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Ludwigsfelde Neue Rettungswache eröffnet
Lokales Teltow-Fläming Ludwigsfelde Neue Rettungswache eröffnet
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10:55 26.10.2019
Notfallsanitäter Ingo Sommer (l.) und Denny Mieles, Werkleiter und Geschäftsführer des Rettungsdienstes Teltow-Fläming. Quelle: Marlene Schmidt
Ludwigsfelde

Sie ist größer, moderner und komfortabler – die neue Rettungswache in Ludwigsfelde. Sie steht auf 910 Quadratmetern Grundfläche und drei Etagen dicht am Evangelischen Krankenhaus in der Straße der Jugend 63 A und löst die bisherige alte Wache an der Rückfront des Krankenhauses ab. Sie bietet nicht nur Platz für 30 Mitarbeiter des Rettungsdienstes Teltow-Fläming, sondern ist auch mit zwei Rettungswagen, einem Noteinsatzfahrzeug und einem Krankentransportwagen ausgestattet.

Größte Rettungswache im Landkreis

Unter den zahlreich geladenen Gästen zur feierlichen Eröffnung am Donnerstagnachmittag waren auch die Landrätin Kornelia Wehlan (Linke), Bürgermeister Andreas Igel (SPD) und Burkhard Schult, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes des Landkreises. Werkleiter und Geschäftsführer des Rettungsdienstes Teltow-Fläming GmbH, Denny Mieles, sagte: „Es ist die größte Rettungswache im Landkreis. Zwölf Rettungswachen haben wir flächendeckend. Die Region entwickelt sich dynamisch, die Einsatzzahlen steigen, deshalb brauchen wir mehr Fläche und mehr Personal. Dahlewitz und Jüterbog folgen.“ Dann seien es 14 Rettungswachen im gesamten Landkreis.

Neubau für drei Millionen

Drei Millionen Euro hat der Neubau den Landkreis gekostet. Die Fertigstellung dauerte viereinhalb Jahre. Drei Jahre Planungsphase, anderthalb Jahre Bauphase. Das Evangelische Krankenhaus hat dafür einen Teil seiner Fläche abgegeben. In den zwei oberen Etagen über den Einsatzfahrzeugen haben die Mitarbeiter viel mehr Komfort als vorher. Notfallsanitäter Ingo Sommer (59): „Das ist ein Quantensprung. Die Autos standen vorher im Freien unterm Carport. Nicht schön bei Minusgraden. Die Räumlichkeiten waren zu eng. Jetzt haben wir viele Räume, darunter Ruhe- und Schulungsräume. Wir haben auch neue Kleidung, die sich besser trägt mit Taschen für Pieper und Handy.“

Auch neu: Ein neuer Rettungswagen mit Ambulant-Video-Assistenz (AVA). Ein Pilotprojektsystem in Brandenburg. Der Notarzt muss nicht direkt am Einsatzort sein. Er bekommt digital Daten per Video und Audio überspielt. Kosten: 200.000 Euro. Und ein Schleusensystem, eine Hygieneeinfahrt für kontaminierte Rettungskräfte. Die Mitarbeiter bekamen den symbolischen Schlüssel von der Landrätin überreicht. Denny Mieles zu den Mitarbeitern: „Das Gebäude ist für euch, macht was draus!“

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Von Marlene Schmidt

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