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Ludwigsfelde Jugendheim-Bewohner müssen umziehen
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05:43 08.07.2018
Auf diesem  Grundstück in der Tulpenstraße Ludwigsfelde will die GFB zwei Häuser für familienähnliche Wohngruppen bauen.
Auf diesem Grundstück in der Tulpenstraße Ludwigsfelde will die GFB zwei Häuser für familienähnliche Wohngruppen bauen. Quelle: Foto: Abromeit
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Ludwigsfelde

Zwei Wohngruppen aus dem Kinder- und Jugendheim „Heinrich Zille“ werden in absehbarer Zeit in der Ludwigsfelder Tulpenstraße wohnen. Dort hat die Gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung Brandenburger Kinder und Jugendlicher (GFB), Betreibergesellschaft des Heims im Ludwigsfelder Ortsteil Siethen, ein Grundstück gekauft.

Das bestätigt die Stadtverwaltung auf MAZ-Nachfrage. Es sollen dort zwei Gebäude für zwei Wohngruppen aus dem Jugendheim untergebracht werden, so Kevin Senft von der Stadtverwaltung. Wie berichtet hatte die Stiftung Großes Waisenhaus zu Potsdam das unter Denkmalschutz stehende Schloss Siethen an einen Zossener Unternehmer verkauft, der wiederum veräußerte es im vergangenen Jahr an die Adelsfamilie von dem Knesebeck. Die hatte in der Region bereits ihr Familienerbe, das Gutshaus Löwenbruch, zurückgekauft, saniert und vermietet dort nun Wohnungen. Ähnliches plant sie wie berichtet mit dem Schloss in Siethen, dem früheren Sitz derer von Badewitz.

Das Kinder- und Jugendheim "Heinrich Zille" im Schloss Siethen, eine Einrichtung der GFB Potsdam, ist verkauft - an Familie von dem Knesebeck, die in den zurückliegenden Jahren bereits den ehemaligen und verfallenden Familiensitz im Ludwigsfelder Ortsteil Löwenbruch kaufte und sanierte Quelle: Jutta Abromeit

Die Stiftung hatte 2014 beschlossen, das Gebäude zu verkaufen, in dem sich die Einrichtung für bis zu 84 Kinder und Jugendliche mit sozialen und individuellen Beeinträchtigungen befindet. Es war zu groß und zu teuer geworden, außerdem genügte es heutigen Anforderungen an Kinder- und Jugendhilfe nur noch bedingt, so die Erklärung der Geschäftsführung damals. Für die betreuten Kinder und Jugendlichen sollten kleine, familienähnliche Wohnverhältnisse gefunden werden.

Die Anwohner in der Tulpenstraße wissen von dem Vorhaben bisher nichts. Es gebe nur Gerüchte zum Verkauf des Grundstücks, sagte ein Anwohner vort kurzem am MAZ-Lesertelefon.

Von Jutta Abromeit