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Ludwigsfelde Werbung für Fußball-Jugendleistungszentrum
Lokales Teltow-Fläming Ludwigsfelde Werbung für Fußball-Jugendleistungszentrum
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05:33 19.10.2018
Die Idylle trügt. Noch ist die alte Steinbaracke am Ludwigsfelder „Waldstadion“ sanierungsfähig. Noch.
Die Idylle trügt. Noch ist die alte Steinbaracke am Ludwigsfelder „Waldstadion“ sanierungsfähig. Noch. Quelle: foto: frank Pechhold
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Ludwigsfelde

Der Ludwigsfelder Fußballclub (LFC) will die alte Steinbaracke am „Waldstadion“ sanieren. Dort soll ein Jugendleistungszentrum enstehen. Nun besteht die Chance auf Fördermittel. Deshalb warb LFC-Präsident Marcel Penquitt kürzlich im Sozialausschuss um Unterstützung.

Abgestimmt mit der Stadt beantragte der LFC für den Bau eines zusätzlichen, 800.000 Euro teuren Kunstrasenplatzes mit Beleuchtung und Umzäunung und die mit 200.000 Euro veranschlagte Sanierung der Steinbaracke eine bis zu 75-prozentige Förderung im Rahmen des Kommunalen Infrastrukturprogrammes (KIP). Kurzfristig setzte der Kreissportbund Teltow-Fläming das Teil-Projekt „Sanierung Steinbaracke“ auf die Nachrückerliste. „Am 4. Oktober hat der Landessportbund Unterlagen vom LFC angefordert, um einen Förderantrag beim zuständigen Ministerium stellen zu können“, so Penquitt. Deshalb dränge die Zeit. Zumal KIP-Projekte nach den geltenden Richtlinien bis Ende 2019 umgesetzt werden müssen.

Mitgliederzahl-Grenze 500 geknackt

Penquitt erklärte, warum der LFC Kunstrasenplatz und Jugendleistungszentrum braucht: „Wir haben massive Wachstumsschmerzen.“ Aktuell zählt der Club 504 Mitglieder, davon 300 Kinder und Jugendliche. Voriges Jahr waren es 332 Mitglieder (247). 17 Mannschaften stehen im Spielbetrieb, 42 Trainer und Betreuer kümmern sich um die Teams. Oft ist der vorhandene Kunstrasenplatz vierfach belegt, trainieren 50 Kinder gleichzeitig. „Das ist alles andere als vergnügungssteuerpflichtig“, so Penquitt.

Geplant ist, die in den 1960er Jahren gebaute Baracke zu sanieren. Dort sollen ein Jugendleiter-Büro, zwei Lagerräume, Seminarraum, Küche, sechs Kabinen, drei Duschen, zwei Schiedsrichter-Kabinen und Toiletten entstehen. Der LFC bietet der Stadt an, das gesamte Projekt für die Stadt abzuwickeln. „Obwohl mir viele Bekannte davon abgeraten haben, mich auf so ein bürokratische Monster einzulassen“, sagte Penquitt.

Appell an Ausschuss-Mitglieder

Der Ausschuss-Vorsitzende Frank Priefert (SPD) erinnerte daran, dass die Steinbaracke vor rund fünf Jahren von allen Medien getrennt worden sei. Zur Begründung habe es damals geheißen, die Bausubstanz seie Schrott. „Nun wird gesagt, die Bausubstanz ist in Ordnung.“ Penquitt zufolge habe ein befreundeter Unternehmer die Substanz für sanierungswürdig befunden. „Bei aller Expertise Ihres Bekannten möchte ich doch was Schriftliches in der Hand haben“, sagte Silvio Pape (Die Linke/FiLu). Martina Borgwardt (CDU/FDP) wollte wissen, was passiert, wenn die 200.000 Euro alle sind und das Gebäude noch nicht fertig ist. Wahrscheinlich werde er dann einen Antrag zur Nachfinanzierung an die Stadt stellen, so Penquitt.

Er appellierte an den Ausschuss, nicht den zweiten vor dem ersten Schritt gehen zu wollen. Hier stehe ein Grundsatzbeschluss zur Diskussion, über den in der nächsten Stadtverordnetenversammlung abgestimmt wird. Bürgermeister Andreas Igel (SPD) soll ermächtigt werden, mit dem LFC Verhandlungen über die Schaffung eines Jugendleistungszentrums in der Steinbaracke aufzunehmen. Sport-Bereichsleiter Paul Niepalla geht „nicht davon aus, dass der LFC dieses Projekt finanziell alleine stemmen kann“.

Empfehlung für die Stadtverordneten

Mit drei Ja-Stimmen zu einer Gegenstimme bei zwei Enthaltungen empfiehlt der Sozialausschuss den Stadtverordneten, den Beschluss zu fassen.

Von Frank Pechhold