadt 2019. Quelle: Jutta Abromeit
Ludwigsfelde

Eine neue Abi-Möglichkeit in der Autobauerstadt Ludwigsfelde ist den Männern an der Rathausspitze so wichtig, dass sie andere Termine absagten: Wenn der Bildungsausschuss des Kreistages am Donnerstag ab 17 Uhr vor allem über die erste Teiländerung des Schulentwicklungsplans für das Mittelzentrum Ludwigsfelde berät, dann sitzen auch Bürgermeister Andeas Igel (SPD) und der für Bildung zuständige Fachbereichsleiter Paul Niepalla im Kreishaus in Luckenwalde. Für sie geht es um einen der wichtigsten Schritte zu der seit drei Jahren von der Stadt gewünschten Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe.

Wie mehrfach berichtet fordern Ludwigsfelder Eltern und Gewerbetreibende neben dem kreislichen Marie-Curie-Gymnasium eine zweite Schule in der Stadt, an der Jugendliche das Abitur ablegen können. Dafür waren rund 900 Unterschriften für eine Petition an die Stadtverordneten übergeben worden.

Immer mehr Schüler in Ludwigsfelde

Hintergrund ist, dass wegen des Zuzugs in die Stadt immer mehr Schüler ab der 7.Klasse für ihr Abitur über Jahre jeden Morgen teils sehr weite Wege nach Kleinmachnow oder Potsdam, Blankenfelde oder Berlin zurücklegen müssen, wenn sie am Gymnasium in Ludwigsfelde nicht angenommen wurden. Am liebsten hätte die Stadt eine solche Schule bereits ab dem Schuljahr 2019/20 aufgemacht, doch das war unrealistisch, nun ist die Eröffnung für 2021/22 avisiert. Schulleiter benachbarter Schulen mit Abiturstufewaren Sturm gelaufen gegen dieses Vorhaben. Ihr Argument: In der Summe gebe es rundherum genügend Kapazitäten, die irgendwann gar nicht mehr gebraucht würden.

Schule bisher nicht im Plan

Der für fünf Jahre angelegte Schulentwicklungsplan 2017 bis 2022 für den Kreis Teltow-Fläming hatte solch eine Schule nicht vorgesehen und das Schulamt hatte sie lange abgelehnt. Jetzt gibt es bei übergeordneten Behörden ein Umdenken, deshalb steht jetzt die Teiländerung des Schulentwicklungskonzepts an. Für Ludwigsfelde geht es um die Meinung des Bildungsausschusses des Landkreises Teltow-Fläming: Empfiehlt der dem Kreistag die Annahme, kann das am 26. Mai neugewählte Gremium frühestens nach den Sommerferien zustimmen und die Stadt noch dieses Jahr ihren Schulantrag ans Bildungsministerium stellen.

Andere Schulen laut Igel nicht in Gefahr

Igel erklärte gegenüber der MAZ: „Es geht um das Bildungsangebot im ganzen Nordkreis.“ Ihm ist wichtig zu erklären, dass die Stadt die formalen Voraussetzungen zur Errichtung dieser Schulform nachgewiesen habe und die Anhörung des Kreises von Nachbarkommunen keine Ablehnung offenbarte, so Igel; die Oberschulen in Zossen und Ludwigsfelde sowie das Oberstufenzentrum mit seinem Abitur-Angebot seien von der Gesamtschul-Neugründung definitiv nicht betroffen, das einzige Fragezeichen stehe hinter der Oberschule Trebbin. „Aber in der Summe sind wir optimistisch, dem Anliegen der Ludwigsfelder eine erfolgreiche Rückmeldung geben zu können.“

Gebäude der Daimler-Schule soll genutzt werden

Am meisten ersehnen dürften eine positive Nachricht die betroffenen Jugendlichen und ihre Eltern, vermutet der Bürgermeister.

Geht das Ludwigsfelder Vorhaben auf, dann startet die neue Schule nach den Sommerferien 2021 in einem Teil des Schulkomplexes an der Bebelstraße Jahr für Jahr mit einer Klassenstufe mehr. Gleichzeitig wird die jetzige Gottlieb-Daimler-Oberschule, so Igels Vorstellung, Jahr für Jahr runtergefahren. Für das erste Abitur an einer Ludwigsfelder Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe gäbe es die ersten Prüfungen 2028.

Von Jutta Abromeit

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