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18:11 30.09.2019
Das Ehepaar Tina und Peter Rathgeber aus Ludwigsfelde hatte sich zu Weihnachten eine Reise in die Türkei geschenkt. Jetzt herrscht Ratlosigkeit. Quelle: Udo Böhlefeld
Ludwigsfelde

Die Insolvenz des Reiseanbieters Thomas Cook bringt Ludwigsfelder in Urlaubsnöte. Spätestens seit die deutschen Töchter Thomas Cook Signature, Neckermann Reisen, Öger Tours, Bucher Reisen und Air Marin am 25. September ebenfalls Insolvenz beantragt haben, fragen sich die Kunden, was können sie tun?

Noch einmal in die Dominikanische Republik

Angelika Salminkeit (64) aus Bestensee hatte sich auf ihren Urlaub mit der ganzen Familie in der Dominikanischen Republik gefreut. Den hatte sie zu Weihnachten von ihrer Tochter und ihrem Schwiegersohn aus Ludwigsfelde geschenkt bekommen. „Wir wollten noch einmal alle zusammen in die Dominikanische Republik, so oft werde ich das in meinem Alter ja nicht mehr machen können“, sagt sie.

Dann überschlugen sich die Nachrichten in der vergangenen Woche. Für Familie Salminkeit zeichnete sich schnell ab, dass die Reise, die am Mittwoch, dem 2. Oktober, losgehen sollte, wohl eher nicht stattfindet. Gebucht und angezahlt hatten sie den Traumurlaub im Februar bei Neckermann Reisen. Vor gut drei Monaten, im Juli, hatte die Familie die ausstehende Restzahlung beglichen und damit begonnen, sich auf den Urlaub zu freuen. Für die drei Erwachsenen und zwei Kinder kamen so 8.500 Euro zusammen. „Maximal 6.800 Euro können wir wiederbekommen, hat uns die Züricher am Telefon gesagt“, empört sich Angelika Salminkeit. Und sie befürchtet noch Schlimmeres: „Ich glaube, die werden die Versicherungssumme dafür nutzen, die steckengebliebenen Urlauber zurückzuholen. Für Menschen wie uns wird da am Ende nichts übrig bleiben.“

Weihnachten nun doch zuhause

Auch das Ehepaar Tina und Peter Rathgeber aus Ludwigsfelde hatte Urlaubspläne geschmiedet. Über Weihnachten wollten sie es sich mit ihrem Sohn (8) und ihrer frisch geborenen Tochter (7 Monate) zwei Wochen im türkischen Badeort Side gut gehen lassen. Dafür sollte es drei Tage vor Heiligabend losgehen. Seit Januar haben sie dafür jeden Cent beiseite gelegt – 2.550 Euro sind für das junge Paar gerade kein Pappenstiel, da Peter Rathgeber auch seit geraumer Zeit krank ist. Die Ludwigsfelder erfuhren ebenfalls zuerst aus den Medien von der Thomas-Cook-Pleite, von Öger Tours bis dahin kein Wort. Bis dahin hatten sie schon beinahe die Hälfte der Kosten bezahlt. „Uns war schnell klar“, sagt Peter Rathgeber, „dass die Kleinen im Konzern auch den Bach runtergehen, wenn es die Großen trifft.“ Jetzt warten die beiden erst einmal auf den Abschluss des Insolvenzverfahrens, denn erst dann können sie gegenüber der Insolvenz-Versicherung ihre Ansprüche geltend machen. Einfach eine andere Reise buchen, das geht aus finanziellen Gründen nicht.

Verbraucherberatung rät zum Abwarten

Alle Reisen mit einem Abreisedatum bis einschließlich 31. Oktober hat Thomas Cook inzwischen abgesagt. Für diese Reisen kann Versicherungsschutz in Anspruch genommen werden. Für Reisen mit Abreisetermin ab dem 1. November wird das weitere Vorgehen noch geprüft. Die Verbraucherzentrale Brandenburg rät dazu, bei für später gebuchte aber bereits angezahlte Reisen noch offene Teilzahlungen bis auf weiteres zurückzuhalten. Man solle dies jedoch mit dem Hinweis verbinden, dass man bei einer Reisebestätigung die Restsumme zahlt.

Von Udo Böhlefeld

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